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05. November 2010
Reinhold Fahlbusch (l.)führte Bischof Norbert Trelle (r.) durch den „fairkauf“. Der Gast aus Hildesheim zeigte sich beeindruckt vom erfolgreichen Konzept dieses sozialen Kaufhauses.

Reinhold Fahlbusch (l.)führte Bischof Norbert Trelle (r.) durch den „fairkauf“. Der Gast aus Hildesheim zeigte sich beeindruckt vom erfolgreichen Konzept dieses sozialen Kaufhauses.

Begrüßung vor dem fairkauf: Der Bischofsbesuch stieß auf mediales Interesse.

Begrüßung vor dem fairkauf: Der Bischofsbesuch stieß auf mediales Interesse.

Bischof Norbert stand RTL Rede und Antwort.

Bischof Norbert stand RTL Rede und Antwort.

„Hier treffen sie alle gesellschaftlichen Schichten!“

Bischof Trelle ist vom „fairkauf“ beeindruckt

„Und das ist alles second hand?“ fragte der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle bei einem Spontanbesuch im Sozialenkaufhaus „fairkauf“ in Hannover. Vorstandsvorsitzender Reinhold Fahlbusch konnte dem Bischof nicht ganz ohne Stolz antworten: „Ja. Wir verkaufen gespendete Haushaltswaren, Möbel, Kleidung, Bücher und Kindersachen für ein paar Euro. Und die Käufer haben nicht das Gefühl, Almosen zu bekommen, sondern es sich selbst zu leisten.  Das ist gut für das Selbstwertgefühl, besonders bei denen, die zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit keine großen Sprünge machen können.“ Dass im vergangenen Jahr ein Umsatz von 1, 2 Millionen Euro gemacht wurde, beeindruckte den Bischof. „Fairkauf ist ein gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit“, sagte der Gast aus Hildesheim, „denn entgegen dem Trend unserer Wegwerfgesellschaft werden hier Dinge, die noch gut erhalten sind, der Gesellschaft wieder zur Verfügung gestellt.“ Aber, wie Fahlbusch aufklärte, sind es nicht nur „Arme“, die im fairkauf einkaufen. „Hier treffen sie alle gesellschaftlichen Schichten. Die alleinerziehende Mutter mit drei Kindern kauft hier genauso ein wie die libanesische Flüchtlingsfamilie oder der Banker von nebenan. Es hat sich rumgesprochen“, so Fahlbusch, „dass es hier Ware von guter Qualität für wenig Geld gibt.“

Fairkauf ist mehr als nur ein Second-Hand-Laden. In dem Genossenschaftsunternehmen werden Langzeitarbeitslose wieder in das Berufsleben integriert und finden Qualifizierungsmaßnahmen statt. „Das ist das, was den fairkauf so einmalig macht“, sagte Fahlbusch. Zum Abschluss bekam der bischöfliche Gast auch ein kleines Geschenk mit auf den Weg, eine fairkauf-Brotdose. „Die kann ich beim Wandern gut gebrauchen“, freute sich Bischof Trelle und versprach, nicht das letzte Mal den fairkauf besucht zu haben: „Ich komme mit Sicherheit einmal wieder vorbei.“

(pkh)