Dekanat Hannover https://www.kath-kirche-hannover.de de_DE Dekanat Hannover Wed, 19 Jan 2022 12:13:43 +0100 Wed, 19 Jan 2022 12:13:43 +0100 TYPO3 EXT:news news-29307 Tue, 11 Jan 2022 19:42:00 +0100 Über Hoffnung, ewiges Leben und das Werk der Barmherzigkeit https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/ueber-hoffnung-ewiges-leben-und-das-werk-der-barmherzigkeit-29307/ Der letzte Dienst: Am 5. März beginnt in der Katholischen Kirche in der Region Hannover ein Ausbildungskurs für Leiterinnen und Leiter von Beerdigungen. Der Leitgedanke: „Ein Werk der Barmherzigkeit“. Pastoralreferent Markus Leim erörtert im Interview, warum dieser Dienst so wichtig ist. Und warum... Die Katholische Kirche in der Region Hannover bietet einen Ausbildungskurs für Leiterinnen und Leiter von Beerdigungen an. Warum dieses Angebot?

Die Beerdigung unserer Verstorbenen und die Begleitung der Angehörigen ist ein Dienst, der uns allen als Christinnen und Christen aufgetragen ist – wenn wir ihn uns zutrauen! Dieser Dienst ist ein „Werk der Barmherzigkeit“ für den Verstorbenen oder die Verstorbene und natürlich besonders für die Angehörigen. Deshalb haben wir den Kurs auch ganz bewusst „Werk der Barmherzigkeit“ genannt. Es ist im Regionaldekanat Hannover nun schon der sechste Ausbildungskurs für den Dienst der Beerdigung. 43 Personen sind bereits mit diesem Dienst in der Region Hannover in unseren 23 Pfarreien beauftragt.

Das ist ja schon eine beachtliche Anzahl. Wie verstehen sich diese Menschen in ihrem Dienst?

Wir gehen in vielen Bereichen der Pastoral den Weg hin zu einer Orientierung an den Begabungen der Menschen, die in liturgischen, diakonischen oder auch katechetischen Feldern aktiv sind. Man kann das dem Personalmangel zuschreiben, aber es ist inhaltlich eine bereichernde Neuausrichtung. Viele sind beteiligt, die Vielfalt wird größer und die Beerdigungen werden „bunter“. Vielleicht werden wir Anfragen von Angehörigen in zehn Jahren in den Pfarrbüros bald mit der Rückfrage erwidern können – etwas salopp ausgedrückt: „Wen dürfen wir Ihnen denn schicken für die Beerdigung: eine Frau, einen Mann,.. – wir haben auch jemanden, der die Muttersprache ihres Verstorbenen und der Trauergemeinde spricht?“.

Menschen, die den Verlust eines oder einer Angehörigen erlitten haben, sind verletzlich, sind verzweifelt, sind wütend – und haben alles Recht dazu. Wie fügt sich diese Ausgangsbedingung in den Kurs ein?

Im ersten Teil des Kurses geht es intensiv darum, meine eigenen Erfahrungen mit Tod und Trauer anzuschauen und wie ich damit umgegangen bin. Ebenso die Frage, wie ich der Trauer anderer Menschen begegne, wie ich also ihre Verletzlichkeit sehen und ihre Wut ertragen kann. Niemand muss im Umgang mit Trauer perfekt sein, aber es gibt Grundhaltungen, die man reflektieren und einnehmen kann, und manche Menschen bringen ein besonderes Gespür für Menschen in Trauer mit, das im Kurs ausgebaut werden kann. Eine Teilnehmerin eines Beerdigungskurses hat einmal zu mir gesagt: „Ich habe meinen Mann verloren. Dann auch noch meine beste Freundin – alles in kurzer Zeit. Ich weiß, was Trauer ist und wie es sich anfühlt. Und ich glaube, ich kann Menschen in der Trauer gut begleiten, weil ich diese erfahren musste und da durchgegangen bin“. Das ist eine sehr gute Ausgangsbedingung für den Kurs – die sich natürlich auch erst entwickeln darf.

Ist das sogar eine Voraussetzung für den Kurs?

Nein, es gibt ganz unterschiedliche Begabungen, die für eine gute Beerdigungs-Praxis wichtig sind. Und für unseren Kurs „Werk der Barmherzigkeit“ gilt: Jeder und jede Teilnehmende kann sich noch während des Kurses, spätestens am Ende entscheiden, ob der Dienst der Beerdigung wirklich das Richtige ist. Positiv gesagt: Wenn mich das Thema jetzt anspricht, dann einfach mit dem Kurs anfangen und im Laufe der Zeit entscheiden, ob ich dabei bleiben möchte oder nicht!

Ist es nicht schwer in einer Situation von Trauer und Tod von der christlichen Hoffnung auf ewiges Leben zu sprechen? Wie lässt sich so etwas lernen?

Indem wir darüber sprechen, welche Hoffnung uns selbst trägt. Das Gespräch unter den Teilnehmenden und dem ganzen Team über die eigenen Ängste und Hoffnungen wird uns alle verändern. Die existentielle Auseinandersetzung mit dem Tod und unserer Hoffnung wird sicherlich unsere Einstellung zum Leben vertiefen. Das Leben ist kostbar. Ich kann mich zwar nicht jeden Tag fragen, was wäre wenn… aber im Bewusstsein meiner Endlichkeit relativieren sich einige alltäglichen Fragen und andere erscheinen in einem neuen Licht.

Woran denken Sie konkret?

Wenn du jemanden liebst oder wenn dir jemand viel bedeutet, dann sage und zeige ihm das auch, es ist eine kostbare Zeit, die man selbst auf der Erde verbringt – und oftmals miteinander. Hier fängt christliche Hoffnung schon an und hört mit dem ewigen Leben nicht auf! Viele Menschen in Deutschland leiden in der dunklen Jahreszeit: Jeden Tag aufs Neue will das Leben gelebt werden und manchmal muss man erstmal wieder Hoffnung schöpfen, um rauszugehen und sich ins Leben zu wagen. Im Kurs werden wir natürlich auch anhand der biblischen Zeugnisse von der Auferstehung ins Gespräch kommen. Man könnte diesen ersten Teil des Kurses auch „Osterzeugen-Kurs“ nennen, denn es geht in der Auseinandersetzung mit Tod und Trauer letztlich darum, für mich und dann auch für und vor anderen von Ostern Zeugnis zu geben.

An wen richtet sich das Angebot?

An alle Interessierten, die sich ihrer Erfahrung von Tod und Trauer stellen möchten, das biblische Zeugnis von Ostern mit anderen reflektieren wollen und sich fragen: „Könnte der Beerdigungsdienst etwas für mich sein?“ Es ist ein ehrenamtlicher Dienst, den jeder Getaufte und Gefirmte ab einem Alter von 25 Jahren ausführen kann. Man sollte psychisch stabil sein, sich trauen, vor anderen zu sprechen und Freude an der Beschäftigung mit biblischen Texten und Liturgie haben. Der Kurs findet bewusst an zwei Samstagen, aber auch an sechs Mittwochvormittagen statt. Wir freuen uns über alle Interessierten, aber die Erfahrung zeigt, dass man sich auch werktags frei nehmen muss, denn viele Beerdigung finden in der Woche statt. Deshalb findet ein Teil des Kurses in der Woche statt.

Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Ein spannendes Halbjahr mit vielen guten Gesprächen über das Leben, das Sterben, die Trauer – aber hoffentlich mit einer lebensfrohen Tiefe und viel Lachen!

Und was steht am Abschluss der Ausbildung?

Am Sonntag, 4. September 2022, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in St. Clemens feierlich gemeinsam ihre Beauftragung erhalten. Anschließend folgt noch eine individuelle Aussendung mit Segen „in der“ jeweiligen Pfarrei, dem Pastoralbereich oder den Kirchorten. Die Beauftragung für den konkreten Einsatz und die Einsatzorte, wo man beerdigt, können unterschiedlich aussehen und werden individuell abgesprochen.

  • Der Ausbildungskurs beginnt am Samstag, 5. März mit einem Tagesseminar von 10 bis 16 Uhr. Daran schließen sich bis zum 8. Juni sechs jeweils dreistündige Treffen: Die Themen unter anderen: Auseinandersetzung mit Tod, Leid, Trauer, Trauergespräche mit Hinterbliebenen, Trauerbegleitung und die liturgische Gestaltung von Begräbnisfeiern. Ein weiterer Seminartag am Samstag, 18. Juni, beschließt die Ausbildung. Die Kurstreffen finden im Pfarrheim von St. Godehard statt (Posthornstraße 22, 30449 Hannover). Am Sonntag, 4. September, werden die Absolventinnen und Absolventen mit einem Gottesdienst in der Basilika St. Clemens, in ihren Dienst ausgesendet.
  • Weitere Informationen bei Pastoralreferent Markus Leim, Platz an der Basilika 2, 30169 Hannover, E-Mail: markus.leim(ät)bistum-hildesheim.net, Telefon. (0511) 164 05 23. Das Kursteam besteht neben Leim aus Diakon Claus Crone, Gemeindereferentin Jutta Golly-Rolappe und Pfarrer Wolfgang Semmet. Die Anmeldung zur Ausbildung ist bis zum 9. Februar möglich.
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news-29297 Mon, 10 Jan 2022 16:32:18 +0100 Mit Stern, Krone und Segen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/mit-stern-krone-und-segen-29297/ Sie sind wieder da. In echt und nicht nur auf einer Videokachel oder als Foto in einem Brief. Mit Gewand, Stern, Krone, Kreide und dem Segen. Sternsinger*innen ziehen in diesen Tagen zu den Rathäusern in der Region Hannover, zum Landtag, zur Staatskanzlei – und auch zum Flughafen. Natürlich gibt es noch einen deutlichen Unterschied zu früheren Zeiten: Es sind jeweils nur kleine Gruppen, die den Segen des Kindes in der Krippe bringen, auf die Nöte von Kindern weltweit aufmerksam machen und Spenden sammeln. Trotzdem: „Letztes Jahr konnten wir uns nur per Video sehen“, sagt die Präsidentin des Niedersächsischen Landtags, Gabriele Andretta: „Da ist es nur gut, wenn jetzt wieder Mädchen und Jungen als Königinnen und Könige ins Parlament kommen.“ Ministerpräsident Stephan Weil erinnert sich an die vielen Sternsinger, die die ganze große Treppe in der Staatskanzlei eingenommen haben: „Mit Gesang und guten Wünschen, dieser zumeist erste Termin im neuen Jahr gehört immer zu den schönsten.“ Auch aus dem Rathaus der Landeshauptstadt um Oberbürgermeister Belit Onay kam der Wunsch, doch wieder von den Sternsinger*innen besucht zu werden, um 2022 unter diesen besonderen Segen zu stellen.

Hl. Kreuz, Osnabrück, St. Nikolaus, Ankum und St. Barbara, Barnstorf: In diesem Jahr sind es zehn Sternsinger*innen aus dem Bistum Osnabrück, die zunächst in die Staatskanzlei und dann in den Landtag ziehen. Zwar kommt der Gesang aus dem mobilen Lautsprecher, doch sind ihre Hinweise umso eindrücklicher. Sie erinnern daran, dass immer noch die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu regelmäßiger Gesundheitsversorgung hat. Daher der Leitgedanke des diesjährigen Aktion: "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit". Vor allem in Afrika sterben täglich Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Durchfall, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Und die Sternsinger*innenzeigen anhand der Beispiele der Aktion Dreikönigsingen auf, wie geholfen werden kann – sei es durch die Unterstützung von Kinderkliniken oder durch Gesundheitsprogramme an Schulen. 

"Wir haben hier in Deutschland so viel mit der Corona-Pandemie zu tun, dass wir vergessen haben, dass andere Regionen in der Welt noch viel mehr leiden“, betont Ministerpräsident Weil. Auch dafür sei er den Sternsinger*innen dankbar. Dieses Zeichen von Solidarität hebt auch Landtagspräsidentin Andretta hervor: „Ihr bringt Licht und Hoffnung – nicht nur für die Kinder, für die ihr Spenden sammelt, sondern auch zu den Menschen, die Ihr besucht.“ Das sei in diesen Zeiten umso wichtiger.

„Euer Einsatz ist beispielhaft“, betont auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. Er wurde von sieben Mädchen und Jungen aus den Pfarreien St. Heinrich und St. Godehard besucht: „Es ist eine wunderbare Tradition, dass Kinder für andere Kinder Spenden einsammeln, um Notlagen zu mildern.“ Nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern quer durch die Region haben Sternsinger*innen Rathäuser besucht – zum Beispiel in Mellendorf, Gehrden, Altwarmbüchen, Wunstorf, Basinghausen, Garbsen, Burgwedel oder Seelze. Und auch am Flughafen Hannover-Langenhagen wurde der Segensspruch 20*C+M+B+22 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) durch eine Gruppe aus der Liebfrauen-Gemeinde angebracht.

Im vergangenen Jahr konnten angesichts der Pandemie keine Hausbesuche stattfinden. Stattdessen haben die 23 katholischen Pfarrgemeinden mit ihren 60 Kirchorten in Stadt und Region Hannover neben Videobotschaften der Sternsinger und digitalen Sternsingerandachten vor allem auf Pakete gesetzt – mit einem Segens-Aufkleber, einem persönlichen Brief und auch mit dem einem oder anderen Lied oder Gebet. In diesem Jahr wurden Hausbesuche unter Infektionsschutzmaßnahmen zum Teil wieder aufgenommen, andere Gemeinden bleiben bei der Praxis über die Sternsinger kleine Päckchen zu verteilen. Die Aktion Dreikönigssingen läuft in diesem Jahr übrigens bis zum 2. Februar.

  • Hintergrund

Das Sternsingen geht auf eine Tradition zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach, wie er in der Bibel (hier ist von drei Weisen bzw. Magiern oder Sterndeutern aus dem Morgenland die Rede) geschildert wurde. 1959 hat das Kindermissionswerk diesen Brauch wieder aufgegriffen und veranstaltet (seit 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend – BDKJ) die „Aktion Dreikönigssingen“. Das Sternsingen gilt heute als die weltweit größte Hilfsaktion, bei der Kinder für andere Kinder sammeln, um Notlagen zu mildern. Bis 2020 (also vor der Corona-Pandemie) nahmen jährlich bundesweit um die 300.000 Kinder und Jugendliche teil. Rund 1,23 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 76.500 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. 2021 waren im Bistum Hildesheim trotz Pandemie 126 Gemeinden und Gruppen digital oder „vor die Haustür legend“ aktiv und konnten 838.000 Euro sammeln.

