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20. Dezember 2016
Es sei die genuine Aufgabe von Kirche, den Menschen aufzuzeigen, dass man auch in einer unerlösten Welt leben kann. „Wir bieten dafür das Leben mit Gott an, ohne ein schlechtes Gewissen oder Druck zu machen, dass ein Leben ohne Gott ein schlechtes ist. Wir glauben, dass Gott uns hilft, in Frieden zu leben und unseren Teil in der Welt beizutragen“, sagt Propst Tenge. © pkh

Es sei die genuine Aufgabe von Kirche, den Menschen aufzuzeigen, dass man auch in einer unerlösten Welt leben kann. „Wir bieten dafür das Leben mit Gott an, ohne ein schlechtes Gewissen oder Druck zu machen, dass ein Leben ohne Gott ein schlechtes ist. Wir glauben, dass Gott uns hilft, in Frieden zu leben und unseren Teil in der Welt beizutragen“, sagt Propst Tenge. © pkh

Ähnlich wie bei anderen Großereignissen haben die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Hannover wieder zu einem Friedensgebet in die Marktkirche aufgerufen. © pkh

Ähnlich wie bei anderen Großereignissen haben die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Hannover wieder zu einem Friedensgebet in die Marktkirche aufgerufen. © pkh

„Wir leben in einer unerlösten Welt“

Mit einer Andacht, Schweigeminute und einem gemeinsamen Rundgang über den Weihnachtsmarkt wollen heute die Vertreter von evangelischer und katholischer Kirche in Hannover nach den Anschlägen in Berlin ein Zeichen setzen. Für Morgen ist ein großes Friedensgebet in der Marktkirche geplant. Propst Martin Tenge betonte, der Anschlag mache deutlich, dass wir in einer unerlösten Welt leben.

 

Ein Gedenk- und Friedensgebet in der hannoverschen Marktkirche soll am morgigen Mittwoch über alle konfessionellen, religiösen und nationalen Grenzen hinweg ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern des Berliner Anschlags und ihren Angehörigen setzen. Gemeinsam mit führenden Vertretern des Rates des Religionen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hannover (ACKH) werden Stadtsuperintendent Hans- Martin Heinemann, Propst Martin Tenge und Pastorin Hanna Kreisel- Liebermann am Mittwoch, 21. Dezember 2016, ab 18 Uhr in der Marktkirche dieses Gedenk- und Friedensgebet gestalten.

 

Bereits am heutigen Dienstag, 20. Dezember 2016, um 17 Uhr wird die letzte Ausgabe des diesjährigen Adventskalenders in der Marktkirche mit einer Schweigeminute für die Opfer in Berlin begonnen. Stadtsuperintendent Heinemann wird dazu auch den Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Thomas Hermann, und den katholischen Propst Martin Tenge begrüßen.

 

„Der Anschlag in Berlin hat uns einmal mehr vor Augen geführt, dass wir in einer unerlösten Welt leben“, sagt Propst Tenge. „Das heißt nicht, dass wir als Menschen schlecht sind, sondern dass wir in einer Welt leben, in der etwas schief liegt.“ Es sei die genuine Aufgabe von Kirche, den Menschen aufzuzeigen, dass man auch in einer unerlösten Welt leben kann. „Wir bieten dafür das Leben mit Gott an, ohne ein schlechtes Gewissen oder Druck zu machen, dass ein Leben ohne Gott ein schlechtes ist. Wir glauben, dass Gott uns hilft, in Frieden zu leben und unseren Teil in der Welt beizutragen.“ Gott mache den Menschen durch seine Geburt zu Weihnachten und sein Kommen in unsere Welt jeden Tag dieses Angebot, das Anbetracht der aktuellen Ereignisse noch einmal in den Vordergrund trete.

 

An den Adventskalender wird sich heute ab 18 Uhr ein gemeinsamer Rundgang über den Weihnachtsmarkt der oben genannten Beteiligten mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael Fürst, anschließen.

Von: Marie Kleine