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06. April 2020
Gruppenbild mit 200 Schätzen im Kartin: Dr. Matthias Fenski, Bettina Rehbein und Torsten Algermissen nahmen die Geschenke entgegen, die Ulrike Langer (vorne, 2.von links) mitgebracht hat. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Gruppenbild mit 200 Schätzen im Kartin: Dr. Matthias Fenski, Bettina Rehbein und Torsten Algermissen nahmen die Geschenke entgegen, die Ulrike Langer (vorne, 2.von links) mitgebracht hat. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Mut machen mit Tinte und Herz: Eine der Grußkarten, hier geschrieben von Hope Kendra Onunga. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Mut machen mit Tinte und Herz: Eine der Grußkarten, hier geschrieben von Hope Kendra Onunga. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Ein Paket – gefüllt mit 200 "Schätzen" besonderer Art. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Ein Paket – gefüllt mit 200 "Schätzen" besonderer Art. | Foto: Vanessa Javadi/Vinzenzkrankenhaus

Mut machen mit Tinte und Krepp

Karten, Briefe und gebastelte Geschenke: Ein großes Paket mit Aufmunterungen wurde jetzt dem katholischen Vinzenzkrankenhaus in Hannover übergeben.

Diese Blumen werden lange halten. Sie sind aus Papier gebastelt: Ein kräftiger, eingeschnittener Stiel in grün, die Blüte im zarten Orange, mit einer bunten Serviette umwandelt und von zwei Fäden gehalten. Ein klinikgeeignetes Sträußchen – und genau dahin, ins katholische Vinzenzkrankenhaus in Hannover hat Ulrike Langer, es mitgenommen. Zusammen mit einem Paket weiterer gebastelter Geschenke, Aufmerksamkeiten und Briefe.

Es sind „Mut-Mach-Briefe“, erläutert Ulrike Langer. Insgesamt „200 Schätze“ konnte sie abgeben. Sowohl für die Menschen, die zurzeit im Vinzenzkrankenhaus liegen müssen als auch für die, die sich um sie kümmern. „Wir sind doch mitten in einem Ausnahmezustand“, betont die Gemeindereferentin, die im [ka:punkt] arbeitet, dem Begegnungs- und beratungstreffpunkt der Katholischen Kirche in der Innenstadt von Hannover. Gerade für kranke und alte Menschen komme nun erschwerend dazu, dass sie keinen besuch empfangen dürfen.

Daher ihre Idee: Mit Hilfe der katholischen Grund- und weiterführenden Schulen Briefe oder Karten zu gestalten, die aufmuntern sollen. „Frei nach dem Motto – ich kenne dich nicht, aber ich wünsche dir alles Gute und schicke dir Gedanken“, fasst es Ulrika Langer zusammen. Es dürfe sich niemand in diesen Zeiten allein fühlen.

Vom Zuspruch zu dieser Aktion ist die Gemeindereferentin überrascht, sowohl von der Menge wie von Aufwand: „In kurzer Zeit sind so tolle und liebevolle Sachen gebastelt worden.“ Vor allem Schülerinnen und Schüler, die sich momentan in der Notbetreuung befinden, waren enorm fleißig. Wie zu, Beispiel mit dieser Karte: „Gott schenke dir Kraft“, hat Hope Kendra Onunga auf ein großes gelbes Herz, eingeklebt in einer Karte geschrieben. Und weiter: „Liebe/Lieber du, wird# ganz schnell wieder gesund. Als Gott dich schuf, legte liebevoll ein Stück von sich selbst in dich herein. Er wollte, dass du einmalig bist.“ Ein Glaubensgrundsatz in Tinte. Aber auch Erwachsene haben sich an der Aktion beteiligt: Ehrenamtliche Mitarbeitende aus dem [ka:punkt] oder Menschen, die sich der Einrichtung verbunden fühlen.

Ihre Rührung konnten und wollen Krankenhausdirektor Dr. Matthias Fenski sowie die evangelische Seelsorgerin Pastorin Bettina Rehbein und ihr katholischer Kollege Torsten Algermissen gar nicht verbergen: „Das ist eine ganz großartige Geste, über so eine Post freuen wir uns sehr.“ Es wird nicht die letzte sein. „Die Aktion geht weiter“, unterstreicht Ulrike Langer. Mut-Mach-Karten, Dankeschön-Grüße oder gebastelte Aufmunterungs-Geschenke können weiter an den [ka:punkt] geschickt werden.

Die Adresse für Karten und Grüße: [ka:punkt], Ulrike Langer, Stichwort: Mut-mach-Brief, Grupenstraße 8, 30159 Hannover 

Von: Rüdiger Wala