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news-29265 Wed, 05 Jan 2022 20:45:02 +0100 Geburtenrekord im Vinzenzkrankenhaus https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/geburtenrekord-im-vinzenzkrankenhaus-29265/ 2021 gab es im Vinzenzkrankenhaus so viele Neugeborene wie noch nie zuvor. 1517 Kinder, davon 822 Jungen und 695 Mädchen sind vergangenes Jahr in der Klinik in Kirchrode auf die Welt gekommen – ein neuer Rekord. Wir freuen uns und sind sehr stolz über die vielen positiven Rückmeldungen und das Vertrauen, das uns die werdenden Eltern seit Jahren entgegenbringen“, so Dr. Joachim Pape, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung. „Wenn man dabei bedenkt, dass wir als reine Geburtsklinik zwei leistungsstarke Perinatal-Zentren sozusagen direkt vor der Tür haben, dann ist das eine bemerkenswert starke Leistung, die nur mit einem stabilen Team aus Hebammen, Pflege und ärztlichem Dienst möglich ist. "Das Haus setzt sich schon lange für einen vorbildlichen Personalschlüssel ein. So können die um die 1500 Geburten pro Jahr mit viel „Herzblut“ und Engagement betreut werden: "Das ist für die Eltern spürbar und spricht sich herum. Sie danken uns das positive und erfolgreiche Miteinander, indem sie uns ihr Vertrauen schenken und zu uns kommen.“

Obwohl die Geburtshilfe den Großteil des Jahres unter Pandemiebedingungen stattfinden musste, konnten die Geburten dank des Hygienekonzeptes für Mutter und Kind unter sicheren Bedingungen erfolgen. Geburtenstärkster Monat war der Juli mit insgesamt 143 Entbindungen. Sara Ritter, leitende Hebamme im katholischen Vinzenzkrankenhaus: „Im Frühjahr waren viele werdende Eltern verunsichert, was ein Krankenhausaufenthalt während einer Pandemie bedeutet." Auf ein familiäres Bonding über Nacht (Familienzimmer) musste leider verzichtet werden. Die jungen Familien hätten sich aus diesem Grund vermehrt für einen kurzstationären Aufenthalt entschieden: "Mittlerweile nimmt die Liegedauer nach Geburt jedoch wieder zu. Das Vertrauen in unsere Arbeit freut uns sehr!“

Und mit dem Zählen neuer Baby konnte gleich zu Neujahr begonnen werden: Das erste Kind, das im Vinzenzkrankenhaus im neuen Jahr auf die Welt kam, wurde um 03:20 Uhr geboren.

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news-29249 Mon, 03 Jan 2022 23:06:01 +0100 "Folge dem Stern" https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/folge-dem-stern-29249/ Die einen plündern die Weihnachtsbäume und verpacken wieder die Krippen, die anderen feiern erst jetzt Weihnachten: Das Fest der Geburt Jesu ist auch eine Frage des Kalenders. Längst nicht alle Christ*innen feiern den Heiligen Abend am 24. Dezember. Das ist eine sehr west-christlich geprägte Sicht auf die Geburt Jesu, eine, die dem 1582 eingeführten gregorianischem Kalender folgt. Die orthodoxen Kirchen aus dem Osten Europas, aus Russland, Serbien, Griechenland, der Ukraine und vielen anderen Ländern, begehen das Weihnachtsfest liturgisch aber nach seinem Vorgänger, dem julianischen Kalender – und damit 13 Tage nach den katholischen und evangelischen Christ*innen.

Daher können auch die Heiligen Drei Könige ruhig ein paar Tage später unterwegs sein als an ihrem „gregorianischen Datum. Das werden sie am Samstag, 15. Januar, beim traditionellen Interkulturellen Weihnachtsfest. Die Drei Weisen werden wie in der biblischen Überlieferung dem Stern folgen. Aber nicht in den Stall nach Betlehem, sondern quer durch den Stadtteil List.

Dabei werden aber nicht nur die christlichen Konfessionen zusammengeführt. Die Botschaft von Weihnachten reicht weiter: Friede auf Erden und allen Menschen Wohlgefallen. Das vereint alle Religionen, gerade in einer interkulturell wie interreligiös geprägten Stadt wie Hannover. Daher wird das interkulturelle Weihnachtsfest immer mit Vertreter*innen andere Religionen gefeiert. Nur dieses Mal nicht an einem Ort wie üblich oder als Videogottesdienst wie im letzten Jahr, sondern mit kleinen Gottesdiensten auf dem Weg – wie die Weisen aus dem Morgenland.

Getragen wird das interkulturelle Weihnachtsfest von der Stadtteil-Ökumene in der List: die serbisch-orthodoxe Gemeinde, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Walderseestraße, die katholische Ordensgemeinschaft der Cella St. Benedikt, die Christenmission „Licht“,  die arabisch-deutsche evangelische Gemeinde sowie der Rat der Religionen.  Mit dem Gang durch den Stadtteil sollen Räume zu Begegnung eröffnet und der Blick auf vielleicht bisher unbekannte Orte gelenkt werden. Verbunden mit geistlichen Impulsen aus der jeweiligen Konfession und Religion.   

Die Stationen und Leitgedanken:  

  • 13:00 Uhr – Entdecken: Serbisch-orthodoxe Kirche des Hl. Sava (Mengendamm 16c)
  • 13:45 Uhr – Losgehen: Freikirchliche Gemeinde Walderseestraße, Gemeinde „Eglise Fleuves d’Eau Vive“(Walderseestraße 10)
  • 14:45 Uhr – Unterwegs: Cella Sankt Benedikt (Voßstraße 36)
  • 15:30 Uhr – Stern: Arabisch-deutsche evangelische Gemeinde (Evangelischer Treffpunkt, Vahrenwalder Straße 109)
  • 16:15 Uhr – Wir: Woher?: Rat der Religionen (Forum St. Joseph, Isernhagener Straße 63)
  • 17:00 Uhr – Ankommen: Abschlussgottesdienst in der Matthäuskirche (Wöhlerstraße 13)  

Hinweis: Beim Abschlussgottesdienst wird es jedoch eine sehr beschränkte Anzahl von Sitzplätzen geben. Bei den vorhergehenden Stationen setzen die Veranstalter*innen auf Andachten unter freiem Himmel. Generell gilt: Die Infektionsschutzregeln sind vor Ort zu beachten. 

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news-29213 Sun, 26 Dec 2021 20:10:02 +0100 Wenn die Herberge gefunden wurde https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/wenn-die-herberge-gefunden-wurde-29213/ „Kirche im Kerzenschein“: Vom 27. bis 30. Dezember kann in St. Oliver in Laatzen das Weihnachtsfest nachklingen – mit Licht und Bilder, Texten und Musik. Und einer besonderen Herbergssuche. Der Sternenhimmel leuchtet schon in St. Oliver in Laatzen seit Advent. Währenddessen waren Maria und Josef bis zum Heiligen Abend unterwegs. Wirklich unterwegs. Die beiden Figuren des heiligen Paars – Maria trug deutlich sichtbar das Kind noch im Bauch – wurden  von Familie zu Familie innerhalb der Pfarrei weitergerecht: „Wo genau die beiden gerade waren, haben wir erst im Nachhinein erfahren“, meint Gemeindereferentin Martina Teipel.

Jetzt ist klar, wo die beiden waren. Und was mit dem gemacht wurde,  was Maria und Josef im Gepäck hatten: eine Kerze, ein kleines Bilderbuch für Kinder über Weihnachten, eine Anleitung für eine Hausandacht. „Hinzu kam  ein Tagebuch“, ergänzt Christine Braun, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Für jede Station des Weges wurde eine Seite gestaltet werden. Diese Geschichten vom Suchen und Finden einer Herberge für die Nacht können jetzt nachgelesen. Vom 27. Dezember an werden sie vor dem Altar der Kirche  St. Oliver: „Das ist eine Station unseres Angebots Kirche im Kerzenschein“, hebt Braun hervor.

Im letzten Jahr wurde die Kirche erstmals in den Tagen zwischen den Jahren anders gestaltet. Mit Stationen, mit Texten, mit Bildern, mit Licht: „Über 2000 Leute haben da unsere Kirche besucht und sich von der so anders aussehenden Kirche ansprechen lassen“, betont Braun. In der österlichen Fastenzeit wurde die Idee wieder aufgegriffen: „Von Hosianna zu Halleluja, von Klage zur Freude, war da unser Leitgedanke“, unterstreicht Martina Teipel: „Wir möchten besondere Zeiten im Kirchenjahr auch besonders gestalten.“

Jetzt wurden von einem 15köpfigen Team sieben Stationen in der Kirche gestaltet. Es geht um Engel, um Hirten, um die Bedeutung des Weihnachtsbaumes, darum, wie das Fest der Geburt Christi alle Sinne anspricht. Auch für Kinder gibt es eine gestaltete Ecke. Und Maria und Josef, deren Tagebuch von einer besonderen Herbergssuche im Dezember 2021 erzählt.

  • Kirche im Kerzenschein: Vom 27. bis 30. Dezember in St. Oliver in Laatzen (Pestalozzistraße 24). Die Kirche ist jeweils von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist eine Maske zu tragen 
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news-29162 Tue, 21 Dec 2021 16:47:33 +0100 Zwischen den Heiligen liegt ein Gemeindebus https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/zwischen-den-heiligen-liegt-ein-gemeindebus-29162/ Duschgel, Müsliriegel und medizinische Masken: An der Ludwig-Windthorst-Schule wurde zwischen St. Martin und Nikolaus für die Wohnungslosenhilfe der Caritas gesammelt. Nun wurden die Spenden übergeben. Was liegt zwischen St. Martin und Nikolaus? Das wären zum einen so grob um die 40 oder gar 57 Jahre: Je nachdem welches Geburtsdatum für die Heiligen angenommen wird. Nikolaus soll zwischen 260 und 286 geboren worden sein, Martin wahlweise im Jahr 316 oder 317. Oder es liegen 3700 Kilometer zwischen ihren Wirkungsorten: Nikolaus in Myra, dem heutigen Demre im Südwesten der Türkei und Martin in Tours, mitten in Frankreich.

Oder es sind einfach 24 Tage, vom Martinstag am 11. November bis zum Nikolaustag am 6. Dezember. Das war genau die Zeitspanne, in der die Schüler*innen der Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover Sachspenden für die Wohnungslosenhilfe der Caritas mit dem Tagestreffpunkt und der Wärmestube St. Clemens am Platz vor der Basilika gesammelt haben.

Insofern liegen zwischen den Gedenktagen der beiden Heiligen viele Kartons und Einkauftaschen, die einen ganzen Gemeindebus füllen. „Im letzten Jahr haben wir die Aktion erstmalig durchgeführt – und es war ein großer Erfolg“, erläutert Luwi-Lehrerin Katja Nolte. Daraufhin wurde mit der Caritas Hannover vereinbart, doch in jedem Jahr zwischen St. Martin und Nikolaus, die Dinge zu sammeln, die für obdachlose Menschen auf der Straße eine große Hilfe sind: Warme Strümpfe oder einzeln verpackte Energiespender wie Müsli- oder Schokoriegel zum Beispiel. Oder Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Zahnbürsten, Zahnpasta und Schaum zum Rasieren. Ebenfalls wichtig in diesen Zeiten: FFP2-Masken und Handdesinfektionsmittel in kleinen Flaschen. Und Ohropax für die Nacht in der Sammelunterkunft.

Alle Klassen der Luwi (über 800 Schüler*innen der Jahrgänge fünf bis zehn) wurden mit Plakat und einem Brief an die Eltern zur Sammlung eingeladen. In den Klassenräumen wurden Sammelbehälter aufgestellt – und die füllten sich ratzfatz. Katja Nolte und ihr Kollege Johan Jonnisek hatten alle Hände voll zu tun, die Kartons und Kisten in jede Ecke des Gemeindebusses, der aus St. Bernward geliehen wurde, reinzuquetschen.

Eines hat Katja Nolte dann aber neben der ungebrochenen Spendenfreude und Sammelleidenschaft doch überraschend: „Mit Patrick Hohlfeldt hat sich ein ehemaliger Luwi-Schüler gemeldet.“ Hohlfeldt betreibt in Lehrte einen Edeka-Markt und spendierte 70 Einkaufstaschen –  gefüllt mit Mandarinen, Süßigkeiten, Handdesinfektion als Nikolaustüten. „Die Mutter eines weiteren Schülers hat dann die Übergabe organisiert“, berichtet Katja Nolte.  

Was liegt also zwischen den beiden Heiligen? Teilen wie St. Martin den Mantel und schenken wie der heilige Nikolaus die drei Goldklumpen. Liegt eigentlich nahe.

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news-29152 Mon, 20 Dec 2021 18:13:04 +0100 Heiligabend und Weihnachten: Streaming-Gottesdienste https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/heiligabend-und-weihnachten-streaming-gottesdienste-29152/ Die Geburt von Jesus Christus – eine besondere Zeit im Jahr. Christ*innen feiern das Kind im Stall mit Krippenspielen, mit festlichen und mit besinnlichen Gottesdiensten. Sie können dabei sein – live im Netz. An Heiligabend auch live im Radio.  Weihnachten, das Kind in der Krippe sind ein Versprechen: Gott ist bei uns. Gerade in Zeiten die unsicher sind. Gerade für die, denen es nicht gut geht, die täglich auf's neue schauen müssen, wie sie über die Runden kommen.

Um Hoffnung kann gebetet werden – mit dem Kind in der Krippe. Und mit Ihnen gemeinsam . Live im Netz. Fünf Gemeinden aus Stadt und Region Hannover laden dazu ein.

 

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news-29150 Mon, 20 Dec 2021 15:11:25 +0100 Weihnachten feiern – gerade jetzt! https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/weihnachten-feiern-gerade-jetzt-29150/ Weihnachtsreisen und Lichterwege zur Krippe, unter freiem Himmel, mit Video oder Musik und in vielen Sprachen: Natürlich werden auch in der Katholischen Kirche in der Region Hannover die Gottesdienste an Heiligabend und zu Weihnachten auch in diesem Jahr etwas anders gefeiert als gewohnt.  Es ist das zweite Weihnachtsfest in Zeiten, die als unsicher empfunden werden. „Viele Menschen sind erschöpft, weil sie ihren Alltag immer wieder anders organisieren mussten“, betont Propst Christian Wirz, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover. Doch das mache die Botschaft von Weihnachten so wertvoll: „Gott lässt niemanden allein, erst recht nicht in Zeiten der Krise“. Auch und gerade Menschen, die sich einsam oder alleingelassen fühlen, kein Obdach haben oder immer wieder schauen müssen, wie sie über den Tag kommen.

