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02. Dezember 2018
Wer braucht schon den Weihnachtsmann, wenn es den Nikolaus gibt? Nur echt mit Bischofsmütze und Stab.

Wer braucht schon den Weihnachtsmann, wenn es den Nikolaus gibt? Nur echt mit Bischofsmütze und Stab.

Bischof Nikolaus half Menschen in der Not, erzählt Edmund Deppe in der Internationalen Kindertagesstätte Hannover. 

Bischof Nikolaus half Menschen in der Not, erzählt Edmund Deppe in der Internationalen Kindertagesstätte Hannover. 

Freude über über den Schokoladen-Nikolaus | Fotos: Stefan Branahl

Freude über über den Schokoladen-Nikolaus | Fotos: Stefan Branahl

Mehr als „Ho-Ho-Ho“

Warum wollen wir das Feld dem Weihnachtsmann überlassen, wenn wir doch den echten Bischof Nikolaus haben? Sein Namenstag wird am Donnerstag gefeiert. Mit dem Nikolaus überraschten zwei Redakteure der Kirchenzeitung Jungen und Mädchen des Internationalen Familienzentrums St. Marien in Hannover.

Mucksmäuschenstill und konzentriert hören Mila, Hanna, Luka, Dominik und noch zwei Dutzend mehr Kinder die Geschichte von einem vermeintlichen Wunder: Bischof Nikolaus, der vor 1700 Jahren im heute türkischen Myra lebt, erfährt von einer armen Familie, die sich nichts zu essen kaufen kann. Das bedrückt ihn so sehr, dass er auf dem Markt Nüsse, Mehl, Gemüse und Brot besorgt, alles in einen Sack packt und der Familie im Schutz der Dunkelheit vor die Tür stellt. Am nächsten Morgen ist die Freude in der Hütte groß, und Vater, Mutter und die beiden Kinder eilen zu Nikolaus, um ihm von diesem Wunder zu erzählen.

Der Bischof hat viel Gutes getan, gern erinnern sich die Menschen an ihn, und darum wird er als heiliger Mann verehrt, berichtet KiZ-Redakteur Edmund Deppe. Anderen eine Freude machen ist schön. Das können auch die Jüngsten nachvollziehen. Denn natürlich gibt es für alle eine kleine Überraschung: nicht irgendeinen Weihnachtsmann, sondern einen echten Nikolaus mit Bischofsmütze und Hirtenstab. Er hat ein paar Äpfel in der Hand und lächelt leicht verschmitzt. Es sind kleine, aber wichtige Details, die ihn vom nachgemachten und oft so aufdringlichen Weihnachtsmann unterscheiden, den die meisten Kinder „Ho-Ho-Ho“ brüllend aus der Werbung kennen.

Als vor mittlerweile 16 Jahren das Bonifatiuswerk seine Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ vorstellte, sorgte das für Aufsehen. „Wir wollen einladen, den Nikolaustag am 6. Dezember zu feiern, weil der Heilige ein echtes und gutes Vorbild ist“, sagt Generalsekretär Georg Austen. „Denn Nikolaus steht mit Worten und Taten für Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Respekt.“ Zusammen mit dem Leipziger St.-Benno-Verlag gibt es dazu passend den echten Nikolaus aus fair gehandelter Schokolade. Der Erlös unterstützt christliche Kinderhospize in Halle/Saale und Berlin.

Natürlich stellen auch die Kinder der Kita St. Maria ihre geputzen Schuhe auf die Fensterbank. Jetzt wissen sie, wer Nikolaus wirklich ist.

Weiteres zur Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“: Hier

Und den Film dazu gibt es hier

Von: Stefan Branahl