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28. Oktober 2019
Umjubelter Auftritt: Die Tanzgruppe Polonia auf dem Fest der Weltmission im Forum St. Joseph.  | Foto: Wala

Umjubelter Auftritt: Die Tanzgruppe Polonia auf dem Fest der Weltmission im Forum St. Joseph. | Foto: Wala

Aus aller Herren Länder: Ein Fahnenmeer beim Einzug in die Heilige Messe zum Abschluss des Monats der Weltmission.  | Foto: Wala

Aus aller Herren Länder: Ein Fahnenmeer beim Einzug in die Heilige Messe zum Abschluss des Monats der Weltmission. | Foto: Wala

In einer Ausstellung sind die Gewinner des Fotowettbewerbs des Bistum zu sehen. Thema: „Was ist deine Mission?“  | Foto: Wala

In einer Ausstellung sind die Gewinner des Fotowettbewerbs des Bistum zu sehen. Thema: „Was ist deine Mission?“ | Foto: Wala

Eine Diözese, gegründet von Schüler*innnen: Bischof John Thomas Kattrukudiyil aus dem nordindischen Itanagar | Foto: Wala

Eine Diözese, gegründet von Schüler*innnen: Bischof John Thomas Kattrukudiyil aus dem nordindischen Itanagar | Foto: Wala

Ein anderer Blick auf "Mission"

Abschluss des Monats der Weltmission im Bistum Hildesheim mit Fest, Folklore und Gottesdienst in Forum und Kirche St. Joseph in Hannover.

Papst Franziskus ist es zu verdanken: Der Heilige Vater hat den Monat Oktober zum außerordentlichen Monat der Weltmission erklärt. Der Leitgedanke: „Getauft und gesandt: Die Kirche Christi missionarisch in der Welt“. Dabei geht es dem Papst und der katholischen Kirche nicht um Bekehrung, sondern um etwas anders: Licht in die Welt zu bringen, andere aufzurichten.“

Nun wird der Abschluss dieses Monats der Weltmission auch im Bistum Hildesheim gefeiert – mit einem Fest und einem Gottesdienst in Forum und Kirche St. Joseph in Hannover. Alles dreht sich dabei um die Frage: „Was ist deine Mission?“ Das war auch der  Leitgedanke eines Fotowettbewerbs des Bistums. Nun werden die zwölf prämierten Bilder präsentiert. Es sind Fotos, die manchmal weit weg scheinen von Gottesdienst und Glaubensverkündigung – beim zweiten Blick aber enthüllen, was Menschen im Glauben trägt: Gemeinschaft, Vertrauen, Gottsuche, der Mut, sich als Christ zu zeigen.

Mission kann auch Umwege nehmen. Ein Gast des Festes ist Bischof John Thomas Kattrukudiyil aus dem nordindischen Itanagar. Seine Diözese wurde erst 2005 gegründet: „Als Priester und Ordensleute durften wir den Bundesstaat, in der heute unser Bistum liegt, jahrelang nicht betreten.“ Erst das Gründen einer Schule machte christliches Leben dort möglich – und später das Bistum: „So waren und so sind unsere Schüler die eigentlichen Missionare.“

Oder die Vorbereitung auf die Erstkommunion: Für Maribel Weiler Vacas aus der spanischsprachigen Gemeinde Hannover ist das ihre Mission: „Ich kann den Kindern meine Liebe zu Jesus zeigen, ihnen davon erzählen, dass Gott unter uns ist.“

Oder die Begegnung im Gebet:  Ivana Subotic berichtet von einer internationalen Jugendbegegnung im Bistum: „Auch wenn wir in verschiedenen Sprachen gebetet haben, haben wir uns verstanden“, betont die Maschinenbaustudentin mit kroatischen Wurzeln.

Was also macht einen Missionar aus? Bischof Michael Wüstenberg hat im abschließenden Gottesdienst darauf eine Antwort: „Ein Missionar geht achtsam auf den anderen zu, hört zu und spricht dann erst gut überlegt.“ Werte, die seiner Auffassung nach in der Gesellschaft verloren gehen. Mission bedeute Beteiligen und Ermöglichen 

Stichwort „Licht in die Welt bringen“: Liturgisch findet das Fest der Weltmission seinen Abschluss in einer Lichterprozession aus der Kirche St. Joseph. Getauft und gesandt. Hinaus in die Welt.

Von: Rüdiger Wala