Die Kirchengemeinden, die katholischen Schulen und Kindertagesstätten, die Jugendlichen im katholischen Jugendzentrum Tabor haben schon im Advent große Anstrengungen unternommen, diese Botschaft konkret umzusetzen: „Sie haben gesammelt, sie haben Pakete gepackt, sie haben unter den notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen Basare für einen guten Zweck durchgeführt.“ Aber sie haben auch in Gottesdiensten und Andachten von dieser Botschaft erzählt, durch offene Türen oder lebendige Kirchenfenster: „Die Momente von Besinnung sind so wichtig in schwierigen Zeiten.“

Vor allem freut sich Wirz, dass so viele Gemeinden trotz der schwierigen Rahmenbedingungen Krippenspiele oder Krippenandachten anbieten, sei es draußen vor der Kirche oder mit Videos. „Wir wissen, dass gerade Kinder und Jugendliche auf vieles verzichten müssen.“

Einzelne Gemeinden übertragen auch Gottesdienste im Internet. Dazu zählt auch die Basilika St. Clemens, wobei die Christmette am Heiligen Abend um 22 Uhr auch im Rundfunk auf NDR Info übertragen wird. Doch auch in St. Godehard in Hannover-Linden, in Hl. Engel in Hannover-Kirchrode, in St. Oliver in Laatzen und in St. Bonifatius in Gehrden wird gestreamt. Christmetten und Weihnachtsgottesdienste werden in spanischer, italienischer, kroatischer und polnischer Sprache gefeiert. „Das zeigt, wie international eine Stadt wie Hannover ist“, meint Wirz: „Und dass die Botschaft von Kind in der Krippe keine Sprachgrenzen kennt.“ 

 

 

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news-29148 Mon, 20 Dec 2021 14:45:29 +0100 Krippenspiele und Christmetten an Heiligabend https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/krippenspiele-und-christmetten-an-heiligabend-29148/ Hier finden Sie die Übersicht für die Krippenspiel, Christmetten und Gottesdienste an Heiligabend in Stadt und Region Hannover sowie in den Missionen für Katholik*innen anderer Muttersprache: Stadt Hannover

Calenberger Neustadt, Basilika St. Clemens: 16:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 19:30 Christmette (tridentinisch), 21:30 musikalische Einstimmung, 22:00 Christmette

Ahlem, Maria Trost: 15:00 Krippenandacht, 18:00 Christmette

Badenstedt, Christkönig: 15:00 Krippenandacht

Bothfeld, Hl. Geist: 15:30, 17:30 Wortgottesfeier, 21:00, 23:00 Christmette

Buchholz, Karmel St. Josef: 19:00 Christmette

Döhren, St. Bernward: 15:30 Messfeier für Kinder mit Krippenspiel, 22:00 Christmette

Herrenhausen, St. Adalbert: 22:00 Messfeier

Kirchrode, Hl. Engel: 18:00, 22:00 Weihnachtsgottesdienst, 24:00 Christmette

Kleefeld, St. Antonius: 15:00 bis 17:00 Lichterweg zur Krippe mit Musik und Segen, 22:00 Christmette

Linden, St. Benno: 15:00 Krippenandacht

Linden, St. Godehard: 15:00 Krippenandacht, 22:00 Christmette

List, Cella St. Benedikt: 20:30 Christmette

Misburg, St. Anna: 14:00 bis 16:00 Lichterweg zur Krippe mit Musik und Segen, 17:00 Christmette

Mitte, St. Elisabeth: 16:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 17:45 musikalische Einstimmung, 18:00 Christmette

Mühlenberg, St. Maximilian-Kolbe: 15:00 Wortgottesfeier für Familien mit Krippenspiel, 18:00, 22:00 Christmette

Nordstadt, St. Maria: 20:30 Messfeier

Ricklingen, St. Augustinus: 15:00 Andacht mit digitalem Krippenspiel, 17:00, 22:00 Christmette

Roderbruch, St. Martin: 14:00 bis 16:00 Lichterweg zur Krippe mit Musik und Segen, 17:00 Christmette

Südstadt, St. Heinrich: 16:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 21:45 musikalische Einstimmung, 22:00 Christmette

Vahrenheide, St. Franziskus: 16:00 Kinderchristmette mit Weihnachtsgeschichte, 18:00, 22:00 Christmette

Vahrenwald, St. Joseph: 15:00, 15:45 Krippenandacht, 17:00, 19:00, 21:00 Christmette, 23:30 Gospel Night

Vinnhorst, St. Hedwig: 21:00 Messfeier

Wülfel, St. Michael: 18:00 Christmette

 

Region Hannover

Barsinghausen, St. Barbara: 15:00 Offene Kirche mit Besuch der Krippen und Krippenspiel online, 17:30 Christmesse

Burgdorf, St. Nikolaus: 14:30, 16:30 Krippenandacht, 22:00 Christmette

Burgwedel, St. Paulus: 15:30 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 17:00 Andacht, 23:00 Christmette

Garbsen, St. Raphael: 22:00 Christmette

Garbsen-Berenbostel, St. Maria Regina: 18:00 Messfeier

Garbsen-Havelse, Corpus Christi: 15:30 ökumenischer Gottesdienst, 17:00 Messfeier

Gehrden, St. Bonifatius: 15:00 Offene Kirche mit Besuch der Krippen und Krippenspiel online, 23:00 Christmesse

Hemmingen, St. Johannes Bosco: 16:00 Krippenfeier, 18:00 Feierliche Andacht

Isernhagen-Altwarmbüchen, Hl. Kreuz: 16:00 Wortgottesfeier für Familien, 17,30 Messfeier für junge und junggebliebene Leute mit Gitarrenbegleitung

Laatzen St. Oliver: 15:00, 16:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenfeier auf dem Kirchplatz, 18:00, 21:00, 23:00 Christmette

Langenhagen, Liebfrauen: 15:00, 16:00, 17:00 Wortgottesfeier mit Krippenspiel, 20:00 Christmette

Langenhagen, Zwölf Apostel: 15:00, 16:00, 17:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 22:00 Christmette

Lehrte, St. Bernward: 15:30 Lichterandacht für Familien, 22:00 Christmette

Mellendorf, St. Maria: 15:30 Wortgottesfeier mit Krippenspiel ohne Kommunionsausteilung, 17:00 Wortgottesfeier mit Krippenspiel und Kommunionsausteilung, 22:30 Christmette

Neustadt am Rübenberge, St. Peter und Paul: 15:00, 16:00 Andacht mit Krippenspiel, 22:00 Christmette

Neustadt-Hagen, Herz Jesu: 18:00 Christmette

Nienburg, St. Bernward: 15:00 Andacht mit Krippenspiel, 18:00 Hl. Messe mit Christvesper, 22:00 Christmette

Pattensen St. Maria: 14:30, 16:30 Familienwortgottesdienst, 18:00Wortgottesfeier

Rehburg-Loccum St. Marien: 16:30 Andacht mit Krippenspiel

Ronnenberg, St. Thomas Morus: 11:00 und 12:00 klitzekleine Weichnacht für Familien mit Klein- oder KiTa-Kindern

Seelze, Hl: Dreifaltigkeit: 15:30 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 22:00 Christmette

Seelze-Letter, St. Maria Rosenkranz: 15:00 Wortgottesfeier für Kinder mit Krippenspiel, 17:00 Messfeier

Sehnde, St. Maria: 17:00 Christmette

Springe, Christ König: 21:00 gestaltete Weihnachtskirche, 22:00 Christmette

Springe-Bennigsen, St. Maria: 16:30 Krippenandacht

Uetze, St. Matthias: 16:30 Weihnachtsandacht

Wunstorf, St. Bonifatius: 16:00 Andacht mit Krippenspiel für Familien mit dem Kinderchor, 18:00, 22:00 Christmette

Wunstorf-Bokeloh, St. Konrad von Parzham: 16:00 ökumenische Weihnachtsandacht an der Kirche

Wunstorf-Steinhude, St. Hedwig: 16:00 Wortgottesfeier mit Krippenspiel

 

Katholik*innen anderer Muttersprache

Italienische Mission: 18:00 Christmette (St. Maria)

Kroatische Mission: 24:00 Christmette (St. Maria)

Polnische Mission: 20:00, 22:00, 24:00 Christmette (Maria-Frieden)

Spanische Gemeinde: 18:00 Christmette (St. Clemens)

 

Bitte beachten:

  • Für Krippenandachten und Christmetten besteht in der Regel eine Anmeldepflicht. Das Verfahren ist in den Pfarreien unterschiedlich geregelt. Bitte informieren sich sich auf den Webseiten der Gemeinden (Übersicht Hannover-Stadt; Übersicht Region)
  • Die Angebote können aufgrund der deutlich reduzierten Platzzahl bereits ausgebucht sein. Die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen sind zu beachten. Dazu zählen unter anderem das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung bis zum Platz, das Wahren von Abstand und das Desinfizieren der Hände. Einzelne Gottesdienste finden auch unter der 2G-Regelung statt.

 

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news-29147 Mon, 20 Dec 2021 14:15:38 +0100 Gottesdienste am 1. und 2. Weihnachtstag https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/gottesdienste-am-1-und-2-weihnachtstag-29147/ Hier finden Sie die Übersicht für die Gottesdienste am 1. und 2. Weihnachtstag in Stadt und Region Hannover sowie in den Missionen für Katholik*innen anderer Muttersprache: Stadt Hannover

Calenberger Neustadt, Basilika St. Clemens: 1. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 13:30 Messfeier (tridentinisch), 2. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 13:30, 15:15 Messfeier (tridentinisch)

Ahlem, Maria Trost: 2. Weihnachtstag 10:30 Messfeier

Badenstedt, Christkönig: 1. Weihnachtstag 09:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 9:00 Messfeier

Bothfeld, Hl: Geist: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Buchholz, Karmel St. Josef: 1. Weihnachtstag 09:00 Messfeier

Döhren, St. Bernward: 1. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 9:00 Messfeier

Herrenhausen, St. Adalbert: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 17:00 Messfeier

Kirchrode, Hl: Engel: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Kleefeld, St. Antonius: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 18:00 Messfeier

Linden, St. Benno: 1. Weihnachtstag 12:00 Messfeier

Linden, St. Godehard: 1. Weihnachtstag 10:30 Messfeier, 2. Weihnachtstag 10:30 Messfeier

List, Cella St. Benedikt: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Misburg, St. Anna: 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Mitte, St. Elisabeth: 1. Weihnachtstag 9:30 Messfeier

Mittelfeld, St. Eugenius: 1. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 10:00 Messfeier;

Mühlenberg, St. Maximilian-Kolbe: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 16:00 Messfeier in polnischer Sprache, 2. Weihnachtstag 11:00, 19:00 Messfeier

Nordstadt, St. Maria: 1. Weihnachtstag 09:30 Messfeier, 2. Weihnachtstag 09:30 Messfeier

Ricklingen, St. Augustinus: 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Roderbruch, St. Martin: 1. Weihnachtstag 09:30 Messfeier, 2. Weihnachtstag 09:30 Messfeier

Südstadt, St. Heinrich: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Vahrenheide, St. Franziskus: 1. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 10:00 Messfeier, 12:30 Ghanaischer Gottesdienst, 17:00 Vesper, 18:00 Messfeier

Vahrenwald, St. Joseph: 1. Weihnachtstag 10:00, 11:30 Weihnachtsgottesdienst, 2. Weihnachtstag 10:00, 11:30 Weihnachtsgottesdienst

Vinnhorst, St. Hedwig: 1. Weihnachtstag 17:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Wülfel, St. Michael: 2. Weihnachtstag 18:30 Messfeier

 

Region Hannover

Barsinghausen, St. Barbara: 1. Weihnachtstag 10.30 Festamt, 15:00 Offene Kirche mit Besuch der Krippen und Krippenspielfilm, 2. Weihnachtstag 9:00 Weihnachtsmesse

Burgdorf, St. Nikolaus: 1. Weihnachtstag 11:00 Weihnachtsfestmesse, 2. Weihnachtstag 9:30, Messfeier

Burgwedel, St. Paulus: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Garbsen, St. Raphael: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 16:30 Messfeier in polnischer Sprache, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Garbsen-Berenbostel, St. Maria Regina: 1. Weihnachtstag 10:00 Wortgottesfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Garbsen-Havelse, Corpus Christi: 2. Weihnachtstag 09:00 Messfeier

Gehrden, St. Bonifatius: 1. Weihnachtstag 15:00 Offene Kirche mit Besuch der Krippen und Krippenspielfilm, 17:30 Festamt, 2. Weihnachtstag 10:30 Uhr Weihnachtsgottesdienst

Hemmingen, St. Johannes Bosco: 1. Weihnachtstag 11:00 Hl. Messe

Isernhagen-Altwarmbüchen, Hl. Kreuz: 1. Weihnachtstag 09:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 9:00 Messfeier

Laatzen, St. Oliver: 1. Weihnachtstag 09:00, 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Langenhagen, Liebfrauen: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Langenhagen, Zwölf Apostel: 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Lehrte, St. Bernward: 1. Weihnachtstag 10.30 Uhr Festmesse, 2. Weihnachtstag 10.30 Uhr Hl. Messe

Mellendorf, St. Maria: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Neustadt am Rübenberge, St. Peter und Paul: 1. Weihnachtstag 11:00 Festhochamt, 2. Weihnachtstag 11:00 Festhochamt

Neustadt-Hagen, Herz Jesu: 2. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Neustadt-Poggenhagen, St. Johannes Apostel: 1. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Nienburg, St. Bernward: 1. Weihnachtstag 11:00 Festhochamt, 2. Weihnachtstag 11:00 Hl. Messe

Pattensen St. Maria: 1. Weihnachtstag 11:00 Hl. Messe

Rehburg-Loccum St. Marien: 2. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Ronnenberg, St. Thomas Morus: 2. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Schwarmstedt, Hl. Geist: 2. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Seelze, Hl. Dreifaltigkeit: 1. Weihnachtstag 11:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Seelze-Letter, St. Maria Rosenkranz: 1. Weihnachtstag 09:30 Messfeier, 2. Weihnachtstag 09:30 Messfeier

Sehnde, St. Maria: 1. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Sehnde-Bolzum, St. Josef: 1. Weihnachtstag 9:00 Festmesse

Springe, Christ König: 2. Weihnachtstag 10:30 Hl. Messe

Springe-Bennigsen, St. Maria: 1. Weihnachtstag 10.30 Weihnachtsmesse

Springe-Eldagsen, Allerheiligen: 2. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Uetze, St. Matthias: 2. Weihnachtstag 11:00 Messfeier

Wennigsen, St. Hubertus: 1. Weihnachtstag 9:00 Festamt, 2. Weihnachtstag 9:00 Wortgottesdienst

Wunstorf, St. Bonifatius: 1. Weihnachtstag 8:00 Laudes, 11:00 hl. Messe, 2. Weihnachtstag 11:00 Hl. Messe

Wunstorf-Bokeloh, St. Konrad von Parzham: 1. Weihnachtstag 9:00 Hl. Messe

Wunstorf-Steinhude, St. Hedwig: 1. Weihnachtstag 10:00 Hl. Messe

 

 

Katholik*innen anderer Muttersprache

Italienische Mission: 2. Weihnachtstag 16:00 Messfeier (St. Maria)

Kroatische Mission: 1. Weihnachtstag 12:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 12:00 Messfeier (St. Maria)

Polnische Mission: 1. Weihnachtstag 11:45, 18:00 Messfeier, 2. Weihnachtstag 8:30, 11:45, 16:00, 18:00 Messfeier (Maria-Frieden)

Spanische Gemeinde: 2. Weihnachtstag 17:30 Messfeier (St. Clemens)

 

Bitte beachten:

  • Für die Gottesdienste besteht eine Anmeldepflicht. Das Verfahren ist in den Pfarreien unterschiedlich geregelt. Bitte informieren sich sich auf den Webseiten der Gemeinden (Übersicht Hannover-Stadt; Übersicht Region)
  • Die Angebote können aufgrund der deutlich reduzierten Platzzahl bereits ausgebucht sein. Die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen sind zu beachten. Dazu zählen unter anderem das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung bis zum Platz, das Wahren von Abstand und das Desinfizieren der Hände. Einzelne Gottesdienste finden auch unter der 2G-Regelung statt
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news-29072 Sat, 11 Dec 2021 10:19:56 +0100 Zwischen Schafen und Dromedaren https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/zwischen-schafen-und-dromedaren-29072/ Mit Spielzeug wird in St. Nikolaus in Burgdorf die Weihnachtsgeschichte erzählt. Bis zum 6. Januar werden immer neue Szenen in der Krippenlandschaft aufgebaut. Sand ist manchmal hartnäckig – eine Erfahrung, die nun das Krippenteam um Ricarda Lott, Niklas Wedekin und Gemeindereferent Stefan Horn in der St.-Nikolaus-Kirche in Burgdorf gemacht hat. Denn die aufzubauende Karawane mag so gar nicht, trotz Klebeband, auf Sand halten. Da könnte ein Dromedar glatt umfallen – und Maria und Josef, die mit ihrem Esel mitten in der Szene sind, gleich mit.

