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23. Februar 2018
Bereits 2016 machte der Kreuzweg der Schöpfung Station in Hannover. Auch damals trugen die Teilnehmer das Schöpfungskreuz aus Bolivien durch die Straßen.

Bereits 2016 machte der Kreuzweg der Schöpfung Station in Hannover. Auch damals trugen die Teilnehmer das Schöpfungskreuz aus Bolivien durch die Straßen.

Kreuzweg der Schöpfung führt durch Hannover

Das Kreuz an Stätten tragen, an denen die Schöpfung gekreuzigt wird. Das eigene Verhalten überdenken. Politisch und gesellschaftliche Impulse setzen. Das sind die Absichten, die mit dem Kreuzweg der Schöpfung im Bistum Hildesheim verbunden sind.

Eine Station des Kreuzwegs führt nach Hannover. An diesem Sonntag, 25. Februar, führt der Weg von der katholischen Pfarrgemeinde Hl. Engel (Böhmerwaldstraße 8) zum evangelischen Kirchenzentrum Kronsberg (Sticksfeld 6/Thie 8). Beginn ist um 14 Uhr. Gastprediger ist der Botschafter des Plurinationalen Staates Bolivien, Jorge Cárdenas Robles.

Im Mittelpunkt dieser Station steht der sorgsame Umgang mit Wasser – und Wasser ist gleich in zweifacher Hinsicht ein Problem in Bolivien, dem Partnerland des Bistums Hildesheim.  Zum einen gibt es zu viel: Seit Ende November 2017 regnet es in Bolivien stark, Anfang Februar dieses Jahres ist es zu so heftigen Überschwemmungen gekommen, dass die Regierung den Notstand ausrufen musste. 10 000 Familien haben ihre Häuser verloren, 16 Todesopfer sind zu beklagen.

Zum anderen leidet Bolivien aber auch seit Jahren unter einem Mangel an Trinkwasser. Auch der zweitgrößte See des Landes ist ausgetrocknet. Die katastrophalen Überschwemmungen und ebenso fatale Dürren sind Folgen des Klimawandels. Doch auch in Deutschland steigt die Sorge um das Trinkwasser Gülle und Mist als Dünger auf den Feldern belasten es mit Nitrat.

Beim Weg durch die Straßen werden die Teilnehmer ein übermannsgroßes Kreuz tragen – das Schöpfungskreuz aus Bolivien. Seit über 30 Jahren ist das Bistum Hildesheim durch eine Partnerschaft mit der Kirche des lateinamerikanischen Landes verbunden. Das Holz des Kreuzes stets symbolisch für die Wunden, die allein profitorientiertes Handeln der Schöpfung und damit auch der Gesellschaft beifügt.  Sein Längsbalken stammt aus dem tropischen Tiefland Boliviens, wo immer mehr Regenwald abgeholzt wird, um in Monokulturen Zuckerrohr für Biosprit oder Soja für die Rindermast anzubauen. Der Querbalken stammt aus einer Mine im Silberberg von Potosí. Wie die Spanier im 17. und 18. Jahrhundert das Silber nach Europa verschifft haben, so gehen auch heute die Bodenschätze Boliviens unverarbeitet in den weltweiten Export. Für die Bergarbeiter und ihre Familie, für eine große Zahl der Bolivianer bleibt nur das Nötigste zum Überleben.

Der Kreuzweg wird vom Bistum in Zusammenarbeit mit evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort veranstaltet. Getragen wird er vom Diözesanrat der Katholiken, der Diözesanstelle Weltkirche und der Hauptabteilung Pastoral des Bistums.

Kreuzweg der Schöpfung – Station Hannover
Sonntag, 25. Februar
Beginn: 14:30 Uhr an der Kirche Heilige Engel (Böhmerwaldstraße 8)

Von: Rüdiger Wala