„Erhebt eure Stimme!": Sternsingen für Kinderrechte – weltweit

Aktion Dreikönigssingen in der Katholischen Kirche in der Region Hannover

Rund um den Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar ziehen die Sternsinger*innen von Haus zu Haus, singen, bringen den Segen und sammeln Spenden für Kinder in Not – auch in der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Der Leitgedanke 2025: „Erhebt eure Stimme! – Sternsingen für Kinderrechte“ Die Aktion erinnert dabei an die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet Kinderrechtskonvention. Die verpflichtenden Grundrechte gelten für alle Kinder weltweit. Alle Unterzeichnerstaaten sind dazu verpflichtet, diese Grundrechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu achten, zu schützen und einzuhalten. In den vergangenen 35 Jahren hat sich weltweit schon vielgetan: Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren ist um etwa die Hälfte zurückgegangen, ebenso der Anteil unterernährter Kinder. Mehr Kinder als je zuvor gehen in die Schule. Die Kinderarbeit verringerte sich um etwa ein Drittel.

Dennoch ist die Not von Millionen Kindern weiterhin groß: 250 Millionen Kinder, vor allem Mädchen, gehen nicht zur Schule. 160 Millionen Kinder müssen arbeiten, rund die Hälfte unter ausbeuterischen Bedingungen. Jedes vierte Kind weltweit ist unterernährt. Mehr als 43 Millionen Kinder und Jugendliche sind auf der Flucht. Das ist die Botschaft der Aktion. Die Rechte von Kindern müssen also weiterhin gestärkt und ihre Umsetzung muss weiter vorangetrieben werden.

Wie im gesamten Bundesgebiet sind auch in der Katholischen Kirche in der Region Hannover zahlreiche Gruppen unterwegs, um dem den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an die Türen zu schreiben, über die Aktion zu berichten und Spenden zu sammeln. Dabei werden Gruppen auch alle Rathäuser in der Region Hannover besuchen, beispielsweise das Rathaus der Landeshauptstadt am 7. Januar. Bereits am 3. Januar machen Sternsinger*innen in diesem Jahr aus dem Bistum Osnabrück einen Besuch in der Staatskanzlei und im Niedersächsischen Landtag.

Das Sternsingen geht auf eine Tradition zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach, wie er in der Bibel (hier ist von drei Weisen bzw. Magiern oder Sterndeutern aus dem Morgenland die Rede) geschildert wurde. 1959 hat das Kindermissionswerk diesen Brauch wieder aufgegriffen und veranstaltet (seit 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend – BDKJ) die „Aktion Dreikönigssingen“.

Das Sternsingen gilt heute als die weltweit größte Hilfsaktion, bei der Kinder für andere Kinder sammeln, um Notlagen zu mildern. Rund 1,36 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger*innen seit dem Aktionsstart, mehr als 80000 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. 2024 waren im Bistum Hildesheim 125 Gemeinden und Gruppen aktiv und konnten über 950000 Euro sammeln.

pkh