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02. März 2020
Was wird vom DPR erwartet? Die Ergebnisse werden vor- und zusammengetragen | Foto: Wala

Was wird vom DPR erwartet? Die Ergebnisse werden vor- und zusammengetragen | Foto: Wala

Diskussion in Kleingruppen – diesmal nach "Zugehörigkeit" | Foto: Wala

Diskussion in Kleingruppen – diesmal nach "Zugehörigkeit" | Foto: Wala

Die Pinnwand ist gefüllt. | Foto: Wala

Die Pinnwand ist gefüllt. | Foto: Wala

Bedacht – beraten – beschlossen

Erste Vollversammlung des Dekanatspastoralrates (DPR) Hannover in 2020: Nachdenken, Gespräche und Debatten über Arbeitsfelder und Angebote, über Erwartungen an den DPR und über Berichte aus den Sachausschüssen. Und Freude über neue Mitglieder.

Neue Mitglieder des DPR

Mehrere Pfarrgemeinden in der Region Hannover hatten den turnusmäßigen Termin für die Neuwahlen der Gemeindegremien verschoben – um ein Jahr vom November 2018 auf November 2019.  Jetzt haben sich die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände oder die Pastoralräte konstituiert und ihre Vertreter*innen für den DPR gewählt und entsandt. So konnten Propst Christian Wirz, Regionaldechant und Vorsitzender des DPR und die zweite Vorsitzende, Felizitas Teske, auf der Vollversammlung erstmals Kerstin Felchner (St. Godehard, Hannover-Linden), Anette Heckmann (Sr. Maximilian Kolbe, Hannover-Mühlenberg), Timm Stellmacher (St. Oliver, Laatzen) und Christian Thoben (St. Heinrich, Hannover-Südstadt) begrüßen.

 

Arbeitsfelder und Angebote der Pastoralreferent*innen für das Regionaldekanat

Im Bistum Hildesheim besteht die spezifische Sendung von Pastoralreferent*innen darin, andere Getaufte in den Grundvollzügen der Kirche theologisch zu befähigen und zu begleiten. Das kann in der sogenannten Kategorialseelsorge erfolgen – beispielsweise im Krankenhaus, Gefängnis, Altenheim, in (Hoch)Schule, bei der Bundeswehr oder der Feuerwehr und Rettungskräften. Der andere traditionelle Arbeitsbereich von Pastoralreferent*innen liegt in den Dekanaten. Voraussetzung für die Tätigkeit ist ein Universitätsstudium der Katholischen Theologie und eine dreijährige Berufseinführung als Pastoralassistent*in, die mit einer 2. Dienstprüfung und einer Sendung durch den Bischof als Beauftragung für den Dienst abschließt.

Vor diesem Hintergrund stellen die die Pastoralreferent*innen Annette Burchardt, Lorenz Kutschke und Gregor Wessels sowohl ihre Arbeitsfelder als auch ihre Angebote – auch und vor allem für die Gemeinden und Verbände des Regionaldekanats – vor.

Die Arbeitsfelder liegen neben der Begleitung, Beratung und Unterstützung des DPR, des Dies Communis und des Regionaldechanten in allen Belangen des Dekanats vor allem in schwerpunktmäßig zwei Bereichen. Zum einen die theologische Aus- und Fortbildung in liturgischen Diensten (Kommunionhelfer, Lektoren, Wortgottesfeierleitung) oder zur Leiter*in von Beerdigungen. Zum anderen richtet sich das Augenmerk auf die sowohl fachlich wie spirituelle Begleitung von Kirchenentwicklungsprozessen im Dekanat. Aktuell kommt die Planung und Durchführung des Pastoralbesuchs von Bischof Heiner Wilmer hinzu.