Denn anschauen, nahe rangehen und vielleicht auch eine Nase an der Acrylglasumrandung der Krippe leicht plattdrücken – das kann passieren und ist erlaubt. Zwar stammen die Figuren nicht aus renommiertem Kunsthandwerk, doch sind sie seit 1994 gerichtlich als Werke angewandter Kunst eingestuft: Playmobil-Figuren. Erwachsene 7,5 Zentimeter hoch, Kinder 5,5 Zentimeter. Tiere von allen Kontinenten – und auch eine Krippe, um die in St. Nikolaus eine ganze Landschaft mit sich veränderten Szenen erreichtet wird.

Warum ein Spielzeug, dass statistisch in zwei Dritteln der Kinderzimmer in Deutschland vorhanden ist? „Playmobil schlägt eine Brücke zwischen der Lebenswelt von Kindern und der Bibel“, meint Stefan Horn. Für den Gemeindereferenten kann es nichts Besseres geben, als die Botschaften der Heiligen Schrift zu erspielen: „Kinder bekommen so eine positive Verbindung und wer weiß, vielleicht spielen sie die Geschichten ja zu Hause mit ihren Figuren nach.“

Gabriel, Augustus und die drei Weisen

Mit der Krippenlandschaft soll die Weihnachtsgeschichte ein Stück anschaulich gemacht werden. Das erste Bild zeigt die Überlieferung, als der Engel Gabriel der Jungfrau Maria die Geburt ihres Sohnes ankündigt. Es folgt das Gebot von Kaiser Augustus, dass alle Welt sich zählen lassen sollte: Josef macht sich mit Maria nach Betlehem auf – als Teil der Karawane, die im Sand nicht ganz so standfest ist. Bis zum 6. Januar folgen Szenen von der Geburt Jesu sowie von den drei Weisen, die dem Stern zur Krippe folgen.

Ausgangspunkt der sich wandelnden Krippenlandschaft, waren Überlegungen im Pfarrgemeinderat, wie die Botschaft von Weihnachten möglichst vielen einfach vermittelt werden können. Daher Spielzeug – und daher Erklärfilme. Zu jeder Veränderung wird auf der Webseite von St. Nikolaus ein Kurzvideo eingestellt, erläutert Horn: „Hier wird der entsprechende Textabschnitt in einfacher Sprache die Botschaft verkünden.“ Die Videos können an der Krippenlandschaft per QR-Code abgerufen werden.

Bei der Gestaltung hat Horn zusammen mit Ricarda Lott und Niklas Wedekin, nicht nur auf unterschiedliche vorliegende Spielwelten zurückgegriffen und sie neu komponiert. Sondern zudem auf verschiedene Spielgenerationen, was machen augenfälligen Unterschied erklärt. „Deutlich wird das bei den Schafen, die teilweise aus sehr früher Produktion kamen und relativ einfach gestaltet sind“, nennt Horn ein Beispiel: „Neuere Figuren sind sehr detailreich.“ Aber was wäre schon eine Krippenlandschaft ohne eine richtige Herde?

Playmobilkinder unterschiedlicher Generationen

Die ersten Reaktionen zeigen, dass die Idee gut ankommt: „Kinder standen schon mit großen Augen davor und haben mit ihren Eltern die Landschaft erkundet“, schildert Horn. Wobei er allerdings auch bei den Eltern leuchtende Augen bemerkt hat: „Schließlich haben die meisten auch mit Playmobil gespielt.“ Wie Horn selbst: „Ich bin ein Playmobilkind der ersten Generation.“ Mitte der 1970-er Jahre hat der fränkische Hersteller seine Figuren erstmals in die Läden gebracht.

Eher ein Playmobilist der vierten Generation ist Niklas Wedekin: 13 Jahre alt und „Kolping-Kid“: „Mir hat das großen Spaß gemacht“, sagt er – vor allem aus den einzelnen Teilen ganze Landschaften zu schaffen. Für Ricarda Lott ist die wandelnde Krippe eine kreative Idee, die sich durch den Advent zieht. „Sie zeigt auch, dass die Gemeinde sich bemüht, unter widrigen Bedingungen etwas auf die Beine zu stellen“, betont die Juristin, die sich im PGR engagiert. Sie selbst hat als „Autodidaktin“ mehrfach in Burgdorf als Künstlerin ausgestellt, vor allem Acrylmalerei.

Doch nicht nur die Krippe und die Landschaften sind selbst komponiert und in Szene gesetzt. Auch der Schau-Rahmen ist Marke Eigenbau. Die transparente Umrandung hat der Seelsorger von St. Nikolaus, Pfarrer Franz Kurth, im Keller passgenau zusammengesetzt.

  • Die Playmobil-Krippe kann täglich während der Öffnungszeiten der St.-Nikolaus-Kirche von 9 Uhr bis 17 Uhr besichtigt werden (Im Langen Mühlenfeld 19, 31303 Burgdorf). Die Videos sind auf der Webseite der Pfarrei zu finden: www.st-nikolaus-burgdorf.de
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news-29034 Wed, 08 Dec 2021 16:41:03 +0100 Ankommen bei Gott https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/ankommen-bei-gott-29034/ Musik, Kerzen, Stille – das öffnet die Sinne. Für Dinge, die über den Alltag hinausreichen. Für ein Gebet. Das ist Nightprayer am Samstag, 11. Dezember, in der Zeit von 18:30 bis 22 Uhr in der Basilika St. Clemens. Glauben und Beten ist nicht nur eine Sache der Worte und des Kopfes. Und auch nicht nur eine der Feier des Gottesdienstes. Ankommen bei Gott hat etwas mit allen Sinnen zu tun: mit Musik, mit Kerzen, mit Gefühl.  Als das verbindet der Nightprayer-Abend in der Basilika St. Clemens am Samstag, 11. Dezember (Platz an der Basilika 2): Zeremonie und Riten, Anregungen zum Nachdenken, ruhige Musik und mildes Licht und gemeinsames Gebet.

„Ankommen bei Gott“ – so ist der Nightprayer-Abend in St. Clemens überschrieben. Er beginnt um 18:30 Uhr mit der Feier der Heiligen Messe. Daran schließt sich um 19.30 ein Impuls von Propst Christian Wirz, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Von 20:00 bis 22:00 Uhr ist Zeit für Anbetung und Lobpreis. Die Augen können dabei auf das „Allerheiligste“ gerichtet werden. Eine Hostie, die Jesus Christus verkörpert, und in einem Zeigegefäß, der sogenannten Monstranz, auf dem Altar ausgestellt wird. Zum Ankommen bei Gott.

Der Nightprayer-Abend schließt um 22 Uhr mit der Komplet – von lateinisch completorium = „Schlussandacht“. Es ist das Abendgebet der christlichen Kirchen. Es vereint den Rückblick auf den Tag und die Bitte um Schutz und Segen für die Nacht. Worte von Gottvertrauen und Zuversicht.

Eine Anmeldung für den Gottesdienst ist nicht erforderlich. Allerdings müssen Kontaktdaten hinterlassen und die notwendigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen (Handdesinfektion, Tragen einer medizinischen Maske, Abstandsregelungen) eingehalten werden. Die Plätze sind beschränkt.

Generell, aber vor allem für die Zeit der Anbetung und des Lobpreises gilt: Jede*r kann kommen und gehen, wie sie oder er mag. Allerdings wird gebeten, den Hinweisen am Eingang der Basilika Folge zu leisten.

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news-29035 Wed, 08 Dec 2021 13:30:00 +0100 Impfen statt Singen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/impfen-statt-singen-29035/ Das große Stadionsingen wird zum großen Stadionimpfen. Mit Blick auf die Corona-Situation haben die Veranstalter und Kooperationspartner des Stadionsingens entschieden: Am 22. Dezember startet in der Zeit von 15 bis 22 Uhr eine große Impfaktion. Was bleibt ist die weihnachtlicher Atmosphäre und mit die musikalischer Begleitung. Nur selber Singen geht nicht. Die Premiere des Stadionsingens wird auf das Jahr 2022 verschoben.

Regionspräsident Steffen Krach: „Diese Impfaktion zeigt, wie stark die Akteure hier in der Region zusammenarbeiten können. Ich finde es großartig, dass Hannover 96 und der Stadtkirchenverband hier so schnell auf die Situation reagiert haben. Wir als Region Hannover stellen gerne unsere Impfteams zur Verfügung und freuen uns, dass die Impfkampagne nun auch an einem Ort stattfindet, der für viele mit Sicherheit auch Neugierde weckt. Je mehr Leute sich impfen lassen, desto schneller sind dann auch wieder (Fan)-Gesänge möglich.“

„Aufgrund der aktuell angespannten Situation in der Corona-Pandemie fand schnell ein Umdenken statt. Wir haben uns überlegt, wie wir als Kirche gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern jetzt die Menschen hier vor Ort am besten unterstützen können. Wir freuen uns sehr darüber, dass alle sofort von der Idee, eine große Impfaktion im Stadion anzubieten, begeistert waren,“ erklärt Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes.

Auch wenn einige Details noch in der Planung sind, so soll es mehrere Impfstraßen in den Räumlichkeiten des Stadions geben, darunter auch eine sichere Impfaktion für Kinder, sobald die erwartete Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kinder von 5 – 11 Jahren ausgesprochen wird.

Für eine entspannte, weihnachtliche Atmosphäre werden auf der Bühne vor dem Eingang Ost traditionelle Advents- und Weihnachtslieder unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Harald Röhrig musiziert. Gospelkantor Jan Meyer wird mit dem Gospelensemble PrayStation Gospel- und Popsongs singen. Für warme Getränke sorgt der Malteser Hilfsdienst.

Ab Freitag, den 10. Dezember wird es unter www.das-stadionimpfen.de ein Anmeldetool für die Impfaktion geben. Die bereits erworbenen Tickets für das Stadionsingen behalten jedoch ihre Gültigkeit und können bei der Premiere im kommenden Jahr eingelöst werden. Alle Ticketkäufer*innen werden per E-Mail von EVENTIM entsprechend benachrichtigt. Für alle, die ihre Tickets zurückgeben möchten, stellt EVENTIM auf ihrer Homepage einen Link zur Erstattung der Kosten bereit.

Veranstaltet wird das Stadionimpfen vom Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover, der Katholischen Kirche in der Region Hannover und der Region Hannover in Kooperation mit 96plus, der HDI Arena, Eddis Kids, Radio 21, Asphalt und der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG).

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news-28949 Wed, 01 Dec 2021 16:47:00 +0100 Mit Geist und Geschick durch die City https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/mit-geist-und-geschick-durch-die-city-28949/ Was hat der Advent mit Hannoverschen Gullideckeln zu tun? Warum erinnern die vier Kerzen auf dem Adventskranz an Straßenkinder von vor 200 Jahren? Wer ist die Italienerin an der Leine und was verbindet sie mit dem Gefühl der Geborgenheit? An elf Stationen sind Hannoveraner*innen und Besuchende der... „Wir möchten Advent und Weihnachten ‚alltagstauglich‘ machen und den Inhalt dieses Festes auf leichte Weise mit unserem alltäglichen Leben ins Spiel bringen“, sagt Gregor Branahl, der stellvertretende Leiter des [ka:punkt], dem katholischen Treffpunkt und Beratungsangebot in der Innenstadt von Hannover und zusammen mit Leiterin Jutta Johannwerner Initiator der Aktion: "Wir haben bereits vor Ostern mit einem ähnlichen Angebot gute Erfahrungen gemacht." Jetzt also im Blick auf Weihnachten:  „Das besondere an unserem Adventsprojekt ist die überraschende Verbindung von historischen Sehenswürdigkeiten mit den Themen Advent und Weihnachten, die so noch nicht präsentiert wurden,“ erklärt Pastor Stephan Lackner, Leiter der Wiedereintrittsstelle Kirche-im-Blick.

So können die Teilnehmenden zum Beispiel die Geheimnisse des Wunschbrunnens und seine Geschichte ergründen, den Lichterbaum in der Marktkirche als Zeichen der Hoffnung bestaunen und ein eingelassenens Kreuz im Straßenpflaster entdecken. An weiteren Stationen können emotionale Fotos gemacht, Meinungen geteilt oder Kerzen angezündet werden.

Den Herrenhuter Stern, Ursprung aller Weihnachtssterne, kann man im Turm der evangelisch-reformierten Kirche entdecken, die ebenfalls am interaktiven Adventsweg mitgearbeitet hat. "Ein schlichter Stern für eine schlichte Kirche", meint Elisabeth Griemsmann, Pastorin der evangelisch-reformierten Gemeinde. Aber an einem besonderen Platz: der Straße der Toleranz. Wieder ein Beispiel, wie interaktiv überraschendes Wissen über die Adventszeit mit Insider-Tipps über die Stadt Hannover kombiniert vermittelt wird. "Der Weg ist ein ganz bewusst spielerischer Umgang mit Advent, Stadtgeschichte und den Dingen, die dazwischen liegen", betont Gregor Branahl.

Die "Tour d'Advent" startet am Ernst August Denkmal am Hauptbahnhof. Sie führt über neun weitere Stationen, die zum Sehen, Hören und Mitmachen anregen und endet an der Buchhandlung an der Marktkirche. Wer bei den richtigen Quizantworten mindestens 630 Punkte gesammelt hat, kann sich bis zum 6. Januar 2022 am Ziel einen Überraschungspreis abholen: Tipp: Ein Gebäck mit Kult-Status, welches bereits seit 160 Jahren in Hannover hergestellt wird.

Der Weg ist drei km lang und dauert ein knappe Stunde. Wer mitmachen will, benötigt ein Smartphone und die kostenlose App Actionbound. Entweder „Adventsweg Hannover“ eingeben oder den QR-Code auf dieser Seite einlesen und schon geht’s los. Der interaktive Adventsweg ist ein ökumenisches Projekt, entwickelt in Zusammenarbeit zwischen dem katholischen [ka:punkt], der Ev.-luth. Wiedereintrittsstelle Kirche-im Blick (in der Buchhandlung an der Marktkirche) und der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde.

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news-28907 Mon, 29 Nov 2021 12:19:20 +0100 Auszeit im Advent https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/auszeit-im-advent-28907/ Weil auch in diesem Jahr alles anders ist mit dem Advent: Dreimal mittwochs (1.,8. und 15. Dezember) lädt das Team der katholischen Propstei St. Clemens zu einer etwas anderen Viertelstunde ein – immer mittags um 12 Uhr. Déjà-vu? Die vierte Corona-Welle hat alle Vorstellung eines "normalen" Advents zunichte gemacht. Die Unsicherheiten sind groß, die Sorgen, wie es weiter gehen kann, wachsen beständig. 

