12 Frauen. 12 Orte. 12 Predigten.

Ein Ort ist in der Region Hannover

Zum zweiten Mal ruft die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) zum bundesweiten Predigerinnentag am 17. Mai 2021 auf. 12 Frauen, die als Geistliche Leiterinnen oder Begleiterinnen in der kfd aktiv sind, werden an 12 Orten bundesweit predigen – darunter ist Sr. Hildegard Faupel aus Springe.

Am Tag der Apostelin Junia (17. Mai) geht die kfd mit ihrer Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche wieder dorthin, wo es an Gleichberechtigung bislang fehlt: In die katholischen Kirchen. In der Pfarrkirche Christ König wird Sr. Hildegard Faupel, Geistliche Begleiterin der kfd in der Diözese Hildesheim, predigen im Wortgottesdienst zum Fest der Apostelin Junia am Montag, 17. Mai um 18 Uhr.

"Ich will ein Zeichen setzen: Frauen, die zur Glaubensverkündigung berufen und von der Kirche gesandt sind, sollten dies auch im öffentlichen Raum der Eucharistiefeier tun", betont Sr. Hildegard: "Jesus hat eine Frau, Maria von Magdala, beauftragt, die zentrale Botschaft von seiner Auferstehung seinen Jüngern und Jüngerinnen als Hoffnungsbotschaft für alle zu 'predigen'. Deshalb bin ich mir sicher, dass Frauenpredigten im Sinne Jesu sind. "

Wer war Junia? Junia war eine Apostelin, die Paulus in seinem Römerbrief (Röm 16,7) erwähnt. Sie war eine der ersten bekennenden Christinnen und kam wegen ihres Glaubens ins Gefängnis.

Warum Junia bis heute unbekannt ist? Junia war jahrhundertelang unsichtbar. Sie wurde im frühen Mittelalter aus den Schriften verbannt, indem man sie zum Mann machte. Junia wurde zu Junias. In den 1970er Jahren gelang der amerikanischen Theologin Bernadette Brooten die Wiederentdeckung der Junia. Doch bis zu ihrer Anerkennung dauerte es noch bis 2016. Seitdem ist Junia in der Einheitsübersetzung der Bibel sowie in der Lutherbibel als Frau benannt. Seit 2021 trägt auch das neue Mitgliedermagazin der kfd den Namen Junia.

Webhinweis: https://www.kfd-bundesverband.de/predigerinnentag2021