Die unschuldigste Art, eine Beziehung aufzubauen
Die Gemeinden laden dazu ein, ihre Krippen zu besuchen
„Die Männer sind in der Krippe nicht das Wichtigste, aber ein bisschen Licht muss der heilige Josef schon bekommen“, sagt Propst Martin Tenge schmunzelnd und richtet den Scheinwerfer neu aus. Der Regionaldechant der Katholischen Kirche hat sich an diesem Nachmittag trotz vorweihnachtlich prall gefüllten Terminkalenders Zeit genommen, um selbst Hand anzulegen beim Aufbau der Krippe in der Basilika St. Clemens.
Zypressen, Lorbeer, Oleander und andere Pflanzen aus der Mittelmeerregion werden arrangiert, die Figuren von Maria, Josef und den Hirten im hölzernen Stall platziert, die Lichter justiert: Alles wird vorbereitet für die Ankunft des Kindes, das am Heiligen Abend erst in die Krippe gelegt wird. Für Propst Tenge haben diese Handgriffe eine symbolische Bedeutung: Sie stehen dafür, dass er sich auch innerlich auf Weihnachten vorbereitet. „Ich sage: Jesus, das mache ich heute für dich“, erklärt er.
Die katholischen Gemeinden in der Region Hannover laden in der Weihnachtszeit dazu ein, ihre Krippen zu besuchen – zu einem Gottesdienst oder einfach so. „Gott will mit uns in Beziehung treten“, sagt Propst Martin Tenge. „Dazu hat er die unschuldigste Art gewählt, die man sich denken kann: Er kommt als neugeborenes Kind.“ Krippen sind keine historischen Darstellungen, sie wollen das Herz der Menschen erreichen. Denn der Ausstrahlung eines neu geborenen Kindes kann sich kaum jemand entziehen.
Hier finden Sie eine Übersicht der Zeiten, wann die Kirchen in der Region für einen Krippenbesuch geöffnet sind.


