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24. Dezember 2012
Die Krippe in der Basilika St. Clemens

Die Krippe in der Basilika St. Clemens

...und keiner beschwert sich

Propst Martin Tenge über die Faszination der Krippe

Es ist schon eigenartig: da liegt ein frisch geborenes Kind in einer ärmlichen Krippe aus Holz und Stroh umgeben von Tieren – und keiner beschwert sich. Im Gegenteil, die Menschen aus allen Kulturkreisen der Welt und aus allen Generationen sind angezogen und fasziniert von dieser Darstellung der Geburt Jesu.

Hier ist ein Mensch ausgeliefert und schutzbedürftig und macht dabei von Anfang an klar, was sein Auftrag ist: für die Armen, Ausgegrenzten und Schutzbedürftigen da zu sein. Und da sich jeder Mensch in einer solchen Erfahrung wiederfinden kann – auch die Reichen und Erfolgreichen kennen so was – stiftet das Kind in der Krippe eine faszinierende Nähe zu allen Menschen.

Das Wort Krippe hat für uns trotz des ärmlichen Ursprungs eine sehr positive Bedeutung. Der Begriff wird sogar in der Kindertagesstätte für die Betreuung der ganz Kleinen gebraucht und steht dafür außerhalb jeder Kritik – weil er der Inbegriff von Nähe, Geborgenheit und Liebe ist.

Wenn am Heiligen Abend das Kind in die Krippe gelegt wird, stelle ich mich schützend vor dieses Kind – und erfahre, dass das Kind schützend vor mir liegt. Faszinierend.

Wir wünschen Ihnen ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, an dem spürbar wird, dass wir von Gott beschützte und geliebte Menschen sind.

Von: Martin Tenge