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25. Oktober 2016
Zum Abschied aus Hannover bekommt der Fußballfan Kaplan Timm Keßler (45) im Anschluss an seinen letzten Gottesdienst als Schulseelsorger ein Trikot vom Kollegium der St. Ursula- Schule geschenkt. © pkh

Zum Abschied aus Hannover bekommt der Fußballfan Kaplan Timm Keßler (45) im Anschluss an seinen letzten Gottesdienst als Schulseelsorger ein Trikot vom Kollegium der St. Ursula- Schule geschenkt. © pkh

Kaplan Timm Keßler (45) spielt gerne Fußball und kickert mit den Jugendlichen im Tabor. Den Café- Bereich im Zentrum hat er im Laufe seiner Zeit als Leiter umgestaltet: „Die Jugendlichen sollen sich hier wohlfühlen wie ein zweites Zuhause.“ © pkh

Kaplan Timm Keßler (45) spielt gerne Fußball und kickert mit den Jugendlichen im Tabor. Den Café- Bereich im Zentrum hat er im Laufe seiner Zeit als Leiter umgestaltet: „Die Jugendlichen sollen sich hier wohlfühlen wie ein zweites Zuhause.“ © pkh

Kaplan Keßler verlässt Hannover

Der bisherige Leiter des Jugendpastoralen Zentrums Tabor und Jugendseelsorger des Dekanats Hannover, Kaplan Timm Keßler, wird noch diesen Monat die niedersächsische Hauptstadt verlassen: Er wird ab Januar die Pfarrei in Stade im Dekanat Unterelbe übernehmen.

 

„Ich hatte schon immer vor Augen, irgendwann mal eine Gemeinde zu leiten. Mittlerweile bin ich ja auch schon Mitte 40 – da sollte man den Absprung aus der Jugendarbeit schaffen“, sagt Kaplan Keßler. „Ich bin meinem Team und den Kollegen sehr dankbar für die gemeinsame Zeit in Hannover. Ich habe hier viel gelernt.“

Kaplan Keßler, der sechs Jahre in Hannover war, war außerdem als Schulseelsorger an dem Gymnasium St. Ursula- Schule tätig. Dort und im Tabor begleitete er einige Jugendliche auch viele Jahre lang. „Durch die Jugendlichen, mit denen ich gearbeitet habe, habe ich auch viel gelernt darüber, wie ihr Leben aussieht. Sie können uns als Kirche viel geben, was Glaube angeht“, sagt er. „Viele meinen immer, die Jugendlichen sind nicht da. Aber sie sind doch da, nur nicht dort, wo die klassische Gemeinde ist. Sie glauben und haben ihre Fragen ans Leben. Dass sie das mit mir geteilt haben, hat mich sehr beeindruckt.“ Bei seiner Verabschiedung an der St. Ursula- Schule bekam er ein Fußballtrikot von Hannover 96 mit der Nummer Sieben in Erinnerung an die Fußballmannschaft des Kollegiums der Schule. Dort hatte Kaplan Keßler mit der Nummer Sieben mitgespielt.

Kaplan Keßler wurde 2008 zum Priester geweiht. Zuvor hatte er zehn Jahre als Sparkassen- Kaufmann gearbeitet und war bei der Bundeswehr. Sein Studium absolvierte er in der Nähe von Bonn, seine ersten Kaplansjahre in einer Gemeinde in Duderstadt. Dem Tabor wünscht er als bald ehemaliger Leiter, dass es sich weiterentwickelt, auch wenn die bisherigen Angebote wie Hausaufgabenbetreuung, Konzerte und kreativ- spirituelle Veranstaltungen gut besucht sind. „Es wäre nicht gut, wenn ich in zwei Jahren zu Besuch komme und alles noch so ist, wie jetzt. Stillstand in der Jugendpastoral wäre tödlich.“

An seinem neuen Wirkungsort, der Gemeinde Heilig Geist Stade mit fünf Kirchorten, 130 Ortschaften und rund 9.500 Gläubigen, steht schon ein Projekt fest in seinem Kalender: Das Pfarrhaus muss saniert werden und kann noch nicht von ihm bezogen werden. „Aber ansonsten möchte ich ganz offen ankommen und mich einleben“, sagt der passionierte Sportler, der neben Fußball oft auch Laufen geht und einmal im Jahr zum Skifahren aufbricht. Sein Nachfolger für das Tabor steht noch nicht fest. Allerdings wird derzeit vom Bistum Hildesheim ein Gemeindereferent für das Zentrum gesucht.

 

Die Verabschiedung von Kaplan Timm Keßler wird im kleinen Kreis Ende dieser Woche stattfinden. In Stade wird er offiziell am Sonntag, 8. Januar 2017, um 15 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Kirche Heilig Geist (Timm- Kröger- Straße 16) eingeführt.

 

 

Von: Marie Kleine und Carla Peppermüller