Gottesdienst in der Mittagspause: Ashes to go
Aschermittwoch in der Basilika St. Clemens: Musik, Impulse, Stille – und ein Aschenkreuz zum Mitnehmen
Aschermittwoch – aber keine Zeit für einen Gottesdienst? Für Eilige und Berufstätige gibt es in der Basilika St. Clemens am Mittwoch, 18. Februar, von 12:00 bis 14:00 Uhr unter dem Leitgedanken "Ashes to go" zum zweiten Mal ein Aschekreuz zum Mitnehmen.
Am Altar teilt Propst Wolfgang Semmet gewissermaßen in der Mittagspause das Aschekreuz aus. Parallel dazu sind im Wechsel Musik (an der Orgel Regionalkantor Francesco Bernasconi) und kurze Texte zu hören, gefolgt von einem Moment der Stille. Zwischen 12 und 14 Uhr kann jede*r kommen und gehen, wie es gerade passt. So können sich Glaubende zur Vorbereitung auf den Empfang des Aschekreuzes kurz besinnen. Eingeladen sind Christ*innen, Zweifelnde und Nichtglaubende, Suchende und Fragende – wem das Aschekreuz noch fremd ist, kann um einen Segen bitten.
Zum Hintergrund: Beim Aschekreuz wird den Gläubigen mit der Asche des Osterfeuers vom vergangenen Jahr ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet, dazu gibt es eine kurze Erinnerung an die eigene Vergänglichkeit: „Gedenke Mensch, dass Du sterblich bist.“ oder „Staub bist Du und zum Staub kehrst du zurück.“. Oder es werden die Worte Jesu gesprochen „Kehr um und glaube an das Evangelium!“ (vgl. Markus 1,15b). Das Aschekreuz markiert den Beginn der Fastenzeit, der Vorbereitung auf Ostern, das Hochfest von Jesu Tod und Auferstehung.
Der Ritus, die Worte der Erinnerung und des Zuspruchs des Aschenkreuzes erinnern nicht nur an die eigene Sterblichkeit. Sie weisen auf die Hoffnung hin, die Gott verheißt. Mit der Asche kommt zum Ausdruck, dass Altes vergehen darf, damit Neues entsteht. Das Kreuz steht dafür, dass der Tod eben nicht das Ende ist, sondern der Beginn eines ewigen Lebens bei Gott. Das sind die Zusagen des Aschekreuzes, die frohe Botschaft dieses Zeichen und des Tages.
pkh/wal