Wann einmal Luft holen? Wann die vielen Gedanken ordnen? Und warum nicht in der Mitte des Tages? Zu dieser Auszeit am Mittag wird herzlich in die Basilika St. Clemens eingeladen. Jeweils am Mittwoch in der Adventzeit (2.,9.,16 und 23. Dezember), immer in der Zeit von 12 bis 12:15 Uhr in der Basilika St. Clemens (Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover).

Eine Atempause mit ruhiger Musik, einem besinnlichem Text, Raum für Gedanken und dem, was so häufig schmerzlich vermisst wird: einem Moment der Stille. Durchatmen. Sortieren. Und dann vielleicht noch eine Kerze entzünden. Als Zeichen von Hoffnung. Auch in der Mitte der Woche, nicht nur sonntags am Adventskranz.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings müssen die Kontaktdaten aufgrund der aktuell gültigen Hygieneschutzbestimmungen hinterlegt werden. Bitte tragen Sie in der Kirche eine Maske und halten den notwendigen Abstand ein.

 

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news-28852 Thu, 25 Nov 2021 18:43:28 +0100 Ankommen im Advent https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/ankommen-im-advent-28852/ Advent – warten auf die Geburt Jesu Christi. Eine besondere Zeit, die in der Basilika St. Clemens mit einem musikalischen Abendlob am Samstag, 27. November, um 18 Uhr eingeleitet wird. Zu hören sind unter anderem Werke von Andreas Hammerschmidt, Heinrich Schütz und Giovanni Pierluigi da Palestrina, aber auch von Bob Chilcott und Charles Wood. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der Basilika St. Clemens (Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover) liegt beim Propsteichor St. Clemens unter der Leitung von Michael Čulo, Domkantor in Hildesheim. An der Orgel: Angelika Rau-Čulo, Kirchenmusikdirektorin in der evangelischen Gemeinde St. Michaelis in Hildesheim. Die liturgische Leitung hat Pastoralreferent Thomas Harling, Kulturbeauftragter der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Seit langem kennen die Kirchen die Tradition des Abendlobs: Es ist Bestandteil des Stundengebets. Es folgt einer Weisung des Apostels Paulus: "Betet ohne Unterlass", heißt es im ersten Thessalonicherbrief (5,17). Diesen Aufruf zum ständigen Gebet im Laufe des Tages findet man schon im Alten Testament. Besonders in den Psalmen wird betont, man habe den Herrn beständig vor Augen (Ps 25,15) und sein Lob im Mund (Ps 34,2). Wie im Judentum und der Christenheit findet sich auch im Islam die Verpflichtung zu Gebetszeiten im Laufe des Tages. Der verbindende Gedanke: den Alltag unterbrechen, um sich bewusst zu machen, dass man in der Gegenwart Gottes lebt.

Jedes Gebet in den christlichen Tageszeiten hat eine andere Ausrichtung: Beim Abendlob verbinden sich Rückschau und Vorausblick. Der sich zum Ende neigende Tag wird betrachtet, gleichzeitig wandern die Gedanken schon zum neuen Morgen. In dieser Situation versichern sich Christ*innen in Gebet und Fürbitte der Gegenwart des lebendigen, ihnen zur Seite stehenden Gottes.

Dem Abendlob, der sogenannten "Vesper", am Vorabend des 1. Advents kommt noch eine besondere Bedeutung zu. Im Blick auf den neuen Morgen ist diese Feier traditionell der Auftakt des Advents, der Zeit des Wartens auf die Ankunft von Jesus Christus. Es ist die Stunde, in der das neue Kirchenjahr seinen Anfang nimmt. 

Aufgrund der geltenden Corona-Hygiene-Regeln ist die Personenzahl beschränkt. Teilnahme nur mit Platzreservierung (E-Mail: propstei(ät)kath-kirche-hannover.de oder Telefon: 0511 / 16 40 530) möglich.

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news-28861 Thu, 25 Nov 2021 18:20:26 +0100 1,3 Millionen Euro für Digitalisierung der Schulen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/13-millionen-euro-fuer-digitalisierung-der-schulen-28861/ Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat  in einer kleinen, coronakonformen Feier den Schulen in Trägerschaft des Bistums – unter anderem für die Ludwig-Windthorst-Schule –Bewilligungsbescheide von knapp über 1,3 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule überreicht. „Digitale Bildung ist für die Zukunft unverzichtbar und für junge Leute alternativlos“, sagt Dr. Jörg-Dieter Wächter. Als Leiter der Hauptabteilung Bildung ist er verantwortlich für die Schulen und dankbar für den „Kraftakt, mit dem Bund und Länder die Mittel bereitgestellt und ans Fließen gebracht haben“. Der Digitalpakt sei ein gelungenes Beispiel einer öffentlichen Finanzierung freier Träger.

Begünstigt wurden dabei jetzt die Albertus-Magnus-Schule, die St.-Augustinus-Schule, die Bonifatiusschule II, das Gymnasium Josephinum, die Ludwig-Windthorst-Schule, die Oberschule und das Gymnasium Eichendorffschule vom Bistum Hildesheim sowie das Gymnasium St. Ursula-Schule und das Gymnasium Marienschule von der Stiftung Katholische Schule, die ebenfalls zum Bistum gehört. Das Geld fließt u. a. in den Aufbau von WLAN-Strukturen, Verkabelungen und in die Anschaffung technischer Geräte.

„Es ist eine gute Anschubfinanzierung, doch es kommen auch Folgekosten auf uns zu“, blickt Wächter mit Sorge in die Zukunft.

„Der Digitalpakt ist das größte Förderprogramm, das Bund und Länger je auf den Weg gebracht haben“, erklärt Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Und doch seien Anschlusslösungen sinnvoll und notwendig. „Es wird ein DigitalPakt 2.0“ geben“, ist sich der Minister sicher. Er freue sich über das tatkräftige digitale Engagement des Bistums Hildesheim und seiner Schulen. „Mit den Mitteln aus dem Digitalpakt können sie nun diesen erfolgreichen Weg weitergehen und viele ihrer geplanten Projekte umsetzen.“ Die Technik sei aber kein Selbstzweck: „Das Primat der Pädagogik bleibt bestehen. Lernen findet zwischen Menschen statt, Technik kann dabei unterstützen“, betont Tonne.

Der Digitalpakt unterstützt Schulen bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Unterrichtsstrukturen. In Niedersachsen stehen hierfür rund 522 Millionen Euro bereit. Auf diese Weise sollen die Schulen fit gemacht werden für das digitale Zeitalter.

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news-28825 Sun, 21 Nov 2021 20:43:05 +0100 "Orange the world" https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/orange-the-world-28825/ Unter dem Motto „Orange the World“ machen Organisationen weltweit am 25. November darauf aufmerksam, dass global betrachtet jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von physischer, psychischer und/oder sexueller Gewalt betroffen ist – vor allem in der eigenen Partnerschaft.   Mit verschiedenen Aktionen wollen die Initiierenden – in Hannover sind es die Clubs von Soroptimist International und Zonta International – zu einer Enttabuisierung des Themenkomplexes Partnerschaftsgewalt beitragen. Jährlich erstrahlen zum Thementag Gebäude auf der ganzen Welt in Orange. 

„Es ist wichtig, Aktions- und Gedenktage mit klaren Zeichen zu füllen“, betont Propst Christian Wirz, der Hausherr der Basilika St. Clemens: „Deshalb machen wir gerne mit.“ Gewalt gegen Frauen zieht sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen und geht einher mit Angst, Unterdrückung und Scham. Betroffene Frauen müssen ein Recht auf flächendeckende Unterstützung haben: „Denn diese Hilfe ist lebensrettend.“ Gleichzeitig sieht Propst Wirz die Gesellschaft, Politik und Kirchen in der Pflicht, Strukturen aufzudecken, die Gewalt gegen Frauen begünstigen.

Daher wird die Basilika in dem Abendstunden des 25. November von 17 bis ca. 21 Uhr in Orange leuchten – wie auch das Neue Rathaus, der Landtag, der Beginenturm am Historischen Museum, die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität oder die Hochschule Hannover. Die Farbe Orange wird symbolisch als alarmierende Farbe genutzt, die auf die ebenso alarmierenden gesellschaftlichen Zustände aufmerksam machen und in eine Zukunft ohne Gewalt weisen soll. Die Basilika ist außerdem bis 21 Uhr geöffnet und im Inneren beleuchtet: für ein Gebet, einen Moment des Besinnens oder für das Anzünden einer Kerze. 

An mehreren Gebäuden wird ein stiller Konvoi von Fahrzeugen als weiteres Zeichen des Protestes vorbeiführen. Startpunkt ist der Schützenplatz um 17:30 Uhr. Die Abschlussveranstaltung des Orange Day Hannover findet direkt vor dem Landtagsgebäude auf dem Hannah-Arendt-Platz um 19:15 Uhr statt. Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta wird als Schirmfrau ein Grußwort sprechen. Auch Daniela Behrens, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, wird sich an das Publikum wenden.

Zum Hintergrund: Die UN-Generalversammlung verabschiedete am 17. Dezember 1999 eine Resolution, nach der der 25. November alljährlich zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen“ bestimmt wurde. Der Tag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik zurück. Sie wurden am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet, weil sie sich gegen die Diktatur Rafael Trujillos gewehrt hatten. Der Mut der drei Frauen wird jährlich durch den Gedenktag gewürdigt.

Die Initiierenden: Soroptimist International (SI) ist weltweit eine der größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Soroptimist International Deutschland (SID) hat derzeit über 6700 Mitglieder in 223 regionalen Clubs. In Hannover sind zwei SI-Clubs aktiv: der Club Hannover und der Club Hannover 2000.

Zonta International (ZI) als einer der führenden internationalen Serviceclubs ist ein Netzwerk berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen mit etwa 30.000 Mitgliedern in 63 Ländern. ZI setzt sich dafür ein, die Lebenssituationen von Frauen rechtlich, politisch, wirtschaftlich, beruflich und gesundheitlich zu verbessern und füreinander einzustehen. Die 136 nationalen Zonta Clubs mit über 4000 Mitgliedern sind in der Zonta Union deutscher Clubs zusammengeschlossen, zu der auch der Zonta Club Hannover gehört.

 

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news-28793 Wed, 17 Nov 2021 18:01:43 +0100 "Wir werden gehört" https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/wir-werden-gehoert-28793/ Die Stadt Hannover wählt – und zwar einen neuen Seniorenbeirat. Dafür braucht es Interessierte, die bereit sind für die Wahl der Delegiertenversammlung zu kandidieren, aus der dann der 13-köpfige Seniorenbeirat hervorgeht. Was der Beirat macht und warum es wichtig ist, dass die Katholische Kirche... Eine klassische Frage zum Auftakt: Was sind denn die drei wesentlichsten Aufgaben des Seniorenbeirats der Stadt Hannover?

Das kann man nicht auf drei Aufgaben einengen, weil der Seniorenbeirat alle Seniorinnen und Senioren in allen Fragen in der Stadt Hannover vertritt – in allem, was wichtig ist. Darum kümmern wir uns. Da könnte ich Ihnen eine ganze Liste aufführen. Aber im Großen und Ganzen: Wir vertreten die Belange von älteren Menschen nicht nur gegenüber Rat und Verwaltung. Wir suchen das Gespräch mit den Bezirksräten, den Trägern von Altenheimen und Sozialdiensten, der Polizei, den Verkehrsunternehmen und bringen die Interessen der ganzen älteren Menschen an die Öffentlichkeit.

Was wäre denn ein Beispiel dafür, wo sich der Beirat engagiert in die Geschicke der Stadt eingemischt hat?

Auch das lässt sich so pauschal nicht sagen, weil wir uns in viele Fragestellungen und Diskussion in der Stadt eingemischt haben. Das ist eine unglaublich große Palette – von Quartiersentwicklung über Altersarmut bis hin zu Migration. Gut, wenn es ein Beispiel sein soll: Quartiersentwicklung ist eine wichtige Frage. Schließlich geht es darum, auch behinderten Menschen mehr Möglichkeiten in Hannover zu verschaffen. Aber trotzdem: Unsere Arbeit lässt sich nicht auf ein Beispiel einengen.

Quartiersentwicklung, die Situation oder Menschen mit Beeinträchtigungen: Ist das eine Baustelle, die Sie jetzt an den nächsten Beirat weitergeben?

Jeder Beirat entwickelt seine Schwerpunkte selbst. Das ist ja auch abhängig von der Zusammensetzung. Die neuen Mitglieder des Beirates werden sich selbst ihre Aufgaben suchen, finden und geben. Denn Baustellen gibt es in Sachen Politik für alte Menschen genug. Da ist kein Ende abzusehen.  

Welche Akzente konnten Sie persönlich setzen? Was hat Ihre Arbeit geprägt?

Ich würde Ihnen gerne sagen, welchen Akzent nicht setzen konnte: Ich hätte gern engagierter die Interessen für Senioren vertreten, die aus der Caritas und auch von unserer Kirche kommen. Aber da hat die Zusammenarbeit nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hätte. Insofern habe ich in verschiedenen Bereichen mitgearbeitet, die sich aus der Aktualität ergeben haben.

Zurzeit werden Interessierte in den katholischen Pfarreien gesucht, die bereit sind für die Wahl der insgesamt 200 Mitglieder umfassenden Delegiertenversammlung zu kandidieren, die im Januar gewählt wird. Warum ist die Kandidatur so wichtig?

Weil sowohl die Delegiertenversammlung als auch der von ihr dann gewählte 13-köpfige Seniorenbeirat ein Sprachrohr der älteren Menschen sind. Wir vertreten 135 000 Menschen von 60 und älter. Gewerkschaften machen aktiv mit. Wohlfahrtsverbände können sich über uns einbringen. Schon allein deswegen ist es wichtig, dass auch die Caritas und die Katholische Kirche sich einmischen.

Wer darf überhaupt wählen – und gewählt werden?

Alle über 60 Jahre alten Einwohnerinnen und Einwohner wählen per Brief die 200 Mitglieder der Delegiertenversammlung. Aus der Mitte der Delegiertenversammlung werden dann die 13 Mitglieder des Seniorenbeirats gewählt. Voraussetzung ist, dass man seit einem Monat seinen Hauptwohnsitz in Hannover hat. Die deutsche Staatsangehörigkeit ist aber keine Voraussetzung, das möchte ich noch mal herausstellen.

Ehrenamtliches Engagement ist auch immer mit Zeit verbunden. Wie groß ist Ihrer Erfahrung nach der Zweitaufwand?

Na ja, es gibt abgestufte Möglichkeiten des Engagements. Die Delegiertenversammlung tagt zweimal und berät Schwerpunkte und Anträge. Das ist ein zeitlich recht überschaubarer Aufwand. Wer tiefer einsteigen möchte, kann in thematischen Arbeitsgruppen mitarbeiten, die sich der Seniorenbeirat selber gibt. Das erfordert etwas mehr Zeit. Intensiver wird es dann noch beim eigentlichen 13-köpfigen Seniorenbeirat. Wir treffen uns alle 14 Tage und nehmen noch weitere Termine wahr, beim Rat der Stadt, in der Verwaltung oder bei Ortsbegehungen.

