Zum Inhalt springen
Impressum  Datenschutz

News anzeigen

02. Oktober 2020

Mahnwache auf dem Opernplatz in Hannover

Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge von Halle will das Bündnis "Bunt statt braun" ein Zeichenfür eine tolerante und friedliche Gesellschaft setzen am Freitag, 9. Oktober, um 16 Uhr am Mahnmal auf dem Opernplatz in Hannover.

Der Aufruf im Wortlaut:

Ein Jahr nach dem rechtsextremen Anschlag auf die Synagoge in Halle (Saale)

Vor einem Jahr wurde am 9. Oktober 2019 ein rechtsextremer Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale verübt. Er fand am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, statt. Da dem Attentäter der Versuch eines Massenmordes nicht gelang, erschoss er in der Nähe der Synagoge eine 40 Jahre alte Frau und später einen 20 Jahre alten Mann. Auf seiner Flucht wurden weitere Menschen verletzt.

Angesichts der Gefahren und des Hasses, denen jüdische Menschen ausgesetzt sind, will bunt statt braun mit euch ein Zeichen setzen für eine tolerante und friedliche Gesellschaft. Wir stehen zusammen gegen Antisemitismus und alle menschenverachtenden Kräfte! Daher laden wir euch alle zur Mahnwache auf den Opernplatz ein.

Wir bitten euch, Kerzen mitzubringen: Wir wollen gemeinsam Lichter zum Mahnen und Erinnern anzünden.

Als Redner*innen haben wir Alina Fejgin (Jüdische Einheitsgemeinde Hannover), Dr. Hilal Al-Fahad (Muslimische Gemeinde Hannover) und den stellvertretenden Stadtsuperintendenten Thomas Höflich (Sprecher des Rates der Religionen) gewinnen können. Die Moderation übernimmt Dr. Imke Hennemann-Kreikenbohm (DGB-Region Niedersachsen-Mitte).

Hinweis: Auf die Gesundheits- und Hygienevorgaben wird angesichts der Corona-Pandemie großer Wert gelegt. Bitte tragt einen Mund-Nasen-Schutz und haltet 1,5 Meter Abstand zueinander.

Die Katholische Kirche in der Region Hannover ist Gründungsmitglied von "Bunt statt braun" und ruft zur Teiklnahme an der Mahnwache. Für Propst Christian Wirz als Regionaldechanten und Felizitas Teske als 2. Vorsitzende des Dekanatspastoralrates ist es ein stilles, aber helles Signal, das gesetzt wird: "Für ein friedvolles Miteinander, für eine religiös und kulturell vielfältige Stadt und Region, in der Gewalt keinen Platz haben darf."

Von: pkh