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02. Juli 2018
Fotos: privat

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Mehr für Familien tun ...

In der Kindertagesstätte Zwölf Apostel in Langenhagen wurde eine neue Krippe gesegnet und eingeweiht. Für die Pfarrgemeinde ein weiterer Schritt, mehr für Kinder und Familien zu tun.

So langsam haben sie sich eingewöhnt – die „kleinen Spatzen“: So heißen sie, die 15 Kinder zwischen einem und drei Jahren, die nun zur neuen Krippengruppe in der Kindertagesstätte Zwölf Apos­tel in Langenhagen gehören. Zwar tummeln sie sich schon seit April in den neuen Räumen – und eine kleinere Gruppe schon seit August letzten Jahres – doch ganz offiziell sollte es erst mit dem Gemeindefest werden.

Denn die Kindertagesstätte ist nicht nur formal in der Trägerschaft der Pfarrei, sondern ein wichtiger Eckpunkt in der Arbeit der Gemeinde. „Nach unserem Pastoralkonzept wollen wir uns noch mehr für Familien engagieren – und das Angebot einer Krippe für Kinder unter drei gehört dazu“, sagt Pfarrer Klaus-Dieter Tischler, Seelsorger der Liebfrauenpfarrei, aus der Zwölf Apostel erst 1970 gegründet und 2006 wieder zusammengeführt wurde. Daher war klar, dass der offizielle Startschuss für die Krippe nur mit einem Fest der Gemeinde gegeben werden kann. Tischler hat dabei die Räume gesegnet.

„Mehr für Familien tun“ – die Kita-Leiterin Gabriele Hellfeuer weiß in einer wachsenden Stadt wie Langenhagen, vor welchen Herausforderungen Familien stehen: „Es besteht schon ein gewisser Druck von Arbeitgebern, dass Mütter schnell wieder auf ihren Arbeitsplatz zurückkehren.“ Die vergleichsweise hohen Miet- und Immobilienpreise wirken sich ebenfalls aus. Der dritte Anlass: Immer mehr allein erziehende Mütter bringen ihre Kinder zur Betreuung in die Kita.

Deshalb auch der pragmatische Umgang mit der neuen Krippe: „Wir hatten dringende Anfragen von engagierten Frauen aus unserer Gemeinde“, berichtet  Gabriele Hellfeuer. Alternativen, wie beispielsweise die fünf Spielkreise in Zwölf Apostel, kommen da nicht in Frage. Deutliches Zeichen: Die Krippenplätze waren schnell vergeben – einschließlich derer, die jetzt im Sommer wieder frei werden.

Das Nest für die kleinen Spatzen ist als Neubau an den seit 1973 bestehenden Kindergarten angebaut worden. Großzügige, helle Räume mit vielen Rückzugsmöglichkeiten, dazu eine Spielebene mit Rutsche. Ebenfalls neu: Ein Waschraum für den Windelwechsel und ein weiterer Raum für den Mittagsschlaf. Die Gemeinde hat für den Neubau einen der beiden Parkplätze am Kirchengrundstück aufgegeben.

Neben der erst pragmatischen und jetzt dauerhaften Hilfe für Familien, hat der Krippenneubau noch für durchaus Nötiges gesorgt: eine Renovierung der Kita insgesamt. Aus der kleinen Teeküche ist eine heutigen Ansprüchen genügende Küche geworden. Zudem gibt es einen Personalraum. Auch ein Bewegungs- und Mehrzweckraum wurde wieder im Obergeschoss eingerichtet. Allerdings mit Auflagen: Um weiterhin Kinder mit Behinderungen aufnehmen zu können, muss auch ein Fahrstuhl eingebaut werden. „Das ist eine klare Auflage der Stadt Langenhagen“, sagt Pfarrer Tischler.

Am Ende sind die Bauarbeiten in Zwölf Apostel noch lange nicht. Das Außengelände wird neu gestaltet. Bauzäune und Plastikplanen werden noch weiterhin den Betrieb beeinträchtigen. Nervt das? „Eltern und Kinder freuen sich eher darüber, dass sich bei uns etwas tut“, meint Gabriele Hellfeuer.

Neben den 15 kleinen Spatzen gehören noch die „Sonnen“, „Blumen“ und „Schmetterlinge“ zur Kita Zwölf Apostel: zwei Ganztags- und eine Halbtagsgruppe mit jeweils 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren.

Infos im Internet: KiTa Zwölf Apostel

Von: Rüdiger Wala