„Ich glaube“ – an das ewige Leben

Credo: Konzertreihe zum „Großen Glaubensbekenntnis“ in der Basilika St. Clemens | Samstag, 15. November:  "Credo: et vitam venturi saeculi – Ich glaube … an das ewige Leben.“ | Beginn: 18:30 Uhr.

Credo: Konzertreihe zum „Großen Glaubensbekenntnis“ in der Basilika St. Clemens vom 15. März bis 20. Dezember. Die Reihe greift mit neun Konzerten das gemeinsame Bekenntnis von orthodoxen, reformatorischen und katholischen Christ*innen auf. Achtes Konzert am Samstag, 15. November:  „Credo: et vitam venturi saeculi – Ich glaube … an das ewige Leben.“ Beginn: 18:30 Uhr.

Der November gilt als Monat für Tod und Trauer. Die Tage werden dunkler und immer kürzer, das Wetter ist oft trüb und trist. Auch in der Natur erlischt an vielen Stellen das Leben: Bäume verlieren ihre Blätter und die bunten Farben des Herbstes weichen einem dunklen Grün-Grau. Den Gedanken von Tod und Trauer nimmt das mittlerweile achte Konzert der Credo-Reihe in der Basilika St. Clemens am Samstag, 15. November, auf – und setzt die Verheißung des christlichen Glaubens dagegen. Überschrieben ist es mit „Credo: et vitam venturi saeculi – Ich glaube … an das ewige Leben.“ Beginn ist um 18:30 Uhr (Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover).

Seit März dieses Jahres widmet sich eine Konzertreihe dem „Großen Glaubensbekenntnis“. Das Gebet geht in seinem Ursprung auf das Konzil von Nicäa zurück, das im Jahr 325 – also vor 1700 Jahren – stattfand. Dieses Konzil, ein Zusammenkommen von Bischöfen, wird als einer der wesentlichen Bezugspunkte der Kirchengeschichte angesehen. Das Glaubensbekenntnis (Credo – „Ich glaube“) ist heute noch ökumenisch bedeutsam, weil es von orthodoxen, reformatorischen und katholischen Christ*innen geteilt wird. 

Für den Leiter der Konzertreihe, Regionalkantor Francesco Bernasconi, kommt zudem in der diese besondere Zeit des Gedenkens prägende Kirchenmusik ein zentraler Gedanke zum Ausdruck: „Der Tod ist eine Tür zur Ewigkeit.“ So findet sich im Programm des Konzertes unter anderem die Bach-Kantate „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (BWV 106). Bernasconi: „Dieses Werk, der Actus Tragicus, kombiniert die Vergänglichkeit des irdischen Lebens mit Hoffnung auf die Auferstehung.“ Der Regionalkantor und Organist an der Basilika St. Clemens verweist auf zentrale Aussagen und Verse wie „In Fried und Freud fahr’ ich dahin“, „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“.

In das Konzert eingebunden sind liturgische und besinnliche Elemente, die Propst Wolfgang Semmet, „Hausherr“ der Basilika St. Clemens, gestaltet. Dabei richtet sich der Blick auf den Psalm 84, der besonders anschaulich auf das tiefe Vertrauen der Christ*innen in das ewige Leben hinweist: „Wie liebenswert ist deine Wohnung“.

„Die Bach-Kantate ist ein Jugendwerk von Bach, noch im Geist des 17. Jahrhunderts komponiert“, erläutert Bernasconi. Der kirchenmusikalischen Epoche entsprechend werden weitere Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert zu hören sein. Die Werke von Dieterich Buxtehude, Heinrich Schütz und Johann Michael Bach, einem entfernten älteren Verwandten von Johann Sebastian Bach, spiegeln die Geschehnisse ihrer Zeit wider: die Erfahrungen von langen Kriegen und Seuchen wie der Pest, aber auch die Hoffnung auf das ewige, friedliche Leben bei Gott.

„Alle Werke sind tiefgründig und eher meditativ“, beschreibt es Bernasconi: „Es erwartet die Besucherinnen und Besucher eher zerbrechlich klingende Musik in einer dem November entsprechenden nachdenklichen Abenddämmerungs-Stimmung.“ Entsprechend wurde die Besetzung gewählt. Es spielt die Cappella Santa Croce in der Instrumentierung mit zwei Blockflöten, zwei Viole da gamba, und Violone. Es singen: Antonia Schnaidt (Sopran), Stina Raupers (Alt), Clemens Liese (Tenor), Florian Dengler (Bariton), Capella Santa Croce. Leitung und an der Orgel: Francesco Bernasconi.

Erstmals kommen im Altarraum aufgestellte mobile akustische Wände zum Einsatz: „Das erhöht ganz entscheidend die Klangqualität in der Basilika“, sagt Bernasconi. Wie immer ist der Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

pkh/wal