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02. Juni 2014
Basilikum, das Königskraut, passend zur Basilika (ursprünglich: die antike Könighalle) bekam Propst Tenge vom Dekanatspastoralrat.

Basilikum, das Königskraut, passend zur Basilika (ursprünglich: die antike Könighalle) bekam Propst Tenge vom Dekanatspastoralrat.

Den Gottesdienst begleitete der Propsteichor.

Den Gottesdienst begleitete der Propsteichor.

Gratulanten im Tagungshaus, darunter Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz (links am Tisch).

Gratulanten im Tagungshaus, darunter Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz (links am Tisch).

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

Propst Martin Tenge feierte sein 25. Priesterjubiläum

„Boah, du willst Priester werden? Toll!“ Vor 25 Jahren fühlte sich Martin Tenge von seiner ganzen Gemeinde unterstützt in seiner Berufswahl. Zu seinem  Priesterjubiläum blickte er am Sonntag im Gottesdienst zurück. Die Unterstützung seiner Gemeinde in Burgwedel habe ihn getragen - und auch manches Mal unter Erwartungsdruck gesetzt. Heute, bilanzierte er, ist das anders geworden: Wenn sich ein Mann für diesen Berufs- und Lebensweg entscheidet, hört er auch von engagierten Katholiken eher: „Hast du dir das wirklich gut überlegt?“ Der Beruf des Priesters und die Kirche haben ein Image-Problem, räumte Propst Tenge offen ein: „Wenn ich nach 25 Jahren noch höre:  „Sie sind doch noch ein junger Priester“, dann ist das zwar gut für mein Ego, aber nicht für die Kirche.“ Der aktuelle Zeitpunkt im Kirchenjahr zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, meint er, könne auch ein Bild für den Zustand der Kirche sein: Der Auferstandene ist nicht mehr sichtbar bei uns, aber den Geist, der  Vertrauen schenkt und neue Wege weist, spüren Christen vielfach (noch) nicht.

Beim anschließenden Empfang lobte Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz Tenges Engagement im interreligiösen Dialog: „Andere Städte beneiden uns um das gute Miteinander der Religionen. Das trägt zur Willkommenskultur in Hannover bei.“ Ali Faridi vom Rat der Religionen und Superintendent Thomas Höflich von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen pflichteten ihm bei. Die katholische Kirche, fand Höflich, bringe ein Stück Italien nach Hannover – nicht nur durch die barocke Architektur der Basilika, sondern auch mit katholischer Lebensfreude und Papst Franziskus als Sympathieträger. Das Miteinander der christlichen Kirchen, sagte Stadtsuperintendet Hans-Martin Heinemann, sei in Hannover so, „wie unser Herr und Meister es gewollt hätte“.