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25. September 2014

Bischof Norbert Trelle überreicht der Oberin des Karmels, Schwester Teresa Benedicta zur Segnung der renovierten Kirche ein Weihrauchschale. Diese Schale wurde eigens für das 1200-jährige Bistumsjubiläum gefertigt.

Bischof Norbert Trelle überreicht der Oberin des Karmels, Schwester Teresa Benedicta zur Segnung der renovierten Kirche ein Weihrauchschale. Diese Schale wurde eigens für das 1200-jährige Bistumsjubiläum gefertigt.

Zusammen beten – mit extra Stühlen

Bischof Norbert Trelle segnet renovierte Kirche des Karmelitinnenklosters

„Jetzt sind wir richtig angekommen“, sagt Schwester Teresa Benedicta, die Oberin des Karmel St. Josef in Hannover. Die Renovierung der zum Kloster gehörenden Kirche ist abgeschlossen. Bischof Norbert Trelle hat das Gotteshaus gesegnet.

„Das, was sie hier tun, mag für viele Menschen ungewohnt sein“, beschreibt Bischof Trelle das kontemplative Leben der Schwestern: „Sie versenken sich in das Gebet, sprechen die Worte, die unserer Kirche seit Jahrtausenden eine feste Gestalt geben.“Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach dem Sinn ihres Leben suchen, sei der Karmel St. Josef ein geistliches Zentrum für die Stadt und die Region Hannover, „in der die Schwestern auf besondere Weise Zeugnis vom Wirken Gottes unter den Menschen geben.“

Schwester Teresa Benedicta verbindet die Fertigstellung und Segnung der Kirche mit einer Einladung. Fünfmal in der Woche werde künftig in der Kirche Gottesdienst gefeiert (vom Mittwoch bis Sonntag jeweils um 8 Uhr). „Wir freuen uns aber auch über jeden, der mit uns gemeinsam im Chorraum die täglichen Gebetszeiten begeht – wir haben dafür auch schon extra Stühle aufgestellt“, sagt sie und lächelt.

Die zwölf Karmelitinnen des Konventes begehen die traditionellen Gebetszeiten der katholischen Kirche um 6 Uhr (die „Laudes“, sonntags und feiertags jedoch um 7 Uhr), um 12 Uhr (die „Mittagshore“), um 18 Uhr (die „Vesper“, außer dienstags) und um 19.30 Uhr (die „Komplet“, dienstags um 19.40 Uhr). Zudem ist die Kirche von 6 Uhr bis nach der Komplet zum stillen Gebet geöffnet.

„Wir möchten Menschen einen Raum geben, um zu Gott zu finden“, betont Schwester Teresia Benedicta. Das entspreche der Überzeugung der Gründerin des Ordens, der heiligen Teresa von Ávila, nach der Gott bereits in jedem Menschen wohne. „Ich höre häufig, dass Menschen sagen: Beten Sie doch für mich, Schwester, Sie können das besser“, berichtet die Oberin. Doch das stimme nicht: „Jeder kann selbst Gott in seinem Leben finden.“

Die Klosterkirche wurde vom Bistum Hildesheim für 170000 Euro renoviert. Kern des Umbaus ist ein neues Lichtkonzept, dass das Gotteshaus hell und einladend macht. Fenster wurden neu gestaltet, die Fußböden erneuert und der Übergang von Kirchen- zum Chorraum der Schwestern verändert.

Zur Info:
Der Orden des Teresianischen Karmels hat seine Wurzel im 13. Jahrhundert, wurde aber im 16 Jahrhundert von der heiligen Teresa von Ávila und des heiligen Johannes vom Kreuz reformiert und neu begründet. Die Schwestern leben in kleinen Konventen zusammen. Sie sind nicht in der Seelsorge oder in karitativen Feldern tätig, sondern leben kontemplativ: zurückgezogen, mit morgens und abends je einer Stunde stillem Gebet (Meditation) und ausgiebigen Zeiten des Schweigens und Alleinseins als Raum für die Entfaltung des Gebetslebens. Das verbinden die Karmelitinnen mit einem geschwisterlichen Gemeinschaftsleben: die Feier der Heiligen Messe, gemeinsames Stundengebet, geistlicher Austausch und tägliche Zusammenkunft zum ungezwungenen Beisammensein im Gespräch. Die zwölf Schwestern des Karmels St. Josef leben, beten und wirken seit November 2013 in Hannover.

Kontakt und weitere Infos:
Karmel St. Josef
Milanstraße 1
30627 Hannover
Tel.: 0511/22899980 (Mo bis So von 9.30 bis 11.30 Uhr und 15 bis 16 Uhr)
E-Mail: hannover(at)karmelocd.de
Internet: www.karmel-hannover.de