Begleitung und Beratung sind entsprechend auch die zentralen Angebote, die an die Gemeinden und Verbände gemacht werden. Das umfasst wiederum fachliche wie spirituelle Aspekte, wie auch organisatorische Unterstützung, beispielsweise durch moderierende Tätigkeiten. Wichtig ist Annette Burchardt, Lorenz Kutschke und Gregor Wessels vor allem eines: „Kommen Sie auf uns zu, sprechen Sie uns an, was benötigt wird.“

 

Erwartungen an den DPR, Themenwünsche

Es wird wieder „gemurmelt“ im DPR: Kleingruppen finden sich zu diesem Tagesordnungsunkt zusammen. Diesmal aber nicht mehr oder weniger zufällig oderausgezählt, sondern nach „Gruppen“:  Pfarrer, Delegierte aus den Pfarreien und Missionen, Vertreter der Einrichtungen/Kategorialseelsorge/Orden/Berufsgruppen/Jugend und Verbände, Berufene und beratende Mitglieder. Aus ihrem jeweiligen Blickwinkel sollen sich vor allen an drei Leitragen orientieren: „Welche Erwartung habe ich an den DPR?“, „Was bringt er mir für mein Arbeitsfeld?“ und „Welche übergreifenden Themen sind mir wichtig?“. Diese Fragen sollen sicherstellen, dass die beiden zentralen Aspekte in der Arbeit des DPR – also sowohl der gesellschaftlich-(kirchen)politische als auch der spirituell-gemeinschaftliche – nicht zu kurz kommen. Die Ergebnisse werden auf Karten notiert, später im Plenum vorgestellt und an eine Pinnwand geheftet.

Aus der Fülle der Rückmeldungen, Erläuterungen und Karten lassen sich vier Schwerpunktbereiche herauslesen:

  • Von entscheidend-praktischer Bedeutung ist der Informationsfluss zwischen allen Beteiligten. Die Vernetzung untereinander ist eines der zentralen Elemente im DPR;
  • Konkret erhoffen sich die DPR-Mitglieder Ideen, Impulse, Hilfestellungen für die Arbeit vor Ort, in den Einrichtungen oder den Verbänden;
  • Diese Ideen und Vorhaben können und sollen aber auch eine „politische Dimension“ für Stadt und Land in der Region Hannover einnehmen. Beschlüsse, die der DPR fasst, Stellungnahmen, die der DPR abgibt diesen auch als Positionierung in der Öffentlichkeit;
  • Als wertvoll wird die praktische Arbeit in den Sachausschüssen empfunden. Dort oder durch kurzfristig einzurichtende Arbeitsgruppen, können Aktionen vorbereitet und durchgeführt werden, können Stellungnahmen erarbeitet und dem DPR zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Berichte aus den Sachausschüssen

Frau in der Kirche: Eine Gruppe, die den „Tag der Diakonin“ am 29. April im ökumenischen Kirchencentrum Hannover-Mühlenberg vorbereitet, hat die Arbeit aufgenommen. Ausrichter*innen: die sind die Katholische Frauengemeinschaft und der Katholischen Frauenbund. Der DPR unterstützt die Veranstaltung – „in Anerkennung und Würdigung des diakonischen Wirkens von Frauen in vielfältigen Zusammenhängen in unserer Kirche“.

Kirchenentwicklung: Die Treffen des Sachausschusses dienen zzt. in erster Linie dem Austausch und dem gemeinsamen Nachdenken über die unterschiedlichen Entwicklungen in den Pfarreien und an den Kirchorten des Regionaldekanates. Stärker in den Blick genommen werden sollen Erfahrungen und Entwicklungen der Gemeindeanalyse der evangelischen Kirche.

Ökumene und interreligiöser Dialog: Der Sachausschuss bereitet einen Fragebogen vor, mit dem der Sachstand der ökumenischen Zusammenarbeit und Aktionen in den Pfarreien erhoben werden kann.

Familie: 15 Engagierte haben an einem ersten Informations- und Vernetzungstreffen für die Erstkommunionvorbereitung teilgenommen. Ein Folgetermin ist für Mai vereinbart.  Themen werden voraussichtlich die sich ändernde Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen sowie die (auch materielle) Anerkennung des Einsatzes von Engagierten sein.

Caritas und Soziales: In den Mittelpunkt der Überlegungen rückt ein Flyer oder eine kleine Handreichung, die für Pfarrbüros die wichtigsten Adresse und Informationen zusammenstellt, mit denen vor allem Pfarrsekretärinnen bei Anfragen eine erste Orientierung für soziale Hilfen geben können.

Von: Rüdiger Wala