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11. September 2020
Eine Erste Hilfe Ausbilderin der Malteser macht die Herz-Lungen-Wiederbelebung vor. Aus hygienischen Gründen trägt sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. | Foto: Malteser/Georg Seeger

Eine Erste Hilfe Ausbilderin der Malteser macht die Herz-Lungen-Wiederbelebung vor. Aus hygienischen Gründen trägt sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. | Foto: Malteser/Georg Seeger

Helfen lernen – auch in Zeiten von Corona!

Auch die Corona-Pandemie ändert nichts daran, dass alle Menschen zur Ersten Hilfe verpflichtet sind. Zum Tag der Ersten Hilfe am Samstag, 12. September 2020, warnen die Malteser vor einem coronabedingten Ersthelfer-Engpass.

Wochenlang stand die Welt in der Corona-Schockstarre. Mit Ende des Lockdowns starteten die Malteser wieder ihr Erste Hilfe-Kursangebot. Zum Tag der Ersten Hilfe weisen die Malteser auf die besondere Bedeutung von Ersthelfern hin. „Im Ernstfall werden Helfer benötigt, die in der Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe mit Rat und Tat am Einsatzort sind“, sagt Dr. Vera Metze, Diözesanausbildungsreferentin bei den Maltesern in der Diözese Hildesheim. Seit Juni werden bei den Maltesern wieder Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Vera Metze begrüßt das, warnt aber auch: „Durch die pandemiebedingten länderrechtlichen Auflagen ist die Zahl der Teilnehmenden je Kurs eingeschränkt. Das kann auf lange Sicht zu fehlenden Helfern in den Unternehmen, Institutionen und auf den Straßen führen.“

Personen, die einen Erste-Hilfe-Kurs machen wollen, ermutigt die Ausbildungsexpertin, dieses auch zu tun, denn das Hygienekonzept in den Kursen ist sicher für die Teilnehmer: „Den Maltesern ist die Gesundheit und Sicherheit ihrer Gäste sehr wichtig. Wir setzen die Vorgaben der Länder und Berufsgenossenschaften sowie unsere eigenen Hygienemaßnahmen uneingeschränkt um.“ Dazu gehört auch das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und erweiterte Pausenzeiten. In den Räumlichkeiten wird darüber hinaus für ausreichend Belüftung gesorgt. „Wir bilden Freiwillige aus, die anderen Menschen helfen. Dabei ist auch der Eigenschutz wichtig, gerade in Pandemiezeiten“, erklärt Vera Metze.

Das Kurskonzept ist dabei inhaltlich weitgehend unverändert. „In den Kursen ist es wichtig, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie die Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung und auch das Anlegen eines Druckverbandes zu üben“, so die Malteser-Ausbildungsreferentin. Dafür wurden spezielle Übungsmethoden entwickelt, die den direkten Kontakt der Kursteilnehmer untereinander vermeiden. Zudem wird auf regelmäßige Desinfektionen und die zusätzliche Nutzung von Einweghandschuhen auch durch die Teilnehmenden geachtet. „Jeder, der in unsere Kurse kommt, kann sich sicher fühlen. Und jeder, der unseren Kurs verlässt, ist sicher in Erster Hilfe.“ Die Malteser raten, alle zwei Jahre die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Anmeldung zu Erste-Hilfe-Kursen bei den Maltesern:

www.malteser-kurse.de

Von: mhd