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04. Februar 2019
Begegnungen: Unter der Leitung von Prof. Frank Löhr (Mitte) und Prof. Andreas Felber (unser Gesprächspartner) singt der Konzertchor der Hochschule für Musik, Theater und Medien unter anderem Werke von Schütz, Brahms, Mauersberger, Schönberg und Britten. Basilika St. Clemens, Samstag, 9. Februar, 19:30 Uhr.

Begegnungen: Unter der Leitung von Prof. Frank Löhr (Mitte) und Prof. Andreas Felber (unser Gesprächspartner) singt der Konzertchor der Hochschule für Musik, Theater und Medien unter anderem Werke von Schütz, Brahms, Mauersberger, Schönberg und Britten. Basilika St. Clemens, Samstag, 9. Februar, 19:30 Uhr.

Quer durch die Epochen

Begegnungen: Das ist der Titel eines A-Cappella-Konzerts des Konzertchores der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in der Basilika St. Clemens am Samstag, 9. Februar, um 19:30 Uhr. Was steckt dahinter? Nachfragen an den künstlerischen Leiter, Professor Andreas Felber.

Der Konzertchor der Konzertchor der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wird am 9. Februar in der Basilika auftreten. Worauf dürfen wir uns freuen?

Im Konzertchor versammeln sich gesanglich besonders befähigte Studierende, die während eines Semesters jede Woche zweieinhalb Stunden gemeinsam proben. Die Zuhörer können sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Highlights der A-Cappella-Chormusik freuen. 

Das Konzert ist mit "Begegnungen" überschrieben: Warum dieser Titel?

Einerseits hatten wir mit Teilen aus unserem Programm eine Begegnung mit der Hochschule Luzern. 20 Studierende und zwei Professoren kamen nach Hannover und jeweils fünf Dirigierstudierende aus beiden Hochschulen durften mit dem Chor arbeiten. Andererseits begegnen sich in diesem Programm Stücke aus verschiedenen Epochen, die von ihren Komponisten in einem emotional aufgewühlten Zustand geschrieben wurden. Brahms beispielsweise setzt sich mit seiner eigenen Vergänglichkeit auseinander, Britten schreibt einen Appell an die Erhaltung der Demokratie in der bewegten Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und Mauersberger beschreibt die Zerstörung seiner Stadt Dresden im Jahr 1945.

Das Programm spannt einen weiten zeitlichen Bogen. Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Chormusik der verschiedenen Epochen?

Jede Epoche erfordert eine andere stimmliche Herangehensweise. Der „Renaissance-Klang“ ist eher schlicht und bedingt eine gute Kontrolle der eigenen Stimme, bei Schütz im Frühbarock wurde der Text und dessen Ausgestaltung zentral und in der Romantik nehmen die Spannung der Harmonien und die Gestaltung Melodiebögen eine wichtige Rolle ein. 

Was macht für Sie, was macht für die Sängerinnen und Sänger die Herausforderung aus, a cappella, also ohne Begleitung zu singen?

Ohne Begleitung von Instrumenten zu singen erfordert eine gute Beherrschung der eigenen Stimme, genaue Intonation und vor allem gute Ohren. Die Sängerinnen und Sänger müssen in der Lage sein, aufeinander zu hören und gleichzeitig das Potenzial ihrer Stimmen abrufen zu können. 

Inwieweit hat der Auftrittsort, die Basilika St. Clemens, Bedeutung für das Konzert?

Die Basilika St. Clemens ist mit ihrer wunderbaren Akustik ideal für ein A-Cappella-Konzert. Wir freuen uns sehr, in der Kirche konzertieren zu dürfen und hoffen auf viele interessierte Zuhörer.

 

Begegnungen: Unter der Leitung von Prof. Frank Löhr und Prof. Andreas Felber singt der Konzertchor der Hochschule für Musik, Theater und Medien unter anderem Werke von Schütz, Brahms, Mauersberger, Schönberg und Britten. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten.

Basilika St. Clemens, Samstag, 9. Februar, 19:30 Uhr.

Von: Rüdiger Wala