Die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz

Das katholische Studierendenwohnheim Clemensburse feiert sein 50jähriges Bestehen

"Die Burse ist wirklich etwas Besonderes", sagt Tornike Murtskhualadze. Der 27-jährige Deutsch- und Politikstudent kommt aus Georgien und ist derzeit Heimsprecher des katholischen Studierendenwohnheims Clemensburse. Das Haus in direkter Nachbarschaft der Basilika St. Clemens feiert jetzt sein fünfzigjähriges Bestehen. Es hat sich in dieser Zeit einiges geändert, erzählt Heimleiterin Petra Büscher. Immerhin war das Wohnheim früher nur für Männer gedacht.

Heute leben hier 84 Studierende aus Deutschland und Serbien, aus Indonesien, dem Jemen oder aus dem Irak. 65 Prozent der jungen Männer und Frauen sind katholisch. Es gibt aber auch evangelische Christen, Buddhisten oder Muslime, sagt Petra Büscher. Gerade weil das Wohnheim katholisch ist, bedeutet das für uns, dass wir allumfassend und offen für alle Nationalitäten und Religionen sind. Den ausländischen Studierenden, berichtet sie, ist es sehr wichtig, auch deutsche Mitbewohner zu haben. Schließlich kommen sie nach Hannover, um Deutsch zu lernen.

Im Wohnheim gibt es 84 möblierte Zimmer, die jeweils mit Telefon, Internet und Waschbecken ausgestattet sind. Um hier zu wohnen, muss die Bewerberin oder der Bewerber einen Studierendenstatus haben. In seltenen Fällen, wie bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr, werden auch mal Ausnahmen gemacht.

Man kann die Menschen hier einfach so gut kennenlernen, das gefällt mir sehr, sagt der Student Michael Kahato aus Kenia. Gerade die Gemeinschaft komme in der Clemensburse nicht zu kurz. Wir kochen oft zusammen und essen dann gemeinsam, das ist wirklich schön, ergänzt seine Mitbewohnerin Teresa Feld aus Springe.

Informationen zur Burse und zur Zimmerbewerbung im Internet unter: www.clemensburse.de

Sophia Michalzik/pkh