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09. Juni 2018

Von Argentinien bis Venezuela

Salsa aus Cuba trifft Capoeira aus Brasilien, Mariachi aus Mexiko trifft Bachata aus der Dominikanischen Republik, Salteñas aus Bolivien treffen Pastéis de Nata aus Portugal: Gut 2000 Besucher haben am Samstag, 9. Juni, die VII. Plaza Cultural Iberoamericana auf dem Platz von der Basilika St. Clemens gefeiert.

Das siebte Sommerfest der spanischsprachigen Katholischen Mission führt 14 Nationen zusammen: „Wir zeigen aber nicht nur unsere Folklore und unsere traditionellen kulinarischen Spezialitäten“, betont Pfarrer Pfarrer Salvador Terrazas Cuellar. Der Bolivianer ist seit 2011 Leiter der Mission: „Wir wollen noch zwei Aspekte zeigen: sowohl die spezifischen Formen unseres Glauben als auch, dass wir zu Stadt und Region dazugehören.“ Für ihn ist die Plaza Cultural vor allem ein Fest der Integration - eines, das zeigt, wie international Stadt und Region Hannover sind.

Diese Bedeutung unterstreicht auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Dieses Fest steht für Vielfalt, Weltoffenheit, Toleranz und Frieden in unserer Stadt.“ Hannover zeige sich heute als das Lateinamerika des Nordens: „Musik, Tanz, Kultur und Glaube kommen hier zusammen.“

Auch für Propst Martin geht von der Plaza Cultural Iberoamericana ein „unübersehbares Zeichen aus, dass Menschen jeder Herkunft in dieser Stadt, in dieser Region leben und gestalten können.“ Gerade die in diesem Jahr 300jährige Geschichte der Basilika St. Clemens führe immer wieder vor Augen, wie wichtig es ist, Menschen in Stadt und Region aufzunehmen, betont der Dechant des Regionaldekanates Hannover.

Wie wichtig die Wurzeln in die Heimat sind, macht das umjubelte Grußwort der Honorarkonsulin von Ecuador, Birgit Severin de Salinas, deutlich. Sie ist erst am 20. April dieses Jahres eingeführt worden und betreut von Bremen aus Niedersachsen mit. Für die Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer in Stadt und Region Hannover eine Erleichterung: Sie waren bisher auf das Generalkonsulat in Hamburg angewiesen. 

Ein Land rückt stets in den Mittelpunkt des Festes: In diesem Jahr ist es die Dominikanische Republik. Daher wurde im Gottesdienst, der dem Fest voranging, besonders die Muttergottes von Altagracia verehrt. Das Marienbildnis hat eine herausragende Bedeutung für die Inselrepublik. Es zeigt die Gottesmutter Maria, die ihre Hände betend über das Jesuskind hält.

Elf Kultur- und Tanzgruppen führen die Besucher einmal quer durch Mittel- und Südamerika. Gut 100 ehrenamtliche Helfer aus der spanischen Mission und der Basilika St. Clemens haben hinter den Kulissen die VII. Plaza Cultural Iberoamericana  möglich gemacht. 

Die spanischsprachige Katholische Mission umfasst rund 7.000 Mitglieder. Sinn der Missionen ist es, großen Gruppen mit nicht-deutscher Muttersprache in der Fremde eine Heimat in der Kirche zu bieten, in der sie sich mit ihren Formen der Frömmigkeit und ihrer Sprache verständigen können. Neben der spanischsprachigen gibt es zudem eine polnische, eine italienische und kroatische Mission in Hannover.

Zur Info: Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Kuba, Ecuador, Spanien, Mexiko, Nicaragua, Peru, Portugal, Dominikanische Republik, und Venezuela.

Von: Rüdiger Wala