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22. Januar 2013

Kirche trifft afrikanisches Dorf

Tanja Flentje arbeitet in der Fabi daran, dass junge Familien in der Kirche ein Zuhause finden

Wenn es nach Tanja Flentje geht, sollen aus Kirchengemeinden Dörfer werden – nach dem afrikanischen Sprichwort, das sagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ „Familie im Zentrum“ heißt das Projekt der Katholischen Familienbildungsstätte (Fabi) Hannover e.V.   Die Sozialpädagogin Tanja Flentje arbeitet hier seit November daran, dass junge Familien  in der Kirche ein Zuhause finden. Am 26. Januar startet die Kinderkirche in der Fabi. Eltern und Kinder zwischen vier und acht Jahren sind samstags eingeladen, Geschichten aus der Bibel zu hören, miteinander zu beten und zu singen. Das Jahresthema lautet „Vertrauen: Fundament des Lebens“. „Wir möchten mit den Gottesdiensten das Vertrauen der Kinder in sich, in die Lebenswelt und in einen Gott, der sie schützt, stärken“, erklärt die 38-Jährige.

Aber Tanja Flentje hat noch mehr vor: Sie berät die katholischen Gemeinden in der Stadt dabei, offene Treffpunkte für Familien zu schaffen. Nicht nur Katholiken, sondern alle Familien in Hannover sollen sich eingeladen fühlen. „Wir wollen die Gemeinderäume für Familien öffnen, aber auch an neuen Orten als Kirche präsent sein, zum Beispiel in Stadtteil- oder Gesundheitszentren“, erklärt Anne Korte-Polier, die Leiterin der Fabi. Tanja Flentje bietet den Gemeinden Unterstützung dabei an, Gruppen- und Beratungsangebote für Familien aufzubauen und Gottesdienste mit kleinen Kindern zu feiern.  Sie hilft den Pfarreien,  die dies wünschen, Ehrenamtliche dafür zu gewinnen und zu qualifizieren.

Die Mutter eines 13-jährigen Sohnes hat bereits in der aufsuchenden Familienarbeit, in einem Frauenhaus und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet. Die Stelle in Hannover, die das Bistum Hildesheim im Rahmen des Projektes „Lokale Kirchenentwicklung“ möglich gemacht hat, hat sie gereizt, weil sie mehr von ihrem Glauben in ihren Berufsalltag einbringen wollte. „Was vielen Gemeinden fehlt, ist Zeit“, weiß sie. Interesse an freiwilligem Engagement ist da, doch die Menschen sind beruflich und privat eingespannt und wollen sich nicht mehr auf unbestimmte Zeit binden.  „Ehrenamtliche professionell zu begleiten, hat mit Wertschätzung ihres Engagements zu tun“, ist Tanja Flentje überzeugt.

Die Kinderkirche findet immer samstags ab 16.00 Uhr in der Fabi statt. Anschließend gibt es Kekse und Saft im Fabi-Café. Die Termine:

26.01.13: „Jesus segnet alle Kinder“

09.03.13: „Du bist spitze“

25.05.13: „Jesus will dein Freund sein“

22.06.13: „Vertrauen entwickeln durch Selbstvertrauen“.

Kontakt: Tanja Flentje, Katholische Familienbildungsstätte, Goethestraße 31, 30169 Hannover, Tel. 0511/16405-59

Von: pkh