Energiewende als Gemeinwohlpflicht

Die Katholische Erwachsenenbildung und das Kolpingwerk diskutieren über Energiepolitik

Noch vor der Katastrophe von Fukushima erregte das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (FiPH) Aufsehen mit der Stellungnahme Kirche, Kernenergie, Klimawandel. Darin kommen die Ethikexperten zu dem Schluss, dass Kernenergie das Gemeinwohl gefährde, denn sie hinterlässt künftigen Generationen eine Hypothek, deren Schuldlast nicht abzusehen sei. Dr. Eike Bohlken vom FiPH spricht jetzt auf zwei Veranstaltungen in Hannover über das Thema Energiewende als Gemeinwohlpflicht. Unsere Verantwortung für künftige Generationen.

Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Hildesheim widmet ihre Jahrestagung am Samstag, 5. November der Energiewende. Die Tagung im Katholischen Bildungszentrum St. Clemens (Leibnizufer 17b) will Vertreter von Philosophie, Umweltverbänden, Politik und Energiewirtschaft miteinander ins Gespräch bringen. Nach dem Impulsreferat von Eike Bohlken diskutieren Diakon Thomas Keller (BUND Niedersachsen), Dr. Peter Engelhard (RWE AG) und Ulrike Jungemann (Landkreis Rothenburg). Moderiert wird das Gespräch von Rüdiger Wala (Kirchenzeitung für das Bistum Hildesheim). Die Tagung dauert von 10 bis ca. 15 Uhr, die Teilnahme inklusive Mittagsimbiss kostet 15 Euro. Information und Anmeldung: Kath. Erwachsenenbildung in der Region Hannover e.V., Clemensstr. 1, 30169 Hannover, hannover(ät)keb-net.de, Tel. (0511) 1 64 05-40.

Auf der Herbstveranstaltung des Kolpingwerks, Bezirk Hannover am Samstag, 12. November wird Eike Bohlken einen etwas anderen Akzent setzen. In seinem Vortrag wird es insbesondere um die Frage der Schuld gehen: Sind die Generationen, die in den vergangenen Jahrzehnten tonangebend waren, ihrer Verantwortung gerecht geworden? Mir geht es nicht um eine Schuldzuweisung, sondern vor allem um die Frage, was wir jetzt anders machen müssen?, sagt der habilitierte Philosoph. Die Herbstveranstaltung beginnt um 13.30 Uhr im ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg. Den Abschluss bildet eine Heilige Messe zum Gedenken an die Verstorbenen im Kolping-Bezirk Hannover.

Annedore Beelte