Gemeinsames Osterfest der christlichen Kirchen

Ökumenischer Gottesdienst mit dem Heiligen Feuer aus Jerusalem

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hannover lädt zum ökumenischen Gottesdienst mit dem Heiligen Feuer aus Jerusalem ein – und zwar für Sonntag, 12. April, um 20 Uhr in der Aegidienkirche (Aegidienkirchhof).

13 Tage – das ist der Unterschied zwischen zwei Kalendern, die für christliche Kirchen Gültigkeit haben. Das ist zum einen die Zeiteinteilung, die auf Julius Cäsar zurückgeht, der julianische Kalender. Kirchenrechtlich ist er heute noch für die christlich-orthodoxen Kirchen bedeutsam. Nach diesen Kalender legen sie die kirchlichen Feiertage fest, sowohl die an ein Datum gebundenen Feiertage wie Weihachten als auch variierende Hochfeste wie Ostern.

Dann gibt es noch den gregorianischen Kalender. Den hat Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 gewissermaßen nachgearbeitet, um Kalenderungenauigkeiten zu beseitigen. Heute liegen der julianische und der gregorianische Kalender 13 Tage auseinander – mit steigender Tendenz. Denn durch die Ungenauigkeiten werden es in einigen Jahrzehnten glatte 14 Tage sein.

Zum einen heißt das: Alle Feste, die an fixen Terminen im Kirchenjahr gefeiert werden, sind zwischen der orthodoxen und der christlichen weströmisch-katholischen Kirche um 13 Tage verschoben. Weihnachten ist also immer später – oder früher, je nachdem von welcher Seite es betrachtet wird.

Bei Ostern kann das anders sein. Im letzten Jahr haben alle Christ*innen gleichzeitig Ostern feiern können, in diesem Jahr nicht. Das hat etwas mit der Berechnung des Osterfestes zu tun: denn Ostern hängt vom ersten Frühlingsvollmond ab. Das Konzil von Nizäa stellte im Jahr 325 für die Berechnung des Osterdatums die Regel auf, dass Ostern am ersten Sonntag nach dem Vollmond, der auf die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt, gefeiert wird. So kann es sein, dass von Zeit zu Zeit Ostern am gleichen Tag gefeiert wird. Unabhängig von „verschobenen“ Kalendern.

pkh/wal