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14. Juni 2015
Auch Bischof Norbert Trelle mischte beim Tafel- Experiment nach dem feierlichen Gottesdienst mit. © pkh/ Schulze

Auch Bischof Norbert Trelle mischte beim Tafel- Experiment nach dem feierlichen Gottesdienst mit. © pkh/ Schulze

„Voll Freude zurückschauen und voll Zuversicht vorausschauen“

Von: Marie Kleine

Die Katholische Kirche in der Region Hannover hat zusammen mit Bischof Norbert Trelle ein buntes Tafel- Experiment vor St. Clemens gefeiert. Zu bestaunen gab es im feierlichen Gottesdienst davor das Gründungsreliquiar des Bistums Hildesheim.

Mit einem Festgottesdienst und einer anschließenden bunten Tafel auf dem Kirchplatz der Basilika St. Clemens hat die Katholische Kirche in der Region Hannover heute zusammen mit dem Hildesheimer Bischof Norbert Trelle das 1200- jährige Bistumsjubiläum des Bistums Hildesheim gefeiert. „Geburtstag feiern heißt voller Freude zurückschauen und voller Zuversicht vorausschauen“, sagte Bischof Trelle in seiner Predigt vor 300 Gästen. Und er brachte auch ein Geschenk zur Feier mit: das Gründungsreliquiar des Bistums Hildesheim, ein in Silber gefasstes Stück vom Mantel der Gottesmutter Maria. Für Bischof Trelle nicht Ausdruck einer gestrigen Heiligenverehrung, sondern ein Symbol für etwas ganz anderes: „Wir tragen als Katholiken nicht vermoderte Reste und Überreste aus nostalgischen Gründen weiter, sondern wir tragen mit ihnen ein Symbol weiter, dass dafür steht, wie wir Kirche sein wollen. Der Mantel steht für das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Katholiken weltweit, wir sind ummantelt, miteinander verbunden und geschützt.“ Ein Gedanke, den er den Hannoverschen Katholiken ja nicht erklären müsse, denn sie hätten mit der Wollenen Kuppel auf St. Clemens zu Beginn des Jahres ja genau diesen Gedanken verfolgt.

Und vom schlechten Wetter verschont ging die Geburtstagsfeier dann auf dem Kirchplatz weiter: Hier wurde getreu dem Motto des Bistumsjubiläumsjahres „Ein heiliges Experiment“ das Tafel- Experiment begangen, bei dem jeder etwas zur Tafel beisteuerte vom Tisch über die Gabel bis hin zum Salat. Nichts war vorher geplant worden, sondern alles sollte sich spontan ergeben. Und tatsächlich hatte jeder etwas mitgebracht, es gab spanische Tortilla und traditionellen Marmorkuchen. Alles wurde geteilt und niemand ging leer aus – weder die Obdachlosen, die vom Tagestreff der Obdachlosen kamen,  noch der Bischof, der mit Kaffee und Würstchen versorgt wurde. Dazu spielte eine Dixie- Band. „Eine super Idee und tolle Musik“, lobte Bischof Trelle das Tafel- Experiment in Hannover.