50 Jahre St. Christophorus Holtensen

Festgottesdienst mit anschließendem Empfang

Auf den alten Fotos sieht man Menschen durch den Schnee zur Kirche stapfen. Das Thermometer zeigte 23 Grad unter  Null. Es war einen Tag vor Weihnachten, als die Katholiken in Holtensen 1962 zum ersten Mal Gottesdienst in ihrer eigenen Kirche feiern konnten. Da lag der Vergleich einfach nahe, den Pastor Albert Goedde zog: So wie die heilige Familie nach langer Suche einen Zufluchtsort im Stall gefunden hatte, so hatten auch die Katholiken des Ortes am Deister jetzt ein spirituelles Zuhause.

Ein Stall war es  zwar nicht gerade, aber eine ehemalige Scheune, aus der die Kirche in Holtensen entstanden war. Wer genau hinsieht, kann das auch heute noch erahnen: Die Scheune stand mit der Schmalseite zur Straße, erklärt Albrecht Gesse vom Pfarrkreis Holtensen. Wo früher die beladenen Wagen durch das Tor fuhren, leuchtet jetzt ein buntes Glasfenster. In die Geschichte der Erfindungen hatte das Gebäude da ebenfalls schon Eingang gefunden:  Der lokale Unternehmer Heinrich Basse ließ ab 1910 hier Flugzeugpropeller aus einem von ihm entwickelten Sperrholz fertigen. Sogar die preußische Armee wurde Kunde des findigen Tüftlers.