Sie haben es gesagt, aus der Mitte der Delegiertenversammlung, wird der 13-köpfige Seniorenbeirat gewählt. Jedes Mitglied ist für einen Stadtteil zuständig, Sie beispielsweise für Buchholz-Kleefeld …

Das ist richtig. Wir 13 Mitglieder im Beirat haben uns zu Beginn unserer Amtszeit über unsere Zuständigkeiten für die Stadtteile abgesprochen. Da geht es nicht allein um die Adresse, sondern auch um das Lebensumfeld. Zwar wohne ich genau genommen in der ersten Straße in Misburg, aber eigentlich ist Buchholz mein Lebensumfeld. Daher bin ich für diesen Stadtteil zuständig geworden.  

Verstehen Sie sich eher ausschließlich als Stimme für den Stadtteil oder doch für das große Ganze der Stadt?

Sicher sind wir Ansprechpartner für den Stadtteil und nehmen daher auch Ortsbesichtigungen wahr, zum Beispiel wenn es um die Straßenbahn und Haltestellen geht. Aber grundsätzlich ist unsere Arbeit auf die ganze Stadt Hannover ausgerichtet. Das ist unsere Perspektive. Alles andere wäre zu klein gedacht.

Die Mitglieder des Beirats sind auch den Ratsausschüssen vertreten, Sie nehmen die Vertretung für den Kulturausschuss wahr. Was ist Ihr Eindruck: Wird der Beirat gehört oder ist das für Ratsmitglieder eher eine Pflichtübung?

Gerade im Kontakt mit dem Rat habe ich gemerkt, welch unglaublich großes Gewicht der Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Hannover hat – auch bei der Verwaltung. Wir beteiligen uns direkt, wir stellen Fragen, wir üben auch Kritik an Vorgängen, die Seniorinnen und Senioren betreffen. Meine Erfahrung ist, dass unsere Vorstellung gehört und aufgegriffen werden. Insofern: Wir werden gehört.

Noch einmal grundsätzlich gefragt: Der Seniorenbeirat ist politisch und konfessionell neutral. Warum ist es aus Ihrer Sicht aber wichtig, dass sich die Katholische Kirche und die Caritas daran beteiligen?

Als Kirche und Caritas stehen wir für Werte wie Barmherzigkeit und Solidarität. Wir verstehen uns als Sprachrohr für die, die keine oder nur eine leise Stimme in der Gesellschaft haben – und dazu gehören alte Menschen in einer Großstadt. Daher ist es für mich einfach unvorstellbar, dass Katholische Kirche und Caritas nicht die Möglichkeit nutzen, über den Seniorenbeirat ihre Stimme einzubringen.

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news-28745 Thu, 11 Nov 2021 17:54:57 +0100 Trauer braucht einen Ort https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/trauer-braucht-einen-ort-28745/ Die Stiftung Trauerbegleitung und Bestattungskultur sowie die evangelische und katholische Kirche laden für Sonntag, 21. November, zu einer ökumenischen Andacht für Angehörige und Freunde anonym Bestatteter ein. Die Gedenkfeier beginnt um 15 Uhr in der Großen Kapelle des Stadtfriedhofs Lahe (Laher-Feld-Str. 19, 30659 Hannover) und setzt sich auf dem Urnenfeld fort. Sie wird vom Propst Christian Wirz, dem Regionaldechanten der Katholischen Kirche in der Region Hannover, und Pastor Dr. Michael Wohlers gestaltet. Die musikalische Begeleitung liegt beim Posaunenchor der Stadtmission Hannover.

"Immer mehr Menschen lassen sich anonym bestatten", erläutert Pastor Michael Wohlers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Trauerbegleitung und Bestattungskultur. Bei einer anonymen Bestattung entfallen viele Rituale. Dadurch entstehe bei den Hinterbliebenen oftmals der Eindruck, in ihrer Trauer vergessen worden zu sein. „Mit unseren Trauerfeiern möchten wir für die Betroffenen einen Ort der Trauer und des Gedenkens schaffen", betont Wohlers.

Rein aus Sachgründen mag eine anonyme Bestattung plausibel erscheinen: „Doch es fehlt den Angehörigen, den Hinterbliebenen dann oftmals ein konkreter Ort der Trauer“, sagt Propst Christian Wirz. Blumen ablegen, Kerzen entzünden, einen Moment verweilen – all das hilft beim Bewältigen des Verlustes eines wichtigen Menschen. Auch noch nach mehreren Jahren. „Diesen Ort der Trauer, diese Worte und Zeichen des Gedenkens möchten wir mit der Andacht geben“, hebt Wirz hervor: „Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass Menschen vor Gott und in unseren Herzen unvergessen sind.“

Die gemeinnützige Stiftung für Trauerbegleitung und Bestattungskultur – gegründet 1999 durch die Feuerbestattungsgesellschaft Hannover und Niedersachsen – möchte durch ihre Aktivitäten den Themen Trauer, Abschied und Bestattungskultur eine größere öffentliche Präsenz geben. Neben den Trauerfeiern veranstaltet die Stiftung Erfahrungskonferenzen für Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich in nahem Kontakt mit Trauernden und Sterbenden stehen und publiziert den Wegweiser für Trauernde, der Betroffene über kostenfreie Angebote in Niedersachsen und Bremen informiert.

Bitte beachten Sie geltenden Coronaregelungen der Region Hannover.

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news-28744 Thu, 11 Nov 2021 16:25:52 +0100 Singen. Laut. Zu Weihnachten https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/singen-laut-zu-weihnachten-28744/ 18 Songs, tausend Stimmen, ein Stadion. Mit Posaunen und Trompeten. Wenn Hannover am Mittwoch, den 22. Dezember um 18 Uhr in der HDI-Arena zusammenkommt, wird die Premiere des großen Charity-Weihnachtsfestes zu Gunsten der Wohnungslosenhilfe gefeiert. Erwartet werden rund 3.000 Besuchende, die die West-Tribüne stimmungsvoll im Kerzenschein zum Leuchten bringen. „Ich freue mich, dass wir mit 96plus bei dieser tollen Veranstaltung unterstützen können. Mit diesem Projekt entwickeln wir gemeinsam ein neues Format für Hannover, das es in dieser Stadt so noch nicht gegeben hat “, sagt 96-Geschäftsführer Martin Kind: "Weihnachten, Singen, Stadion – das passt zusammen."

Ideengeber Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes vom Ev.-luth. Stadtkirchenverband Hannover erklärt: „Mit dem Stadionsingen ist es uns gelungen, ein vorweihnachtliches Highlight in der Stadt zu schaffen, das die Menschen berührt und Hannover auch in Zeiten der Pandemie unter freiem Himmel gemeinsam auf Weihnachten einstimmt." Dabei ist es ein besonderes Anliegen, Menschen, die auf der Straße leben, gerade in der kalten Jahreszeit nicht zu vergessen: "Klasse, dass das in unserer Stadt möglich ist!“

„Der Erlös ist für die ökumenische Essenausgabe gedacht", betont Propst Christian Wirz für die Katholische Kirche in der Region Hannover: "Seit über 30 Jahren geben die evangelisch-lutherische und wir als katholische Kirche zusammen mit der reformierten Kirche, der Heilsarmee und der Diakonie in den kalten Wintermonaten eine warme Mahlzeit – an fünf Tagen in der Woche.“ Der Bedarf steigt, immer mehr ältere oder einsame Menschen nutzen das Angebot. Das Singen für den guten zweck sei das eine. Das Andere: "Im letzten Jahr konnten wir Weihnachten nur sehr eingeschränkt feiern." Vor allem auf Gesang musste verzichtet werden, auch in Gottesdiensten. "Da haben wir uns gedacht: das holen wir nach. Und zwar richtig. An einem Ort, der mitten und unübersehbar in der Stadt liegt, wie das Stadion von Hannover 96." Mit allen, die sich durch das Singen von Weihnachtsliedern auf diese besondere Zeit im Jahr einstimmen möchten.

Gemeinsam mit weihnachtlichen Chören, Solisten und talentierten Musikerinnen und Musikern werden Weihnachtslieder angestimmt. Mit dabei sind Bläserinnen und Bläser aus verschiedenen Posaunenchören, der Kinderchor von KiKiMu und das Gospelensemble PrayStation. Ein Highlight ist der Auftritt des Wohnungslosenchors aus Hannover. Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes wird gemeinsam mit Propst Christian Wirz das Stadionsingen eröffnen.

Landesbischöfin i.R. Margot Käßmann liest die Weihnachtsgeschichte: „Herbergssuche, wie sie Maria und Josef in der biblischen Weihnachtsgeschichte erlebten, ist auch heute aktuell. Mitten in unserem Land leben Menschen auf der Straße, ohne sichere Unterkunft. Es ist eine Frage der Solidarität - christlich gesprochen der Nächstenliebe - sie bestmöglich zu unterstützen. Ich war von der Idee, weihnachtliches Singen im Stadion mit der Unterstützung Wohnungsloser zu verbinden, sofort begeistert und beteilige mich sehr gerne an dem Projekt.“

Auch Christian Schmidt, Redaktionsleiter von Medienpartner RADIO 21, teilt die Begeisterung: „Das ist eine besondere Veranstaltung, die ein breites Publikum anspricht und sich in den Herzen der Menschen in der Region verankern lassen wird. Wir freuen uns, wenn viele Menschen zu dieser Premiere ins Stadion kommen und kräftig mitsingen.“ Die Moderation von das-Stadionsingen übernimmt Olli Perall von RADIO 21.

Veranstaltet wird die große Mitsing-Weihnachtsaktion zwei Tage vor Heiligabend vom Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover und der Katholischen Kirche in der Region Hannover in Kooperation mit 96plus, der HDI Arena, Eddis Rudel, Radio 21, CTS EVENTIM, Hannover Marketing und Tourismus und dem Straßenmagazin Asphalt. Beim Stadionsingen gilt die 2G-Regel.

Der Eintrittspreis ist gestaffelt, Karten für Erwachsene kosten ab 5 Euro, Kinder bis 18 Jahre zahlen 1 Euro. Die Tickets sind über CTS EVENTIM verfügbar. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf gehen direkt an die Ökumenische Essenausgabe für Wohnungslose – ein Kooperationsprojekt der Kirchen in der Innenstadt. Und: Für jedes verkaufte Ticket spendet 96plus einen Euro für die Essenausgabe.

  • Das Stadionsingen ist als Auftakt für ein sich jährlich wiederholendes Highlight in Hannovers Adventszeit geplant. Wer seine Lieblings-Weihnachts-Lieder singen möchte, kann in der Woche vom 1. bis 2. Advent (28.11.-5.12.2021) über drei Songs des Programms online auf www.das-stadionsingen.de abstimmen.
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news-28652 Mon, 25 Oct 2021 15:27:00 +0200 Denkanstöße für eine andere Kirche https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/denkanstoesse-fuer-eine-andere-kirche-28652/ Ein Abschied in Dank und Trauer: Fast ein Vierteljahrhundert hat die „Spätmesse“ in der Basilika St. Clemens in Hannover für eine geschwisterliche Kirche gebetet, gesungen und Mahl gehalten. Nun geht es nicht mehr weiter. „Macht die Fenster der Kirche weit auf“: Über 60 Jahre ist dieser Ruf alt, verbunden ist er mit Papst Johannes XXIII. und seinem "aggiornamento", eine Wiederannäherung der Kirche an die Erfordernisse der Zeit. Fast 25 Jahre hat die Stadtgemeinde Johannes XXIII. jeden Sonntag um 11.30 Uhr dieses Fenster aufgestoßen – mit der Spätmesse in der Basilika St. Clemens. Doch hat das zuletzt fünfköpfige Team jetzt in Dankbarkeit Abschied genommen.

Der Anlass dafür ist denkbar einfach: „Unsere Kräfte und zeitlichen Möglichkeiten reichen einfach nicht mehr aus“, sagt Rainer Stein, einer der Organisatoren: „Wir sind überwiegend erwerbstätig, der Aufwand für Planung, Vorbereitung und Durchführung der Spätmessen ist für uns nicht mehr zu schaffen.“ Die besonderen Infektionsschutz- und Hygieneauflagen durch die Corona-Pandemie kämen dabei noch hinzu.

Seit 2017 hatte sich der Versicherungsberater zusammen mit Ilona Esz, Markus Leibold, Birgit Richter und Rita-Maria Scholz-Behrens um die Organisation der Spätmesse gekümmert. „Die Liste, was für einen Gottesdienst gemacht werden muss, ist zum ziemlich lang.“ Dazu gehört, dass es keinen „festen“ Priester gibt, der Zelebrant wechselt. Die Lesungen müssen abgestimmt werden, die Liedauswahl, die Fürbitten, die etwas andere liturgische Gestaltung – und dann müssen auch noch die gefunden werden, die als Kantor*innen, Organist*innen, Kommunionhelfer oder Lektor*innen dabei sind: „Wir waren natürlich darauf angewiesen, dass sich Mitwirkende finden.“

Gesellschaftliche und kirchenpolitische Entwicklungen

Für Rita-Maria Scholz-Behrens ist die letzte Spätmesse ein besonderer Abschied. Die Religionslehrerin und Theologin hat die Initiative 1997 ins Leben gerufen – unter anderem zusammen mit dem Journalisten Peter Hertel und dem Initiator der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche im Bistum Hildesheim, Peter Sutor. „Es gab zu diesem Zeitpunkt eine Sehnsucht nach Gottesdiensten mit Denkanregungen“, erinnert sich Scholz-Behrens. Zuvor hatte eine Hochschulmesse um 11.15 Uhr ein ähnliches Angebot gemacht. Doch verlagerte sich dieser Gottesdienst in die Abendstunden und wird heute noch um 19.15 Uhr in der Basilika St. Clemens gefeiert.

Die Stadtgemeinde übernahm die Möglichkeit, um 11.30 Uhr Gottesdienst zu feiern – die Spätmesse. Sie setzte um, was ihr selbst gewählter Patron vorweggenommen hat: Die Fenster der Kirche zu öffnen. In der Liturgie sollen bewusst gesellschaftliche und auch politische Entwicklungen einbezogen werden. „Es gibt ja immer wieder Entwicklungen in unserer Kirche, die hinter das Zweite Vatikanische Konzil zurückfallen wollen“, meint Scholz-Behrens: das Verhältnis der Katholischen Kirche zur Welt, zur Ökumene, zu den anderen Religionen, die Feier der Liturgie oder die immer noch eingeschränkten Mitwirkungsmöglichkeiten von Frauen seien da Beispiele. Den Gedanken, die Kirche am heute auszurichten – das sei immer eine ihrer Triebfedern gewesen. Es gehe um eine konsequent geschwisterliche Kirche mit einer frohen und nicht mit einer drohenden Botschaft: „Um Denkanstöße für eine andere Kirche.“

Menschen mit diesen Denkanstößen zu erreichen, die eher am Rande von traditionellen Pfarrgemeinden stehen, war eine Absicht der Spätmesse. Akzente setzen dabei in unterschiedlicher Art und Weise die Priester, die die Laieninitiative zum Predigen und Gottesdienstfeiern einlud. „Da waren viele Priester darunter, die eher in anderen Bereichen zu Hause waren als in Pfarreien“, sagt Rainer Stein. Ordenspriester waren darunter, Seelsorger aus dem Krankenhaus, aus Schulen und Hochschulen. Auch der eine oder andere „Paradiesvogel“. Das brachte für Stein nicht nur eine andere Sicht auf theologische oder kirchenpolitische Fragen mit sich: „Das war zudem eine andere Art und Weise der Ansprache.“

Dienste aus der Kirchenbank heraus

Doch es gab noch eine zweite Ansicht der Spätmesse: Menschen zum Mitgestalten der Liturgie zu bewegen: „Viele Laien haben sich kundig gemacht“, stellt Rita-Maria Scholz-Behrens. Kommunionhelfer- und Lektorenkurse wurden besucht, Ausbildungen zur Leitung von Wort-Gottes-Feiern absolviert: „Dieses Bild, dass bei der Spätmesse viele Dienste aus der Bank heraus übernommen wird, hat unsere Feier geprägt.“

Wichtig waren auch besondere liturgische Zeichen, die in der Spätmesse gesetzt wurden: Die Kommunion unter beiderlei Gestalten war eines davon. Fürbitten wurden aus der Gottesdienstgemeinde, die sich vor Corona stabil immer so um die 80 Teilnehmenden gehalten hat, frei formuliert. „Welche Lieder gesungen wurden, war lange Zeit immer eine besondere Diskussion“, meint Scholz-Behrens. Mit dem neuen Gotteslob habe sich da die Debatte etwas entspannt. Aber auch zentrale liturgische Texte wurden hinterfragt und andere Hochgebete genutzt.

