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14. März 2020
Foto: Wala

Foto: Wala

Keine Gottesdienste, keine Veranstaltungen mehr

Wegen Corona-Epidemie: Bistum Hildesheim setzt bis auf Weiteres alle Gottesdienste und Veranstaltungen aus / Kirchen bleiben nach Möglichkeit geöffnet

Keine Gottesdienste, keine Veranstaltungen mehr: "In Rücksprache mit den zuständigen Behörden ordne ich an, alle Gottesdienste und alle anderen Veranstaltungen bis zum Widerruf vollständig auszusetzen" erklärt heute (Samstag, 14. März) Generalvikar Martin Wilk in einem Schreiben an die Gemeinden, Mitarbeiter*innen, Priester und Diakone im Bistum Hildesheim. Das betrifft natürlich auch alle 23 katholischen Kirchengemeinden mit ihren insgesamt 61 Kirchorten in der Region Hannover. Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zum privaten Gebet geöffnet bleiben.

Bischof Heiner Wilmer erteilt für diese Zeit allen Gläubigen eine Dispens von der Sonntagspflicht: "Die Tatsache, dass wir in der jetzigen Situation keine Gottesdienste feiern können, ist für mich und für uns alle sehr schmerzhaft", sagt Bischof Wilmer in einer Videobotschaft.

Zum Hintergrund der Entscheidung erläutert Generalvikar Wilk, dass im Blick auf die Gottesdienste, selbst wenn sie mit kleineren Gruppen gefeiert werden, behördlichen Auflagen nicht erfüllt werden können. Das betrifft beispielsweise das Führen von Namenslisten den Sicherheitsabstand von Teilnehmenden und vor allem die Bitte, dass Personen, die zur Risikogruppe gehören (ältere Menschen, Menschen mit Grunderkrankungen), nicht an den Veranstaltungen teilnehmen sollten.

Bereits am Vortag (Freitag,13. März), hatte das Bistum Hildesheim alle öffentlichen Veranstaltungen der Diözese bis zum 15. Mai 2020 abgesagt. Darunter fällt insbesondere die Chrisam-Messe am 8. April 2020 im Dom, zu der jährlich mehrere tausend Kinder, Jugendliche und deren Begleitpersonen nach Hildesheim kommen. Auch der mit 600 Teilnehmer*innen geplante "Synodale Tag" am 2. Mai wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Bis zu den Sommerferien wurde alle Feiern der Erstkommunion und Firmungen ausgesetzt. Stattfinden werden jedoch Beerdigungen. Dabei müssen jedoch die von den zuständigen Behörden geltend gemachten Bedingungen eingehalten werden.

Auch Kindertagesstätten und Schulen bleiben geschlossen

Von Montag an ruht auch der Unterricht in den katholischen Schulen in Hannover und der Region. Auch Tage religiöser Orientierung entfallen; Praktika werden ausgesetzt und nicht fortgeführt. Nach Anordnung der Landesregierung soll die Maßnahme bis zum 18.04 gelten. Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Diese Empfehlung des Kultusministeriums werden die katholischen Schulen nach Bedarf folgen.

Auch die katholischen Kindertagesstätten in Hannover und der Region bleiben im gleichen Zeitraum wie die Schulen geschlossen. Hier können ebenfalls Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

„Die von uns getroffenen Entscheidungen dienen dem Schutz der Menschen, die in unserem Bistum am kirchlichen Leben teilnehmen. Durch die Absage von Veranstaltungen verringern wir die Ansteckungsgefahr. Es sind Vorsichtsmaßnahmen, für die ich um Verständnis bitte“, betont Generalvikar Martin Wilk.

Das Bistum Hildesheim orientiert sich in seinem Handeln an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der zuständigen Behörden zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Ein Krisenstab unter Leitung von Generalvikar Martin Wilk beurteilt regelmäßig die aktuelle Lage in Bezug auf die Ausbreitung des Krankheitserregers und entscheidet im Bedarfsfall über weitere Schritte.

Lesen Sie hier das Schreiben von Generalvikar Martin Wilk: Klick

Sehen Sie hier die Videobotschaft von Bischof Heiner Wilmer: Klick

Sie konnen den Text der Botschaft hier Nachlesen: Klick

Weitere Informationen über Maßnahmen gegen Ausbreitung des Coronavirus finden Sie hier: Klick

Von: Rüdiger Wala