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18. Juli 2017
Für Gabriele Herzberg ist nach 40 Jahren Schule und 13 Jahre als Schulleiterin der „Schulweg“ jetzt zu Ende gegangen. © privat

Für Gabriele Herzberg ist nach 40 Jahren Schule und 13 Jahre als Schulleiterin der „Schulweg“ jetzt zu Ende gegangen. © privat

Ende einer Ära an der Ludwig-Windthorst-Schule

13 Jahre lang hat Schulleiterin Gabriele Herzberg die Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover geprägt. Aus der ehemaligen Haupt- und Realschule machte sie eine Oberschule mit gymnasialem Angebot und Ganztagsbetreuung.

 

Die langjährige Schulleiterin der Ludwig-Windthorst-Schule (LuWi), Gabriele Herzberg, wird im kommenden Schuljahr nicht mehr an die Schule zurückkehren. Der Grund: Nach 40 Jahren als Lehrerin und 13 als Schulleiterin der LuWi ist sie in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika St. Clemens, der von Weihbischof em. Hans-Georg Koitz geleitet wurde, nahmen rund 300 Weggefährten von ihr Abschied. Weihbischof Koitz dankte ihr, dass sie ein „brennendes Herz“ für die Schule gehabt habe. Propst Martin Tenge betonte, Herzberg habe die Schule als „Kirchort ohne Kirchturm“ interpretiert. „Die Schule als einen Ort der Kirche zu verstehen, war Ihnen immer ein großes Anliegen“, sagte er. „Wir sind dankbar, dass Sie so viel bewegt haben in den vergangenen Jahren und die Schule zukunftsfähig aufgestellt haben.“

Frau Herzberg dankte im Anschluss an die Messe beim Empfang in der Mehrzweckhalle der Schule vor rund 200 Gästen dem Kollegium der Schule für seine Reformbereitschaft und Willen zur Fortbildung. „Gemeinsam konnten wir unsere Schule zu einer Oberschule mit einem überzeugenden pädagogischen Konzept entwickeln“, sagte sie. Der Weg von Haupt- und Realschule hin zur Oberschule mit gymnasialem Angebot, die Entwicklung einer offenen Ganztagsschule und das Einführen des pädagogischen Konzeptes des „Neuen Lernens“ seien in den 13 Jahren eine große Herausforderung gewesen. „Frau Herzberg hat die Schule nicht nur baulich mit den zahlreichen Sanierungen weiterentwickelt, sondern auch innerlich neu aufgestellt“, fasste es Siegfried Heinemann zusammen, der Frau Herzberg als Konrektor zu Seite gestanden hat. „Der gute Ruf, den die LuWi in Hannover derzeit genießt, hat viel mit dieser Neuausrichtung zu tun.“

Herzberg selbst fällt der Abschied schwer: „Wehmut und Dankbarkeit – diese beiden Begriffe bringen es wohl auf den Punkt“, sagte sie. Sie werde die vertraute Gemeinschaft an der Schule sehr vermissen. „Die Schüler werde ich am meisten vermissen“, sagte sie. Ihr Beruf habe ihr bis zuletzt große Freude bereitet. Gleichzeitig sei sie froh, mit den Mitarbeitern der Schule, dem Team der Schulpastoral und den Eltern so weit gekommen zu sein. Auch dem Schulträger, der Gemeindeberatung des Bistums, Propst Tenge und dem Katholischen Schulverband Hannover sei sie sehr dankbar. „Immer wieder konnte ich das Eingebundensein in unsere Glaubens- und Lebensgemeinschaft spüren“, sagte sie. Der LuWi wünscht sie, dass sie insbesondere die kommenden drei Jahre, in denen die Haupt- und Realschulklassen auslaufen, gut gestaltet. „Der Leitspruch unserer Schule ist vom Propheten Jeremia: Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“, sagte sie augenzwinkernd. Ein Nachfolger ist für ihre Stelle als Schulleiterin noch nicht gefunden worden. „Das ist derzeit auch nicht ganz einfach. Es gibt aktuell in ganz Niedersachsen an Schulen Probleme, Schulleitungen neu zu besetzen“, sagte Konrektor Heinemann. Er wird darum die Schule zunächst kommissarisch leiten.

Kurz vor ihrem Ruhestand stieß Herzberg übrigens noch ein weiteres Projekt für die Zukunft an: Das Schulkonzept wurde überarbeitet und ein neues Schullogo erschaffen. Unter ihm steht jetzt das neue Schulmotto: „Lebendig. Solidarisch. Christlich.“

 

 

Von: Marie Kleine