„Wir haben auch probiert, wie es ist Wort-Gottes-Feiern am Sonntagvormittag zu begehen“, berichtet Scholz-Behrens. Was kostet an Mühe, was kann so Neues erschlossen werden – das hatte auch etwas von Feldversuch an sich, denn die Frage, wie der Sonntag gefeiert wird, stellt sich für die Kirche immer wieder neu. Gerade in einer Zeit, in der es immer weniger Priester gibt.

Alltag im Glaubensleben einer Stadt

Stichwort Priester: Eine Erfahrung haben sowohl Rainer Stein als auch Rita-Maria Scholz-Behrens gemacht. Es gab Gottesdienstteilnehmende, die aus Ärger über ihre Pfarrei eine Zeitlang die Spätmesse besucht haben – und mach einem Pfarrerwechsel wieder in ihre Heimatgemeinde zurückgekehrt sind. Alltag im Glaubensleben der Großstadt.

Mehrmals im Jahr wurden im Rahmen der Spätmesse besondere Akzente gesetzt. Zum Beispiel durch ein Gemeindefest am Nachmittag: „Das war mit einem Essen verbunden und Referentinnen und Referenten zu kirchenpolitischen oder theologischen Fragestellungen“, erläutert Scholz-Behrens. Gerade rund um die Reichspogromnacht hat die Stadtgemeinde an die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens erinnert – zum Beispiel auch durch hebräische Gesänge oder durch jüdische Musik in der Spätmesse. Mit ökumenischen Dialoggottesdiensten wurden im evangelisch-katholischen Verhältnis Wege zueinander gefunden.

Fast ein Vierteljahrhundert ist nun zu Ende gegangen. Bei Rita-Maria Scholz-Behrens überwiegt Dankbarkeit für diese Zeit, nicht so sehr die Trauer. „Wir haben Menschen erreicht, die sonst nicht zur Kirche gekommen wären“, sagt sie. Die Spätmesse hat schon früh für eine geschwisterliche Kirche geworben, um die heute im Synodalen Weg gerungen wird oder für die Maria 2.0 auf die Straße geht. Scholz-Behrens ist sich sicher: „Das, was die Spätmesse ausgemacht hat, setzt sich fort – nur anders.“

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news-28580 Tue, 19 Oct 2021 18:38:15 +0200 Ein Schritt gegen Ausbeutung https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/ein-schritt-gegen-ausbeutung-28580/ Fairer Handel – geht es überhaupt? Können Kaffeebauern in Bolivien oder Näherinnen in Bangladesch gerecht an ihren Produkten beteiligt werden? Für Katharina und Gerd Nickoleit ist das möglich. Wie? Das haben sie Schüler*innen der Ludwig-Windthorst-Schule erläutert. Gerd Nickoleit, Jahrgang 1943, gilt als „Urgestein des Fairen Handels“: Er hat die 1975 die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt, kurz GEPA, mitgegründet – heute der größte europäische Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte aus den südlichen Ländern der Welt. 30 Jahre leitete die GEPA- Grundsatzabteilung und war Mitbegründer der World Fair Trade Organization. Mit ihm ist zudem ein Meilenstein der Umweltbewegung verbunden: Jute statt Plastik. Nickoleit war es, der 1978 die grobmaschigen Jutetaschen aus Bangladesch nach Deutschland gebracht hat.

Zusammen mit seiner Tochter, der Journalistin Katharina Nickoleit (Jahrgang 1974), hat er ein Buch geschrieben: „Fair for Future“. Untertitel: „Eine gerechte Welt ist möglich.“ Bei einer Lesung in der Ludwig-Windthorst-Schule im Rahmen der Fairen Woche haben die beiden ihr Buch vorgestellt und sich den Fragen von Schüler*innen gestellt.

Vor allem wirbt Gerd Nickoleit dafür, dass es im Handel klare Regeln geben muss – wie im Sport: „Fair Play weltweit“. Die weltweite Klimaschutzbewegung habe deutlich gemacht, dass die reichen Länder des Nordens auf Kosten der Länder des Südens leben. Das gelte sowohl für Handelsbeziehungen als auch für die Produktionsbedingungen, unter denen T-Shirts genäht oder Kaffee und Kakao angebaut werden.

"Es geht um Veränderung der Strukturen"

Fairer Handel ist für Gerd Nickoleit ein Schritt, um der Ausbeutung der Länder des Südens etwas entgegenzusetzen. „Fragt nach fair gehandelten Produkten, tragt eure Kleidung länger“, betont der GEPA-Gründer. Doch der verantwortliche Konsum oder Spenden für Entwicklungsprojekte reichen allein natürlich nicht aus. „Es geht um eine Veränderung der Strukturen“, stellt Gerd Nickoleit heraus.

Ein Beispiel ist im Juni dieses Jahrs nach langem Streit von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Lieferkettengesetz. Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitenden müssen von 2023 an ihre Lieferketten sehr viel genauer analysieren, kontrollieren und zumindest teilweise auch für Umweltschäden und soziale Folgen ihres Handels haften. Ab 2024 soll das Gesetz noch weiter greifen und dann schon für Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden gelten. Ein Anfang, mehr nicht.

Politisches und Privates

Doch in der Familie Nickoleit ist Politisches auch privat und greift ineinander über: Tochter Katharina Nickoleit erzählte, wie es war, in einem entwicklungspolitisch geprägten Haushalt der 1970er und 1980er Jahre aufzuwachsen: „In meiner Kindheit bedeutete Fairer Handel eher Verzichten und Außenseiterin zu sein.“ Keine Cola, keine Turnbeutel, sondern – eine Jutetasche. Doch das sei heute anders.

„Mir ist bewusst geworden, wie wichtig fair trade eigentlich ist“, sagt Mara. Die 16-Jährige geht in der 10. Klasse der LuWi. Zudem habe sie beeindruckt, was für ein langer und weiter Weg es war, bis sich tatsächlich etwas geändert hat.

Mitschülerin Marlene möchte zukünftig mehr auf die eigene Lebensweise achten: „Mir wurde wirklich klargemacht, dass es am einzelnen Konsumenten liegt, etwas zu verändern“, meint die 15-Jährige. Firmen und Regierungen würden nicht von selbst darauf achten, dass Rohstoffe und Produkte fair gehandelt werden: „Das passiert erst auf Nachfrage.“

Für Sarah ist besonders die Geschichte des Fairen Handels interessant: „Vor allem, wie sich zu dem entwickelt hat, was er heute ist.“ Es ist für die 15-Jährige wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen. Allerdings hätte sie sich zusätzlich zu Lesung noch ein paar Bilder gewünscht: „Damit hätte man sich die Dinge besser vorstellen können.“

Die Lesung in der Ludwig-Windthorst-Schule wurde vom Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover in Zusammenarbeit mit dem Jugend-Aktions-Netzwerk-Umwelt-und-Natur JANUN organisiert.

  • Buchinfo: Gerd und Katharina Nickoleit, Fair for Future: Ein gerechter Handel ist möglich, Ch. Links Verlag, 224 Seiten, ISBN: 978-3962891138, 18 Euro
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news-28578 Tue, 19 Oct 2021 16:04:56 +0200 Wie Macht und Gewalt geteilt werden https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/wie-macht-und-gewalt-geteilt-werden-28578/ Drei Tage lang wurde in Frankfurt am Main auf der zweiten Vollversammlung des Synodalen Weges um Reformen für die Katholische Kirche gerungen, gerade um die Frage von Macht und Demokratie. Winfried Quecke aus Laatzen ist für das Bistum Hildesheim gewähltes Mitglied des Synodalen Weges. Die Synodalversammlung hat nun erstmals wieder in Frankfurt am Main in Präsenz getagt. Der ursprüngliche Fahrplan allerdings ist in Verzögerung geraten. Hat das dem Synodalen Weg genutzt oder geschadet?

Es hat geschadet, weil scheinbar der Schwung aus dem Prozess genommen wurde. Es hat aber dabei geholfen, differenziertere Texte zu verfassen – die jetzt aber auch alle beraten und beschlossen werden müssen. Das stellt eine ziemliche Herausforderung an die Tagungsleitung und die Teilnehmenden dar. Natürlich braucht ein solcher Prozess das direkte Gespräch, nicht nur im Plenum, sondern auch beim Essen, in den Kaffeepausen oder am Abend und nicht nur Videokonferenzen.

Es gibt die Einschätzung, der synodale Weg sei eine Beteiligungssimulation und die katholische Kirche nicht reformierbar. Ist der synodale Weg faktisch zum Scheitern verurteilt?

Das liegt in der Hand der Bischöfe, die diesen Synodalen Weg als Reaktion auf die MHG-Studie zu den vielen Fällen sexualisierter Gewalt ja ins Leben gerufen haben. Ein Priesterratsvertreter hat im Vorfeld der Versammlung konstatiert, es handele sich eigentlich weder um eine Glaubens- noch um eine Kirchenkrise, sondern um eine Krise des Bischofsamtes. Also liegt es an den Bischöfen, die Beschlüsse der Versammlung in ihren Diözesen umzusetzen.

Sie haben im Vorfeld der zweiten Synodalversammlung mit 25 anderen Männern aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zur Wertschätzung homosexueller Partnerschaften aufgerufen. Warum?

In der „Hildesheimer Erklärung“ haben viele Menschen und Organisationen sich für die Möglichkeit von Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. Sowohl der Diözesanrat, also das Gremium, das mich in die Synodalversammlung entsandt hat, hat diese Erklärung unterzeichnet, als auch Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat meiner Gemeinde St. Oliver in Laatzen. Ich persönlich würde allerdings noch weiter gehen. Ich kann zum Beispiel Menschen aus der Generation meiner Töchter nicht erklären, warum eine sakramentale Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht möglich sein soll.

Sie haben ebenfalls im Vorfeld in einer weiteren Erklärung von Mitgliedern des ZdK, die abgelehnten Rücktritte der Erzbischöfe von Köln und Hamburg kritisiert und die Frage aufgeworfen, wie ernst der Vatikan Reformbestrebungen nimmt. Ist diese vatikanische Haltung eine Belastung für den synodalen Weg?

Das Problem liegt in der vatikanischen Begründung, dass nämlich schon das Angebot eines Rücktritts als Eingeständnis von Fehlern und Zeichen der Demut ausreichen soll. Etliche Betroffene von sexualisierter Gewalt empfinden das eben nicht so. Ich glaube auch nicht, dass dies zum Aufbau verloren gegangenen Vertrauens in den jeweiligen Diözesen beiträgt.

Wenn sie auf die Synodalversammlung mit ihren vielen Abstimmungen über Papiere zurückblicken: War das ein echtes Ringen um die Zukunft der Kirche oder haben Reformer*innen und Bewahrer*innen lediglich ihre Positionen ausgetauscht?

Das inhaltliche Ringen hat bereits vor der Versammlung begonnen: in der Diskussion in den vier Foren, bevor es zu den Beschlussvorlagen kam und in den vielen sehr sachkundigen Kommentaren, die zu den Vorlagen vorher schriftlich abgegeben wurden. Bei der Versammlung selbst musste dann mit Redezeitbegrenzungen gearbeitet werden. Ärgerlich ist jetzt, wenn sich eine kleine Minderheit als „Opfer“ inszeniert, nur weil eine Mehrheit ihrer Position deutlich widerspricht.

Was war für Sie die wichtigste Diskussion, was die bedeutendste Forderung?

Zum jetzigen Stand halte ich die Handlungstexte des Forums „Macht und Gewaltenteilung“ für die tiefgreifendsten. Darin sehe ich primär eine Umkehr der Beweislast: Es muss nicht begründet werden, warum es in der Kirche demokratische Prozesse gibt, sondern es muss jetzt begründet werden, warum eine Entscheidung nicht nach demokratischen Standards fällt. Das heißt dann in der Konsequenz, dass zentrale Entscheidungen nicht wie bisher, auch in unserem Bistum, nur von Bischof, Domkapitel und den vom Bischof berufenen Hauptabteilungsleiter*innen im Generalvikariat getroffen werden, wie beispielsweise bei der Schließung von Bildungshäusern oder der Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts.

Sie sprechen unser Bistum an. Was würde sich konkret ändern?

Für unser Bistum am bedeutendsten halte ich die Forderung nach einem Synodalen Rat in jeder Diözese, deren Mitglieder von den Gläubigen gewählt werden – ohne Berufungen durch den Bischof. Damit ist die Erwartung verbunden, dass der jeweilige Bischof sich selbst an die Beschlüsse dieses Rates bindet. Ein analoges Verfahren soll auch für die Pfarrei gelten. Über das Bistum hinaus wäre dies die Einrichtung eines synodalen Rates auf Bundesebene, der quasi die Arbeit des Synodalen Weges dauerhaft fortsetzt. Hier gibt es aber noch Fragen zu klären, unter anderem welche Auswirkungen solche Räte auf bereits bestehende Gremien haben. Auf Ebene der Gemeinden ist sicher die Forderung nach der Predigterlaubnis für theologisch gebildete Lai*innen bedeutsam, weil damit eine rein männlich geprägte Sicht überwunden würde.

Welche Debatte war für Sie enttäuschend? Wo haben sich Hoffnungen zerschlagen?

Zwei Punkte: Wenn Bischof Voderholzer polemisch von einem „unfehlbaren Lehramt der Betroffenen“ (von sexualisierter Gewalt) spricht, so ist das bewusst verletzend. Gut, dass Bischof Overbeck kurz danach dieser Äußerung scharf widersprochen hat. Und: Wenn es einigen wenigen Bischöfen offenbar nicht möglich ist, gemeinsam mit der Versammlung Eucharistie zu feiern, sondern sie einen Extra-Gottesdienst halten, dann stellt sich schon die Frage, ob es noch eine gemeinsame Grundlage gibt.

Das Forum Macht und Gewaltenteilung fordert, dass sich kirchliche Entscheidungsträger regelmäßig Wahlen und Abstimmungen stellen sollen. Was heißt das konkret?

