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03. Mai 2018
Mit dem Kippa-Walk am Freitag, 4. Mai, in Hannover wird eine Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt: Hannover sagt NEIN!

Mit dem Kippa-Walk am Freitag, 4. Mai, in Hannover wird eine Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt: Hannover sagt NEIN!

Kippa-Walk gegen Antisemitismus

„Antisemitismus? Hannover sagt NEIN!“ Unter diesem Leitgedanken sind alle, die ihre Solidarität mit den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern zeigen wollen, am Freitag, 4. Mai um 16 Uhr zum „Kippa-Walk“ eingeladen. Auch Propst Martin Tenge für die Katholische Kirche in der Region Hannover gehört zu den Unterzeichnern des Aufrufs, den die Deutsch-Israelische Gesellschaft initiert hat.

Vor zwei Wochen waren in Berlin zwei Männer, die eine Kippa trugen, beleidigt und attackiert worden. In mehreren Städten hatten in den Folgetagen Menschen gegen Antisemitismus protestiert. Für die Deutsch-Israelische Gesellschaft kein Einzelfall: In den vergangenen Jahren haben sich in Deutschland Übergriffe gegen Juden gehäuft. Dagegen wird nun auch in Hannover ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Der „Kippa-Walk“ soll um 16 Uhr am Neuen Rathaus am Trammplatz beginnen. Von dort werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Mahnmal der von den Nationalsozialisten ermordeten Juden am Opernplatz ziehen. Dort wird Rabbiner Gábor Lengyel das Wort an sie richten und das Kaddish beten, das Heiligungs- und Totengebet. Danach führt der Weg weiter zum Steintor. Bei der abschließenden Kundgebung wird unter anderem Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sprechen. Weitere Redner: Dr. Kay Schweigmann-Greve für die Deutsch-Israelische Gesellschaft, Dündar Kelloglu für den Flüchtlingsrat Niedersachen und Propst Martin Tenge für die christlichen Kirchen. Angefragt ist mit Adam Armush eines der Opfer der antisemitischen Angriffs in Berlin.

In dem Aufruf heißt es: „Unsere Heimatstadt zeichnet sich durch ein reiches jüdisches Leben mit einem breiten Spektrum von jüdischen Gemeinden und Kultureinrichtungen aus, darauf sind wir als Hannoveraner*innen stolz. Wir setzen uns dafür ein, dass dies so bleibt und weisen jede Form von Antisemitismus zurück.“ Und weiter: „Wir treten dafür ein, dass in Hannoverschen Schulen und auf Hannoverschen Straßen Juden und Jüdinnen sich genauso sicher und respektiert bewegen können, wie alle anderen Bürger unserer Stadt auch.“

 

Kippa-Walk: Freitag, 4. Mai, 16 Uhr. Beginn am Neuen Rathaus (Trammplatz)

Von: pkh