Gottesdienste zu den Kar- und Ostertagen 2026
Über 250 unterschiedliche Gottesdienste in der Katholischen Kirche in der Region Hannover
Die Messe vom letzten Abendmahl, Kreuzwege, Karfreitag und Osternacht: Mit über 250 Gottesdiensten feiert die Katholische Kirche in der Region Hannover das Osterfest.
Von Gründonnerstag, 2. April, an werden in den 23 Pfarreien der Katholischen Kirche in der Region Hannover mit ihren 60 Kirchorten über 250-mal Menschen zum Gottesdienst zusammenkommen: zur Liturgie vom letzten Abendmahl, zu Beten und meditieren des Kreuzweges, zur Karfreitagsliturgie, zur Feier der Osternacht, zu den Gottesdiensten am Ostersonntag und zu Begegnungen am Ostermontag. „Wir feiern damit den längsten Gottesdienst der Welt, denn alles baut aufeinander auf“, sagt Propst Wolfgang Semmet, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover: „Die für uns drei heiligen Tage umfassen das letzte Abendmahl am Gründonnerstag, die Kreuzigung Christi am Karfreitag, seine Auferstehung und die Begegnung mit ihm in der Osternacht und am Ostermorgen. Die Hl. Messe am Gründonnerstag hat ein offenes Ende, die Karliturgie einen offenen Anfang und auch ein offenes Ende und erst der Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht endet mit dem feierlichen Schlusssegen.“
Das zeigt sich in der unterschiedlichen Gestaltung der Gottesdienste: Nach der Feier vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag, in der die Glocken und die Orgeln verstummen, laden zahlreiche Gemeinden zur Anbetung oder zu liturgischen Nachtwachen ein: zum Beispiel in der Krypta der Basilika St. Clemens, im Karmel St. Josef (Groß Buchholz), in Hl. Geist (Hannover-Bothfeld), in St. Franziskus (Hannover-Vahrenheide), in St. Maria Regina (Garbsen-Beerenbostel, mit einer Abschlussandacht um 6 Uhr) und in Zwölf Apostel (Langenhagen). Am Morgen des Karfreitags können Kinder einen ihnen entsprechenden Kreuzweg gehen, der an das Leiden und die Auferstehung Jesu erinnert – dazu laden unter anderem Hl. Engel (Hannover-Kirchrode), St. Godehard (Hannover-Linden), St. Nikolaus (Burgdorf) und St. Oliver (Laatzen) ein. Während der Karfreitagsliturgie um 15 Uhr ziehen die Mitfeiernden in einer Prozession zu einem auf dem Boden liegenden Kreuz zur Erinnerung an das Sterben Jesu am Kreuz. Vielerorts werden samstags Osterspeisen gesegnet.
In der Osternacht, am späten Samstagabend oder frühen Sonntagmorgen gefeiert, wird die neue Osterkerze gesegnet und erstmals entzündet. Vor der Kirche brennt ein Osterfeuer, die Kirchen selbst sind zu Beginn der Gottesdienste dunkel und wird im Laufe des Gottesdienstes mit Kerzen erleuchtet. Am Ostersonntag und Ostermontag klingen die zahlreichen Gemeinden die Ostertage mit einem gemeinsamen Frühstück und Ostereiersuche aus. So unter anderem in der Basilika St. Clemens (Cahlenberger Neustadt), St. Antonius (Hannover-Kleefeld), in Heilig Kreuz (Isernhagen-Altwarmbüchen) St. Bernward (Nienburg) und St. Marien (Mellendorf). Oder es finden Osterspaziergänge statt: Zum Beispiel am Ostermontag um 15 Uhr durch den neuen Stadtteil Kronsberg-Süd. Treffpunkt ist bei „Wolke 7 – Raum für Dich“ in der Rosalind-Franklin-Allee 80. Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag werden auch in polnischer, kroatischer, spanischer, italienischer, vietnamesischer, englischer, französischer und ukrainischer Sprache gefeiert.
„Die Zeichen sind oft sehr zurückhaltend, wenn wir unser wichtigstes Fest feiern“, betont Propst Wolfgang Semmet: „Wir segnen Osterspeisen, wir entzünden erstmals die Osterkerze, wir kommen zu Begegnungen zusammen.“ Aber all das unterstreicht die christliche Hoffnung auf erfülltem Leben und auf Frieden für die Welt: „Gemeinsamkeit ist stärker ist als Spaltung, gegenseitiger Respekt und Wertschätzung, sind nicht nur Wesenselemente von Demokratie, sondern auch von unserem Glauben.“ Propst Semmet selbst wird die drei heiligen Tage in der Basilika St. Clemens feiern, der Mutterkirche der Katholik*innen in Hannover. Musikalisch werden die Gottesdienste an Gründonnerstag um 19:30 Uhr, Karfreitag um 15 Uhr und am Ostermontag um 10 Uhr vom Propsteichor St. Clemens und Solist*innen unter Leitung von Regionalkantor Francesco Bernasconi gestaltet. Am Karsamstag wird um 22 Uhr die Osternacht gefeiert – mit Bernasconi an der Orgel.
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