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20. Januar 2015
Eine Unterschrift, dann ist es besiegelt: Die LuWi und Misereor sind ab jetzt Partner. © kiz

Eine Unterschrift, dann ist es besiegelt: Die LuWi und Misereor sind ab jetzt Partner. © kiz

Gemeinsam für die Eine Welt

Von: Thomas Pohlmann

Ludwig-Windthorst-Schule ist Partnerschule des kirchlichen Hilfswerkes Misereor

Der Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt ist das Fundament einer neuartigen Partnerschaft: Die Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover ist jetzt offizielle Partnerschule des kirchlichen Hilfswerks Misereor. Im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges wurde eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

„Wir wollen gemeinsam unterwegs sein“, betont Monsignore Pirmin Spiegel bei der Unterzeichnung. In seinem Vortrag bekräftigt der Hauptgeschäftsführer von Misereor die Notwendigkeit für ein weltweites soziales Handeln: „Die Welt ist zerrissen in Arm und Reich. Viele Menschen haben nicht genug zum Leben.“ Spiegel weiß, wovon er spricht, denn er hat viele Jahre in Südamerika gelebt: „Ich habe Kinder gesehen, die auf einem Müllberg mit Aasgeiern und Wildschweinen um Essensreste gekämpft haben. Das Bild werde ich nie vergessen.“

Dabei, so der Misereor-Geschäftsführer, gebe es eigentlich genug für alle Menschen: „Wir dürfen nur nicht so viel wegwerfen.“ Die Zeit sei reif für ein Umdenken, gerade in der westlichen Wohlstandswelt. Der hiesige Lebensstil sei nicht globalisierbar – von einem solchen Bild müsse man sich verabschieden, mahnt Spiegel. Denn: „Wir wollen, dass alle Menschen in Würde leben können.“ Das Verantwortungsbewusstsein für genau dieses Wohlergehen aller Menschen zu wecken, ist ein Anliegen der Partnerschaft, die sich aus dem vielfältigen Engagement der Schule für arm gemachte und benachteiligte Menschen in nahen und fernen Teilen der Welt in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Als Partner von Misereor wird die Oberschule in Trägerschaft des Bistums die Impulse des Hilfswerkes aufgreifen und Solidaritätsaktionen durchführen. Dabei kann die Schule auf die Unterstützung durch das Hilfswerk zählen, wenn es darum geht, den Unterricht zu gestalten oder Aktionen durchzuführen. Auch werden Gäste aus den von Misereor unterstützten Projekten in die Schule kommen, um von der Lebenssituation der Menschen vor Ort und den Erfolgen der Projekte zu berichten.

Die Schule setzt mit der Vereinbarung einen Weg fort: „Wir richten unsere Augen schon seit langem auch auf die Benachteiligten und setzen uns für Solidarität in der einen Welt ein“, erklärt Schulleiterin Gabriele Herzberg. Künftig wird das auch von außen deutlich erkennbar – am Schild „Partnerschule von Misereor“, dass die Schulleiterin vom Misereor-Geschäftsführer in Empfang genommen hat.

Mit leeren Händen kehrt aber auch Spiegel nicht zurück nach Aachen. Gabriele Herzberg hat ihm einen Scheck in Höhe von 1000 Euro überreicht. Das Geld stammt aus dem Erlös zahlreicher Aktionen der Schule und soll der Flüchtlingshilfe von Misereor im Nahen Osten zugute kommen. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Frieden stärker ist als Gewalt“, sagt Herzberg.