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29. April 2020
Die "lern.bar", bisher ein Nachmittagsangebot im jugendpastoralen Zentrum Hannover, geht jetzt online. | Bildschirmfoto: Wala

Die "lern.bar", bisher ein Nachmittagsangebot im jugendpastoralen Zentrum Hannover, geht jetzt online. | Bildschirmfoto: Wala

Hausaufgabenbetreuung per Bildschirm

Tabor Hannover: Die „lern.bar“ des jugendpastoralen Zentrums geht online. Ein Angebot für Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn.

Es wird noch eine Weile dauern, bis alle Kinder und Jugendlichen wieder halbwegs verlässlich zur Schule gehen können. Bis dahin ist Unterricht auch eine Sache von Aufgaben, die zu Hause bewältigt werden müssen. Aber wo gibt es Hilfe und Unterstützung? Denn auch die Treffpunkte, die Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe geben, sind noch geschlossen.

So auch das TABOR, das jugendpastorale Zentrum der katholischen Kirche mitten in Hannover. Eines der Herzstücke des Angebots war bisher die „lern.bar“. An vier Tagen in der Woche konnten dort Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn Unterstützung bei den Hausaufgaben und sogar Nachhilfe bei größeren Lernschwierigkeiten finden. Kostenlos. Angefragt waren dabei vor allem Mathematik und Sprachen. Eine Sache des Ehrenamtes, denn die Hilfestellung erfolgte durch ältere Schülerinnen und Schüler oder durch Studierende, den Teamer*innen.

Jetzt geht die „lern.bar“ online, „Wenn Schule überwiegend im Internet stattfinden muss, dann geht das auch mit Hausaufgabenbetreuung“, betont Schwester Birgit Stollhoff, die Leiterin des TABOR. Die Idee dazu hatte Nils Dreckkötter, der sich im Zentrum um die Schulpastoral kümmert: „Anlass waren Fragen, wie man die Eltern in dieser Zeit entlasten kann und den Kids helfen kann“, sagt Nils Dreckkötter

Die Ordensfrau der Congregatio Jesu und Nils Dreckkötter konnten dabei auf die Unterstützung und das Fachwissen der oftmals langjährigen Teamer*innen und der Jugendpastoral des Bistums zurückgreifen. So wurde abgefragt, welche Programme und Technik den bisher das Angebot nutzende Schülerinnen und Schülern zu Verfügung steht. „Dadurch konnten sie und ihre Teamer oder Teamerin ganz konkrete Lösungen finden“, erläutert Sr. Birgit.

Zusätzlich wurde noch eine offene Sprechstunde ohne Anmeldung zu den bisher üblichen Öffnungszeiten der „lern.bar“ eingerichtet  montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr unter „Tabor.Hannover“. Dabei kommt Videotelefonie zum Einsatz: „Wir wissen, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler dafür geeignete Geräte haben.“ Daher können im Tabor Tablet-Computer ausgeliehen werden.

Mit dem neuen Angebot werden besondere zwei Stärken der „lern.bar“ jetzt auch online möglich. Zum einen: „Der Betreuungsschlüssel war immer sehr hoch, auf einen Teamer oder eine Teamerin kamen drei oder vier Kinder oder Jugendliche.“ Jetzt wird, wenn auch ausschließlich per Bildschirm, im Einzelunterricht geholfen. Aber neben der Unterstützung komme ein Zweites hinzu – und das ist nach Einschätzung von Sr. Birgit nicht weniger wichtig: „Die Teamer*innen sind für die Jüngeren wichtige Vorbilder und Ansprechpartner, in etwa wie ältere Cousinen oder Cousins.“ Kinder und Jugendliche, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten durch das Kontaktverbot stark eingeschränkt sind, bekommen so noch einen weiteren sozialen Kontakt, der nicht Familie oder Schule ist.

Eltern oder Jugendliche, die Interesse haben, können sich per E-Mail an die Hauptamtlichen des Tabors wenden. Nach einem ersten Gespräch werden die passenden Teamer*innen vermittelt.

Kontakt wahlweise über Nils Dreckkötter (E-Mail: nils.dreckkoetter(at)jupa-hannover.de) oder Sr. Birgit Stollhoff (E-Mail: birgit.stollhoff(at)jupa-hannover.de).

Weitere Infos auch unter: www.jupa-hannover.de. Das Tabor-Team ist auch telefonisch von Montag-Donnerstag von 09.00-17.00 unter 0511-9098610 erreichbar.

Von: Rüdiger Wala