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01. Oktober 2018
regfeionalkantor Nico Miller | Foto: Euromediahouse

regfeionalkantor Nico Miller | Foto: Euromediahouse

Überaschend und unerwartet ...

Einmal noch, dann ist für dieses jahr Schluss. Zur letzten Orgelsoiree in St. Clemens wird für Mittwoch, 10. Oktober eingeladen. Was ist das Besondere an dieser Konzertreihe? Und an der Orgel? Fragen an Regionalkantor Nico Miller.

<i>Fünf Orgelsoireen haben im Rahmen des Jubiläums der Basilika St. Clemens stattgefunden, mit der sechsten am 10. Oktober findet diese Reihe ein Ende. Wie war die Resonanz auf die Reihe?</i>

Die Reihe der Orgelsoireen fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Insofern konnten wir ein kleines Jubiläum Innerhalb des großen Basilika-Jubiläums feiern. In diesem Jahr war die Resonanz auf die Konzerte besonders gut. Die Energie und die Öffentlichkeit, die wir durch das Basilika-Jubiläum erfahren haben, hat sich auf die Orgelkonzerte übertragen.

<i>Was erwartet uns bei der letzten Orgelsoiree?</i>

Unser diesjähriges Thema lautet ja „Organisten aus den Kuppelkirchen Deutschlands“. Am 10. Oktober habe ich dazu Jorin Sandau aus Darmstadt eingeladen. Er wird ein buntes Programm, unter anderem mit italienischen Komponisten spielen. Die Kirche St. Ludwig, in der er tätig ist, ist architektonisch am ehesten mit dem Pantheon in Rom zu vergleichen. Der gesamte Raum ist also unter einer Kuppel gestaltet. Zudem habe ich noch eine persönliche Beziehung zu dieser Kirche, denn dort fand mein Abschlusskonzert im Kirchenmusikstudium statt.

<i>Was ist der besondere Charme einer solchen Reihe, eines solchen Formates?</i>

Die Idee dieser Reihe ist es zum einen, die Orgelmusik auch im konzertanten Rahmen dem Publikum näher zu bringen. Kaum ein Instrument hat eine so lange Tradition und für kaum ein Instrument gibt es Literatur über so viele Epochen hinweg. Am schönsten ist es, wenn Menschen unvoreingenommen und ohne Erwartung in die Konzerte kommen und mit überraschenden und unerwarteten Erlebnissen wieder nach Hause gehen können. Vielen Menschen ist oft gar nicht bewusst, welche klanglichen Möglichkeiten das Instrument bietet. Und zum anderen ist es mir ein Anliegen, St. Clemens auch als musikkulturellem Ort in der Stadt Hannover ein Profil zu geben.

<i>Was ist das Besondere an der Orgel in St. Clemens?</i>

Unsere Orgel wurde im Jahr 1973 von der Orgelbauwerkstatt Klais in Bonn erbaut. Eigentlich war sie sogar etwas größer, als die dann tatsächlich realisierten 32 Stimmen geplant worden. Auffallend sind natürlich die Horizontaltrompeten, die aus der Orgel waagerecht hinausragen. So etwas findet man eher selten an Orgeln. Ihren besonderen Reiz entfaltet sie mit dem Raum, der ja über eine große Akustik verfügt. Nichtsdestotrotz gibt es Pläne und Vorstellungen, in den nächsten Jahren die Orgel grundlegend zu überarbeiten und zu erweitern, was dem Raum der Basilika sehr gut tun würde.

<i>Die Orgelsoireen wurden von Ihnen von der Uhrzeit ja bewusst an einen religionsgeschichtlichen Stadtspaziergang angeknüpft, der in St. Clemens endet. Sind nach Ihren Erfahrungen dann auch Interessierte gewissermaßen ‚hängengeblieben’?</i>

Die Zusammenarbeit mit dem Verein Stattreisen und dessen religionsgeschichtlichen Spaziergängen hat sich als sehr positiv herausgestellt. Es sind gerade in den Sommermonaten viele Menschen direkt von der Führung in das Konzert gekommen. Für die Wartezeit dazwischen haben wir eine kleine Erfrischung und Stärkung angeboten. Diese Art von Kooperation und Willkommenskultur ist gut angekommen.

<i>Denken Sie an eine Wiederauflage des Formates im kommenden Jahr?</i>

Ja auf jeden Fall. Ich erhoffe mir, dass wir in diesem Jahr durch das Jubiläum einen größeren Bekanntheitsgrad für die Orgelsoireen gewinnen konnten. Diesen Effekt möchte ich gerne für die Weiterführung der Reihe nutzen.

 

Von: Rüdiger Wala