Zum Inhalt springen
Impressum | Login

News anzeigen

16. September 2015
Die Kirche St. Christophorus in Hannover- Stöcken ist an das Heimatwerk Hannover verkauft worden. © pkh

Die Kirche St. Christophorus in Hannover- Stöcken ist an das Heimatwerk Hannover verkauft worden. © pkh

Pfarrer Bernd Langer (sitzend l.) ist zufrieden mit dem gefundenen Käufer für St. Christphorus: „Für alle Teile der Gesellschaft lebenswerten Wohnraum zu schaffen – mit diesem Anliegen fühlen wir uns als Katholische Kirche verbunden.” © Heimatwerk

Pfarrer Bernd Langer (sitzend l.) ist zufrieden mit dem gefundenen Käufer für St. Christphorus: „Für alle Teile der Gesellschaft lebenswerten Wohnraum zu schaffen – mit diesem Anliegen fühlen wir uns als Katholische Kirche verbunden.” © Heimatwerk

Wohnungsbaugenossenschaft kauft Kirchengrundstück in Hannover- Stöcken

Von: Marie Kleine

Das Grundstück von St. Christophorus in Hannover-Stöcken ist in den Besitz der Wohnungsbaugenossenschaft Heimatwerk Hannover übergegangen. Die Genossenschaft möchte dort bezahlbare und sozial verträgliche Wohnungen bauen. Symbolisch bedeutsame Elemente der Kirche sollen erhalten und in das neue Gebäude integriert werden.

Der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Maria und der Vorstand des Heimatwerkes haben diesen Dienstag ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt, mit dem das Grundstück der St. Christophorus-Kirche am Stöckener Markt den Besitzer wechselt. „Wir sind uns sehr bewusst, dass der Besitzerwechsel dieses Grundstücks für viele Gemeindemitglieder ein tiefgreifender Einschnitt und eine hochemotionale Angelegenheit ist. Wir verstehen das und wir werden darauf Rücksicht nehmen“, sagte Heimatwerk-Vorstand Jürgen Kaiser. Dass die Wohnungsgenossenschaft die gebotene Sensibilität aufbringen kann, habe sie bereits mit einem ähnlichen Projekt in Garbsen bewiesen. Dort wurde vor wenigen Jahren die Katholische St. Johanneskirche rückgebaut, um eine Wohnanlage für Senioren zu schaffen.

 

Bereits 2009 hatte das Bistum Hildesheim im Zuge der Gemeindefusionen entschieden, die 1963 geweihte Kirche zu profanieren, um den Weg für einen Verkauf zu ebnen. In den darauffolgenden Jahren suchte die Gemeinde intensiv nach einem Käufer, dessen Konzept und Ideen für das überschüssige Grundstück sie überzeugen konnte. Der Pfarrer von St. Maria, Bernd Langer, ist nun überzeugt, mit dem Heimatwerk den richtigen Partner gefunden zu haben: „Die Genossenschaft ist eine katholische Gründung und folgt mit ihrem Wertesystem christlichen Grundsätzen. Als Genossenschaft fühlt sich das Heimatwerk der Gemeinschaft verpflichtet und schafft mit ihren Häusern für alle Teile der Gesellschaft lebenswerten und barrierefreien Wohnraum. Mit diesem Anliegen fühlen wir uns als Katholische Kirche verbunden.“

 

Neben der Integration von Kirchenfenstern, Kreuz und der Figur des Heiligen Christophorus in die neuen Wohnungen will das Heimatwerk auch der Caritas- Wohngruppe für Menschen mit Handicap, die derzeit im Pfarrhaus von St. Christophorus untergebracht sind, eine neue Bleibe bieten. Wie das genau aussehen wird, wird nun verhandelt: Nach dem Grundstückskauf wird das Heimatwerk jetzt mit der Stadt in Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung der Bebauung auf dem circa 3.500 Quadratmeter großen Grundstück treten. Bis dieses Verfahren abgeschlossen und die Kirche profaniert ist, kann die Gemeinde alle Räumlichkeiten im Gotteshaus und im Pfarrhaus uneingeschränkt nutzen. Nach einem feierlichen Profanierungsgottesdienst, bei dem alle wichtigen liturgischen Gegenstände aus der Kirche herausgetragen werden, stehen den Gemeindemitgliedern noch drei weitere Kirchen in ihrer Pfarrei zur Verfügung: St. Maria, St. Hedwig und St. Adalbert.