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31. Oktober 2016
Architekt Oliver Arndt hat die neue Kirche Heilig Kreuz ebenerdig und einsichtig entworfen. Passanten können dann ab Januar direkt vom Bürgersteig in die Kirche eintreten. © pkh

Architekt Oliver Arndt hat die neue Kirche Heilig Kreuz ebenerdig und einsichtig entworfen. Passanten können dann ab Januar direkt vom Bürgersteig in die Kirche eintreten. © pkh

Indirektes Licht und strukturierte, schroffe Betonwände: Auch ohne die noch nicht eingebauten Holzelemente und den Altar macht der Kirchenraum einen sakralen Eindruck. © pkh

Indirektes Licht und strukturierte, schroffe Betonwände: Auch ohne die noch nicht eingebauten Holzelemente und den Altar macht der Kirchenraum einen sakralen Eindruck. © pkh

Beim genauen Hinsehen fallen auf den fast schon glitzernden Wänden kleine Kreuze auf, die als Weihekreuze die zwölf Apostel symbolisieren. © pkh

Beim genauen Hinsehen fallen auf den fast schon glitzernden Wänden kleine Kreuze auf, die als Weihekreuze die zwölf Apostel symbolisieren. © pkh

Kirchenneubau schreitet voran

Der Rohbau steht und die Einweihung ist in Sicht: Im Bistum Hildesheim wird zum ersten Mal seit rund 20 Jahren eine Kirche neu gebaut. Heilig Kreuz heißt sie, wird erbaut im Norden Hannovers und vereint Kirchraum und Pfarrheim.

Ihr Vorgängerbau, der ebenfalls Heilig Kreuz hieß, befand sich in unmittelbarer Nähe des jetzigen Bauplatzes und wurde Ende des vergangenen Jahres profaniert und abgetragen. Er war in den 70er Jahren eigentlich nur als Provisorium errichtet worden und hatte erhebliche bauliche Mängel.

 

Mit dem neuen, modernen Kirchenbau will die Pfarrgemeinde Heilig Geist, zu der der Kirchort Heilig Kreuz gehört, eine pastorale Neuausrichtung ihrer Gemeinschaft symbolisieren: Mit einer offenen Fassade und multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten will sie sich noch stärker gegenüber der Stadtgesellschaft öffnen. Der Kirchraum kann durch verstellbare Wände eine Größe von 50 m² oder 150 m² einnehmen. Warme Holztöne, schroffer Beton und indirektes Licht werden ihn dominieren. Alle Eingänge zur neuen Kirche sind ebenerdig, die Kirche liegt ohne Vorgarten so nah am Bürgersteig, dass Passanten direkt in die Gemeinderäume und Flure schauen können. Im Vorraum der Kirche wird ein Café eingerichtet, in dem die Marktbesucher vom großen Platz gegenüber der Kirche verweilen können. Dort befinden sich zwei Supermarktketten.

 

Bereits am Sonntag, 08. Januar 2017, wird Bischof Norbert Trelle um 15 Uhr die neue Kirche einweihen. Architekt Oliver Arndt, der mit dem Architekturbüro Pape & Kost die anonymisierte Ausschreibung für sich entscheiden konnte, fiebert dem Datum entgegen: „Das hier ist bestimmt der erste und letzte Kirchenbau, den ich in meinem Leben entwerfen und bauen durfte. Das einmal erlebt haben zu dürfen, ist als Architekt fantastisch.“

 

Möglich wurde der Kirchenneubau durch verschiedene Faktoren. Die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro für den Bau in Hannover- Altwarmbüchen konnten um 1,03 Millionen Euro gedrückt werden, da die Pfarrgemeinde das Grundstück, auf dem die alte Kirche stand, an die politische Gemeinde Isernhagen verkaufen konnte. Gleichzeitig befindet sich der Stadtteil Altwarmbüchen im Umbruch: Viele junge Familien ziehen zu, Neubausiedlungen entstehen. Die Restsumme von ungefähr 770.000 Euro tragen das Bistum Hildesheim und die Pfarrgemeinde Heilig Geist gemeinsam. Zusätzlich dazu organisieren Ehrenamtliche vor Ort ein Patenschaftsprojekt für den Neubau, das aktuell schon 7.000 Euro eingebracht hat.

 

Bauherr des Kirchenneubaus ist die Pfarrgemeinde Heilig Geist. Sie wird seit September von Pfarrer Matthias Kaleth geleitet und verfügt über drei Kirchorte: St. Franziskus, Heilig Geist und Heilig Kreuz. Die Gemeinde hat rund 7500 Mitglieder, am Kirchort Heilig Kreuz in der Königsberger Straße derzeit rund 1000.

 

 

Von: Marie Kleine