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19. Dezember 2015

Weihnachtsgruß

Die Katholische Kirche in der Region Hannover wünscht ein Weihnachtsfest voller Freude und Besinnlichkeit und ein gesegnetes Neues Jahr 2016.

"Fürchtet Euch nicht, denn ich verkünde Euch große Freude."
Das Jahr 2015 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Unsicherheit und der Furcht: Fremdenhass, Pegida, Krieg, Flüchtlinge, Terroranschläge und Gefahr auch in Hannover, gesellschaftliche und kirchliche Krisen.
2015 war aber auch ein Jahr der großen Freude: Offenheit und Willkommen, Engagement in Gemeinden für Flüchtlinge und Jubiläum des Bistums, Zusammenhalt der Religionen in und um Hannover, Ökumene, Fronleichnam vor der Marktkirche, 19000 gegen Pegida in Hannover, großes Engagement für die Armen in unserer Stadt.
Die Weihnachtsgeschichte zeigt, dass jeder Mensch, egal ob ein Flüchtling oder hier geboren, arm oder reich, ein Quell der Freude sein kann – auch und gerade mitten in kritischen Situationen.
Es ist menschlich, in unbekannten Situationen ängstlich zu sein. So erlebten es die Hirten auf dem Felde, die vom Engel besucht wurden. Viele der „Großen“ in der Bibel versuchen, den Engeln Gottes aus dem Weg zu gehen, weil sie sich fürchten oder sich nicht bereit fühlen für den Auftrag Gottes. Darum sagt der Engel immer wieder: Fürchte dich nicht! – nicht vor Gott, nicht vor den Menschen und auch nicht vor deinem persönlichen Lebensauftrag.
Damit ist nicht gemeint, dass das Leben ohne Risiko ist und alles glatt läuft. Es geht aber um eine grundsätzliche positive Einstellung zum Leben, die sich in Freude und Vertrauen zeigt. Die Schwierigkeiten werden auch im Jahr 2016 nicht fehlen. Wenn aber die Zuversicht die Überschrift für das Leben ist, sehen wir die positiven Erfahrungen des Lebens offener und können die kritischen und schwierigen Erfahrungen besser in die Perspektive der Zuversicht einordnen.
Wir wünschen in diesem Jahr auf diesem Wege allen in der Stadt und der Region Hannover ein frohes und segensreiches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr 2016 und verzichten auf Kartengrüße, um das freiwerdende Geld der Flüchtlingsarbeit der Caritas einzusetzen.
Mögen wir die Stimme des Engels hören und spüren, wenn er immer wieder sagt: „Fürchte dich nicht!“.

Propst Martin Tenge