„Klingendes Italien“

Kooperationskonzert des Kammerorchesters Hannover und des Propsteichores St. Clemens im FORUM St. Joseph am 4. September

Wie klingt Italien? Dramatisch wie ein Opern-Arie, glockengleich wie ein Kirchenlied oder spannend wie eine Filmmelodie? Eine Antwort darauf gibt ein Kooperationskonzert am Donnerstag, 4. September, im Forum St. Joseph. Beginn ist um 19:30 Uhr (Isernhagener Str. 63, 30163 Hannover)

Für diese Kooperation unter dem Titel „Klingendes Italien“ haben sich das Kammerorchesters Hannover unter der Leitung von Hans-Christian Euler und der Propsteichor St. Clemens unter Leitung von Regionalkantor Francesco Bernasconi zusammengeschlossen. Übrigens unter Vermittlung des Generalkonsuls von Italien in Hannover, David Michelut. Das Konsulat hat auch die Schirmherrschaft über das Konzert übernommen. Michelut wird ein Grußwort sprechen.

Wie unterschiedlich Italien klingen kann, zeigt das Programm des Abends. Es umfasst weltliche und kirchliche Komposition, die vom Barock über die zeitgenössische Moderne bis hin zu Filmmusik des traditionellen Kinolandes Italien reichen. Mit „Autunno ad Ascoli“ findet sich eine Uraufführung des allerdings deutschen Komponisten Rainer Rubbert im Programm. Ebenfalls in Deutschland wenig gespielt und gesungen ist das Requiem op. 83 von Marco Enrico Bossi, aus dem der Introitus und der Tractus zu hören sein werden. Zwei Werke der 1947 geborenen italienischen Komponistin Ada Gentile bilden die Brücke zur Filmmusik.

„Musikalisch spannend ist zudem das Ave Maria von Gioachino Rossini, das wir unterstützt vom Kammerorchester singen werden“, betont der Leiter des Propsteichores St. Clemens, Francesco Bernasconi. Obwohl es als kirchliche Musik geschrieben wurde, hat das Werk eines der bedeutendsten italienischen Komponisten (1792-1868) mit seiner Harmonik und melodischem Einfallsreichtum alle Eigenschaften einer Arie: „Das ist sehr opernhafte Musik mit kirchlichem Inhalt.“

Für den Propsteichor geht es im Monat September italienisch weiter. Vom 19. bis zum 21. September wird zum zweiten Mal zu den Tagen italienischer Musik eingeladen. Unter dem Titel „Kennst du das Land?“ zum Auftakt ein Gesprächskonzert über 400 Jahre italienischer Oper im Museum August Kestner (19. September, 18:00 Uhr). Am Sonntag folgt die Fortsetzung des Credo-Reihe in der Basilika St. Clemens, bei unter dem Leitgedanken „Credo: et expecto resurrectionem“ (Ich erwarte die Auferstehung) aus Anlass des 100. Todestages des italienischen Komponisten und Organisten Marco Enrico Bossi Teile aus seinem selten aufgeführten Requiem zu hören sind (20. September, 18:30 Uhr). Die Tage schließen mit der musikalischen Martinee „Da camera e da chiesa“ mit einem Ensemble aus dem Atelier für Gesang Mika Bergmann (21. September, 11:15 Uhr, Basilika St. Clemens):

Das Kammerorchester Hannover wurde von Hans-Christian Euler 2005 als „Pro Artibus Hannover“ gegründet und 2018 umbenannt. Ein Schwerpunkt des Orchesters ist sowohl die Orientierung an der  historisch informierten Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts als auch die zeitgenössische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Der Propsteichor St. Clemens wirkt seit 2013 als Kirchenchor an der katholischen Basilika St. Clemens in der Calenberger Neustadt. Neben den liturgischen Aufgaben widmet sich das Ensemble der konzertanten Aufführung geistlicher Chor- und Orchestermusik.

  • Klingendes Italien: Kooperationskonzert des Kammerorchesters Hannover und des Propsteichores St. Clemens (Ltg. Francesco Bernasconi) im FORUM St. Joseph am Donnerstag, 4. September. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten.

pkh/Wala