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09. Januar 2016
Viel Glas und eine offene Fassade - so wird die neue Kirche Heilig Kreuz aussehen. © pkh

Viel Glas und eine offene Fassade - so wird die neue Kirche Heilig Kreuz aussehen. © pkh

Domkapitular Propst Martin Tenge segnet mit Weihwasser die Baustelle. Hier soll Ende des Jahres bereits die Kirche stehen. © pkh

Domkapitular Propst Martin Tenge segnet mit Weihwasser die Baustelle. Hier soll Ende des Jahres bereits die Kirche stehen. © pkh

Der Grundriss des Neubau kann variieren. Hier ist sie im Regelzustand mit der größtmöglichen Fläche für den Kirchenraum zu sehen. © pkh

Der Grundriss des Neubau kann variieren. Hier ist sie im Regelzustand mit der größtmöglichen Fläche für den Kirchenraum zu sehen. © pkh

Architekt Oliver Arndt (l.) und Pfarrer Christoph Lindner versenken zusammen die Patrone in den Grundstein der neuen Kirche. © pkh

Architekt Oliver Arndt (l.) und Pfarrer Christoph Lindner versenken zusammen die Patrone in den Grundstein der neuen Kirche. © pkh

Bistum Hildesheim baut eine neue Kirche

Von: Marie Kleine

Nach 20 Jahren wird im Bistum Hildesheim erstmals wieder eine neue Kirche gebaut. Bis zum Ende des Jahres soll der Kirchenneubau im Norden Hannovers stehen.

Heilig Kreuz wird die neue Kirche heißen – genau wie der alte Kirchenbau auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Hannover- Altwarmbüchen, der im Laufe des vergangenen Jahres profaniert und zurückgebaut worden war. Die neue Kirche soll mit einer klaren, offenen und modernen Architektur bestechen. Hinter dem Neubau steht ein Konzept der Pfarrgemeinde Heilig Geist, die sich mit dem niedrigschwelligen Gebäude noch mehr zur Stadtgesellschaft hin öffnen will. „Diese Kirche soll die Leute packen und durch die offenen Fassaden alle Passanten einladen, sie zu entdecken“, sagte Pfarrer Christoph Lindner anlässlich der Grundsteinlegung von Heilig Kreuz am heutigen Samstag. Er leitet die Pfarrgemeinde Heilig Geist, die rund 7500 Mitglieder hat und Bauträger des Kirchbau- Projekts ist. „Altwarmbüchen ist ein Stadtviertel, das sich in einem Generationsumbruch befindet. Gerade junge Familien ziehen hier zu. Wir wollen als Kirche mit unserem neuen Bau für all diese Menschen da sein“, sagte er.

Auch von der Architektur und der Funktionsweise her soll der Kirchenraum zukunftsweisend sein. Der Kirchraum kann durch verstellbare Wände eine Größe von 50 m² bis zu 150 m² einnehmen. „Die neue Kirche wird sowohl die Funktion einer Kirche, als auch die Funktion eines Pfarrheims und Pfarrbüros in sich vereinen“, erklärte Architekt Oliver Arndt vom Architekturbüro Pape & Kost. „Dabei wird der Bau zwar eingeschossig, aber dennoch architektonisch interessant: Schon der Rohbau ist handwerklich sehr anspruchsvoll, da wir mit speziellen Betonkonstruktionen arbeiten.“ Von innen werde die Kirche mit einem sandfarbenen Boden und hellem Eichenholz ausgestattet. Doch wie genau die neue Kirche Heilig Kreuz eingerichtet sein wird, steht noch nicht fest. „Die Planungen dazu laufen noch“, sagte Pfarrer Lindner. „Wir versuchen zum Beispiel den alten Altar aus dem Vorgängerbau in die neue mitzunehmen.“ Sowohl er, als auch Architekt Arndt und Domkapitular Propst Martin Tenge, der den Neubau segnete und weihte, wüssten um die historische Bedeutung der neuen Kirche. „Dass wir hier einen Grundstein legen und nicht nur profanieren und abreißen, ist ein gutes Gefühl. Wir bringen etwas ins Leben, was neu ist und fasziniert und was hoffentlich wachsen und gedeihen wird“, sagte Propst Tenge. „Seit zwanzig Jahren bauen wir zum ersten Mal im Bistum Hildesheim wieder eine Kirche. Wer eine Baustelle aufmacht, der glaubt an seine Zukunft.“

Die Kosten für den Neubau werden sich auf rund 1, 8 Millionen Euro belaufen. Ein Großteil der Kosten, nämlich 1, 03 Millionen Euro, konnte durch den Verkauf des alten Kirchengrundstückes bereits gedeckt werden. Den Rest übernehmen die Kirchengemeinde und das Bistum Hildesheim. Der jetzt abgetragene Vorgängerbau von Heilig Kreuz war in den 70er Jahren eigentlich als Provisorium gebaut worden und befand sich in einem schlechten baulichen Zustand. Da die politische Gemeinde Isernhagen Interesse an dem alten Kirchengrundstück hatte, entschloss sich die Kirchengemeinde zum Verkauf des Grundstücks und Neubau auf der gegenüberliegenden Seite. „Wir haben damals beschlossen, dass die Kirche im Zentrum des Stadtteils bleiben soll“, sagte Dr. Ulrich Hafke, Ehrenamtlicher aus der Gemeinde. „Dass wir jetzt so einen tollen Neubau bekommen, ist auch ein Auftrag. Es liegt an uns, dort Leben einkehren zu lassen.“