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02. Juli 2019
Der Startschuss zur 72-Stunden-Aktion fiel im Jugendpastoralen Zentrum Tabor.

Der Startschuss zur 72-Stunden-Aktion fiel im Jugendpastoralen Zentrum Tabor.

Benedikt Jäckel und Dorothee Langer beim Verteilen der der Aufgaben.

Benedikt Jäckel und Dorothee Langer beim Verteilen der der Aufgaben.

Schülerinnen der Ludwig-Windthorst-Schule säuberten unter anderem "Stolpersteine", die an während der NS-Herrschaft ermordete Jüdinnen und Juden erinnern.

Schülerinnen der Ludwig-Windthorst-Schule säuberten unter anderem "Stolpersteine", die an während der NS-Herrschaft ermordete Jüdinnen und Juden erinnern.

Die Gruppe St. Maximilian Kolbe der Deutschen Pfadfinder St. Georg (DPSG) aus Hannover-Mühlenberg baute im Garten der evangelischen Gemeinde St. Johannis in Empelde Möbel udn Spielgeräte für den Kindergarten zusammen. | Fotos. Wala

Die Gruppe St. Maximilian Kolbe der Deutschen Pfadfinder St. Georg (DPSG) aus Hannover-Mühlenberg baute im Garten der evangelischen Gemeinde St. Johannis in Empelde Möbel udn Spielgeräte für den Kindergarten zusammen. | Fotos. Wala

Die Welt ist ein bisschen besser ...

Über 200 junge Leute haben sich in Hannover an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Deutschen jugend (BDKJ) beteiligt – in der Stadt und der Region. Was ist davon geblieben? Nachfragen an Dorothee Langer und Benedikt Jäckel vom BDKJ.

Etwas über einen Monat ist die 72-Stunden-Woche jetzt her. Was ist besonders im Gedächtnis geblieben?

Dorothee:
Die Begegnungen mit den Teilnehmenden in den einzelnen Gruppen sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Bei unseren Besuchen erzählten sie voller Stolz von ihren Projekten und zeigten uns ihre Arbeit.
Selber war ich im Projekt der KSJ im Camelot aktiv. Die besten Erinnerungen sind da für mich, wie viel Spaß wir beim Streichen und Abschleifen der Wände hatten und wie wir dadurch als Gruppe noch weiter zusammengewachsen sind.

Benedikt:
Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir auf jeden Fall die Auftaktveranstaltung. Es war einfach toll zu sehen, mit wie viel Vorfreude und guter Stimmung, die über 100 Menschen auf den Start der Aktion gewartet und diesen dann wirklich auch gefeiert haben. Diese Stimmung hat sich für mich danach auch persönlich durch die gesamte Aktion getragen.

Wurden alle Projekte so umgesetzt, wie sie geplant waren oder gab es spontane Überraschungen?

Benedikt:
Es gibt im Vorfeld meistens nur ganz grobe Vorstellungen oder Erwartungen an die Projekte und die wurden, soweit ich das mitbekommen habe fast überall sogar übertroffen. Es gab Projekte, die zwar das Potential hatten Arbeit für mehrere Aktionen zu bieten, aber hier wurde einfach von den Gruppen alles gegeben was die Maschinen (und auch die Nerven der Nachbarn hergaben), um so viel wie möglich zu schaffen.

Wie war die Stimmung bei den Kindern und Jugendlichen?

Dorothee:
Ich bin total begeistert davon, wie gut die Stimmung in den einzelnen Gruppen war. Egal ob bei strahlendem Sonnenschein am Freitag, dem etwas kühleren Wetter am Samstag, ob drinnen oder draußen, ob mit Farbe beschmiert oder mit Staub bedeckt, nichts davon konnte  ihnen den Spaß und die gute Laune verderben.  

Kann eine solche Aktion auch ein bisschen Werbung für katholische Jugendarbeit sein?

Benedikt:
Ich denke, dass kann sie auf jeden Fall. Während dieser Aktion zeigt sich geballt in 72 Stunden alles, was (katholische) Jugendverbandsarbeit ausmacht. Im Sinne der christlichen Nächstenliebe sich zusammentun, auf Probleme aufmerksam machen oder Sie lösen, anderen helfen, aber auch Verantwortung übernehmen und sich Dinge zutrauen. Und natürlich nicht zuletzt Spaß bei der Sache haben und die Gemeinschaft genießen.

Es gab auch Besuche durch Politikerinnen und Politikern bei den Projekten. Wie war deren Eindruck?

Dorothee:
In Hannover haben Norbert Gast (Bündnis 90/ Die Grünen), Christopher Fink (SPD) und die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth (CDU) jeweils eine Gruppe in der Stadt Hannover besucht. Sie waren insbesondere von dem Engagement der Jugendlichen begeistert und sprachen ihren Dank aus, dass diese Kinder und Jugendlichen sich im Rahmen der 72h-Aktion sozial für andere engagieren. Auch ließen sie es sich zum Teil nicht nehmen, selbst mit anzupacken.

Wird das eine oder andere Projekt weiter fortgeführt? 

Benedikt:
Viele Projekte waren abgeschlossene Aktionen, die dann erstmal so für sich stehen bleiben. Allerdings geht die Dokumentation über Opfer der NS-Zeit aus Hannover (eine Aktion der Ludwig-Windthorst-Schule) innerhalb Hannovers auf Ausstellungstour, das Spielschiff in Neustadt am Rübenberge, für das während der Aktion alles vorbereitet wurde, steht jetzt und dank der Vorarbeiten im Camelot können die Jugendlichen dort jetzt ihre Räumlichkeiten farblich neu gestalten.

Hand auf's Herz: Welches Fazit zieht ihr?

Dorothee:
Ich kann nur Danke sagen, und habe einen riesigen Respekt vor alle Teilnehmenden und alle die bei der Organisation geholfen haben. Aktionen wie die 72 Stunden Aktion braucht es immer wieder, um der Gesellschaft zu zeigen, dass Kinder und Jugendliche die Umwelt bewusst mitgestalten, indem sie sich sozial engagieren. Ich hatte sehr viel Spaß und freue mich schon auf die nächste, hoffentlich bald kommende 72h-Aktion.

Benedikt:
Es war in der Vorbereitung nicht immer einfach, aber irgendwie hat man doch, egal wie stressig es gerade war, immer etwas Vorfreude auf die Aktion gehabt. Die Auftaktveranstaltung und die Besuche bei den Gruppen haben gezeigt wie viel Motivation Gutes zu tun in den Kindern und Jugendlichen steckt. Dafür haben sich die 72h auf jeden Fall gelohnt. Ich denke dem Motto „uns schickt der Himmel“ sind wir auf jeden Fall gerecht geworden.

Von: Rüdiger Wala