Der Vorschlag ist, dass der Synodale Rat der Diözese, deren einer Vorsitzender der Bischof ist, zu Beginn einer Amtsperiode gemeinsam Ziele formuliert. Deren Umsetzung wird am Ende der Amtsperiode überprüft und im Rahmen dessen soll der Bischof fragen, ob er noch das Vertrauen des Rates hat. Wenn dies dreimal deutlich verneint wird, so soll er dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Ich sehe da für unser Bistum derzeit kein Problem und vertraue darauf, dass Bischof Heiner der Einrichtung eines Synodalen Rates nach den Vorgaben der Synodalversammlung zustimmt, das heißt ausschließlich gewählte Mitglieder und eine Selbstbindung des Bischofs. Bei der Wahl eines neuen Bischofs soll eine Vertretung des Synodalen Rates zusammen mit dem Domkapitel beraten.

Zum Schluss fehlten fünf Stimmberechtigte und die Synodalversammlung war nicht mehr beschlussfähig. Ist das ärgerlich, peinlich oder schon ein Zeichen von Resignation?

Ist eine ärgerliche Panne, mehr aber nicht. Wie das mit den Zeitplanungen der Bischöfe ist, weiß ich nicht, aber ZdK-Mitglieder sind es gewohnt, dass bei Vollversammlungen die zentralen Abstimmungen am Freitag stattfinden und am Samstag vornehmlich Informationspunkte behandelt werden. Hier werden alle Synodalen dazulernen müssen, dass bis zum Schluss noch Abstimmungen stattfinden. Inhaltlich war es gut, dass Bischof Bätzing die Beschlussfähigkeit angezweifelt hat, um dem Verdacht zu begegnen, die Beschlüsse würden in einer Art „Räubersynode“ gefasst werden.

Noch einmal grundsätzlich gefragt. Papst Franziskus hat die Eröffnung der Weltsynode mit einem Appell an die Einheit der Kirche begonnen. Ist das ein Fingerzeig, es mit dem Synodalen Weg in Deutschland nicht zu übertreiben?

Das würde unterstellen, dass unsere Beratungen die Einheit der Kirche gefährden würden. Ganz im Gegenteil, es gibt lebhaftes Interesse an unseren Beratungen aus anderen Ländern. So hat es während und nach der Versammlung öffentlich zustimmende Äußerungen von Beobachtern beispielsweise aus der Schweiz und Luxemburg gegeben. Als Randnotiz: Ich selbst durfte mein Foto, zusammen mit meiner damaligen Sitznachbarin, Sr. Philippa, in der Kirchenzeitung aus Boston wiederfinden. Ich bin sicher, mit unserem Synodalen Weg in Deutschland leisten wir auch einen Beitrag zum Gelingen der Weltsynode.

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news-28492 Fri, 08 Oct 2021 13:41:26 +0200 „Kollege, bist du organisiert?“ https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/kollege-bist-du-organisiert-28492/ Aktiv in der Gewerkschaft und trotzdem – noch – katholisch: Für Nicola Lopopolo, Vorsitzender des DGB in Hannover, ist Glauben etwas Bodenständiges. Das hat auch mit seinen italienischen Wurzeln zu tun. „Geboren bin ich auf dem schönsten Fleckchen Erde“: Daran lässt Nicola Lopopolo keinen Zweifel. Der kleine Ort Bisceglie liegt 30 Kilometer von der italienischen Hafenstadt Bari entfernt. „Genau unter dem Sporn, den der Stiefel hat“, sagt der heute 60-Jährige. Vor gut einem Jahr hat er den Vorsitz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hannover übernommen – und damit in der Stadt, die nicht so schön wie sein Geburtsort ist, aber in der er fast sein Leben lang wohnt.

„Ich war gerade zehn Monate alt, da sind wir meinem Vater hinterhergezogen.“ Sein Vater war Arbeiter, mit dem Zusatz „Gast“; er wurde bereits 1955 angeworben. 1962 zog die Familie nach, damals mit vier Kindern, später wurden vier weitere geboren.

„Die katholische Kirche hat damals Gastarbeiterfamilien sehr geholfen“, erinnert sich Lopopolo. Unterstützung bei der Wohnungssuche, Hilfe beim Ankommen im neuen Zuhause. Der Gang zur Kirche St. Eugenius gehört zum Sonntag dazu: „Wir als Kinder wie die Orgelpfeifen mit dem Vater, während die Mutter den Haushalt machte“, erzählt Lopopolo.

Die Familie ist in die Gemeinde gut eingegliedert: Die Kinder dienen alle am Altar, nehmen an Freizeiten teil. Bodenständiger Glaube. Lopopolo besucht die Grundschule im Stadtteil: „Ich habe mal alte Zeugnisse rausgesucht, da stand, dass ich schon damals Klassensprecher war.“ Früh übt sich, wer sich für Kollegen einsetzt.

Dieses Engagement führt dazu, dass Lehrer seine Eltern überzeugen, ihren Jungen aufs Gymnasium zu schicken. „Das war Anfang der 1970er Jahre als Ausländerkind, wie es hieß, schon was Besonderes“, sagt Lopopolo. Der junge Lopopolo beißt sich durch. Bis zur zehnten Klasse. Da geht es nicht mehr weiter. Andere Interessen werden wichtiger, rebellische 17 Jahre als. Freitags kommt Lopopolo nach Hause. Sein Vater nimmt ihn mit in eine Bauschlosserei, unterschreibt seinen Ausbildungsvertrag. Am Montag fängt Lopopolo an. So schnell kann’s gehen.

Viel gelernt, wenig Rechte und kein Dank

Ein kleines Unternehmen. Mit Licht-, aber auch vielen Schattenseiten: „Ich habe da jede Menge gelernt, keine Frage, wir mussten viel improvisieren.“ Doch auf Montage schläft er nachts auf der Pritsche des Lkw, wäscht sich morgens im Kiesteich. „Wir hatten kaum Rechte als Arbeitnehmer“, ist die zweite prägende Efahrung. Als Lopopolo schließlich kündigt, bekommt er von seinem ehemaligen Chef einen Satz hinterhergeworfen: „Ein Guter geht, ein Besserer kommt nach.“ Kein Respekt, kein Dank, nicht den Hauch von Anerkennung. Kapitalismus in klein. „Das war eine Situation, die mein Leben geprägt hat“, sagt Lopopolo. E

r wechselt zum Gleitlager- und Kupplungsspezialisten Renk in Hannover. „Da habe ich gemerkt, hier läuft es anders.“ Unmittelbar nach Arbeitsbeginn wird er vom Betriebsratsvorsitzenden angesprochen: „Kollege, bist du organisiert?“ Lopopolo weiß zuerst gar nicht, was gemeint ist. Aber er tritt in die IG Metall ein, wird schnell Vertrauensmann und 1991 in den Betriebsrat gewählt. Drei Jahre später, 1994, übernimmt er den Vorsitz. Bis heute.

Doch sein Engagement geht über die eigene Niederlassung hinaus. Lopopolo wirkt im Gesamtbetriebsrat mit und später im Konzernbetriebsrat, als Renk selbst von MAN übernommen wurde. MAN wiederum gehört zum Volkswagen-Konzern. Lopopolo wird Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat – Augenhöhe mit den großen Namen, die Volkswagen prägen.

Wieder lernt der Metaller viel. Vor allem, wie wichtig Mitbestimmung und gewerkschaftliche Interessenvertretung für ein Unternehmen ist. Aber erneut gibt es eine Schattenseite, die des Kapitalismus in groß. Oder, wie Lopopolo es nennt, „die hässliche Fratze des Kapitalismus“. VW verkauft Renk an einen schwedisch-deutschen Finanzinvestor. Dessen Modell: Firmen mit geliehenem Geld kaufen, Kredite oder Beteiligungen aus dem Betrieb bedienen, dann das Unternehmen wieder verkaufen.

Das Gebet hilft in schwierigen Situationen

„Das macht uns große Sorgen“, sagt Lopopolo. Denn nicht nur Personal an der Spitze wird ausgetauscht. Produktionsstandorte stehen auf dem Spiel, Gewinne müssen an die Anteilseigner oder Banken abgeführt werden. Zudem hat die Belegschaft einen Anteil zu leisten: „Darüber müssen wir als Betriebsrat verhandeln, wie das aussehen kann.“

Dabei hilft der Rückhalt starker Gewerkschaften: „Die Mitbestimmung muss noch weiter ausgebaut werden, wir brauchen mehr statt weniger Tarifbindung in diesem Land.“ Persönlich hilft etwas Weiteres: der Glaube. „Ich bete tatsächlich immer noch.“ Eben in den schwierigen Situationen des Lebens, die die Arbeit oder auch die Familie mit sich bringen.

Die Distanz zur Amtskirche ist jedoch größer geworden. Keine Orgelpfeifen mehr am Sonntag. Das hat mit jenen Momenten in der Biografie zu tun, in der sich die Kirche unverständig gegenüber dem Alltag und der Lebenswirklichkeit von Menschen zeigte. Zum Beispiel, als zwei seiner Geschwister nicht kirchlich heiraten durften. Weil im einen Fall die Braut schon schwanger war, im anderen der Bräutigam eine andere Religion hatte. Das ist zwar lange her, aber immer noch präsent. Eine Kluft.

An anderer Stelle liegt für Lopopolo aber keine Kluft vor: zwischen christlicher Nächstenliebe und gewerkschaftlicher Solidarität. Für ihn, den katholischen Metaller und DGB-Vorsitzenden, sind das zwei Seiten ein und der derselben Medaille.

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news-28484 Wed, 06 Oct 2021 18:40:28 +0200 Dem Leben auf die Spur kommen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/dem-leben-auf-die-spur-kommen-28484/ In den vergangenen Monaten war und ist der Alltag durch die Corona- Pandemie herausgefordert: "Finden wir darin uns selbst und Gott?" Einladung zu einer fünfteiligen Abendreihe als Spurensuche, um sich selbst und Gott (neu) zu finden. Die Leitlinien bilden Grundelemente der Spiritualität, die auf Ignatius Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens (1491-1556), zurückgehen. Das Prinzip von Ignatius heißt: "Gott in allen Dingen finden." Dazu gibt er auch ein Hilfsmittel: die "Unterscheidung der Geister". Ignatius geht davon aus, dass es dreierlei Eingebungen gibt: aus sich selbst heraus,  von Gott oder dem Heiligen Geist und die von einem, so Ignatius , "bösen Geist" kommen.  Diese Regungen der Seele sind es, die zu Entscheidungen führen: die Stimmungen und Gefühle, die Träume, Erinnerungen, innere Bilder, Gedanken, Vorstellungen, die sich sogar körperlich auswirken können.

So werden persönliche und gemeinschaftliche Gebetsformen, Impulse, Austausch in der Gruppe und Anregungen für den Alltag die Gestaltung der Abende prägen. Die Themen der Abende:

  •  15.11.2021 | Rhythmus – Pause – Atemholen: Tägliche Unterbrechung
  • 22.11.2021 | Spurensuche: Gott in meinem Leben
  • 29.11.2021 | Gott suchen und finden in allem: Rückblicken auf den Tag
  • 06.12.2021 | „Das Brot des Wortes verkosten...“: Anleitung zur Schriftmeditation
  • 13.12.2021 | Routenplaner für den Alltag: „Wie geht es jetzt weiter?“

Leitung: Pater Thomas Gertler SJ (Göttingen) und Annette Burchardt, Pastoralreferentin für das Regionaldekanat Hannover

Die Abendreihe findet statt: [ka:punkt], Grupenstr. 8 in Hannover, jeweils von 19.00 – 21:00 Uhr. Aufgrund von Corona können maximal 12 Personen teilnehmen; durchgehende Teilnahme ist gewünscht.

Kosten: 20,00 €; ermäßigt 15,00 €

Rückfragen und Anmeldungen bis 22.10.21: Annette Burchardt: a.burchardt(ät)kath-kirche-hannover.de oder telefonisch 0511/16405-24

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news-28471 Tue, 05 Oct 2021 16:48:00 +0200 Anstoß mit Eddi https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/anstoss-mit-eddi-28471/ Anstoß erfolgt und Spielbeginn: Der Ball kann rollen auf dem neuen Bolzplatz auf dem Gelände des jugendpastoralen Zentrum Tabor mitten in der Südstadt von Hannover. Mit einem Fest wurde er am heutigen Dienstag, 5. Oktober, eingeweiht. Vor dem ersten Kick wurde der Bolzplatz von Pfarrer Matthias... Der Bolzplatz bietet nicht nur Fußball pur: „Er ist am Gelände des Tabor der zentrale Ort für Jugendliche, sich auszutoben und kennenzulernen“, betonte die Leiterin des katholischen Jugendzentrums, Sr. Birgit Stollhoff: „Hier fangen Gespräche an und hier lernen etwa die Älteren die Jüngeren anzuleiten.“ Der alte Platz aus dem Jahr 2004, eine viel bespielte und rissige Asphaltfläche, musste dringend renoviert und neugestaltet werden. Der Bau war Teamwork. Das Bistum Hildesheim als Hauptfinanzier in der Verteidigung, das Mittelfeld mit den beteiligten Bauunternehmen und den Mitarbeitenden des Tabor: „Und mit den guten Stümern, die wir uns eingekauft haben, unseren Förderern.“

Denn nur so konnte der neue Bolzplatz verwirklicht werden. Neben dem Bistum Hildesheim hat Hannover 96 den Platz im Rahmen seines „PROjekt Bolzplatz“ gefördert. Daher war Juri Sladkov von „96plus“ beim ersten Anstoß dabei. „Mit der Initiative 96plus möchte Hannover 96 seiner gesellschaftlichen Verantwortung und Vorbildfunktion gerecht werden, indem zahlreiche Projekte für mehr Vielfalt, Nachhaltigkeit, soziales Engagement sowie Sport und Gesundheit in Hannover gefördert werden“, erläuterte Sladkov, der 96-Geschäftsführer Robert Schäfer vertrat. Gemeinsam mit Hauptpartner Clarios setze sich der Verein mit dem „PROjekt Bolzplatz“ für die Restaurierung und Instandhaltung hannoverscher Bolzplätze ein.

Damit möchten 96plus und Clarios einen Beitrag zur sportlichen und gesundheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Hannover leisten, da Bolzplätze Orte widerspiegeln, an denen sich Kinder und Jugendliche sportlich betätigen können und neue Kontakte knüpfen. Entsprechend werden auf Bolzplätzen Sozialverhalten sowie ein positives Miteinander gefördert, sodass das Projekt nicht nur einen Mehrwert für Kinder und Jugendliche schafft, sondern darüber auch für die gesamte Region Hannover.

Das unterstrich auch Lothar Pollähne, Bezirksbürgermeister von Südstadt-Bult: „Ich freue mich über diese Möglichkeit zur sportlichen Betätigung für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk.“ Bewegung ist gut für die Gemeinschaft: „Erst auf dem Platz bolzen, dann essen, trinken und diskutieren.“ Der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult hat den neuen Platz finanziell unterstützt. Eine weitere Zuwendung kam von der Darlehenskasse Münster (DKM).

„Der Bolzplatz zeigt, wie wir unser Angebot im Tabor verstehen“, ergänzte Diözesanjugendseelsorger Matthias Rejnowski: „Es ist ein offener Ort mit einem einladenden Angebot, jeder, der kommt, ist herzlich willkommen.“ So ist das Café Tabor mit Freizeitangeboten von Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für Kinder und Jugendliche, insbesondere mit Migrationshintergrund, besteht die Möglichkeit, in der „lern.bar“ kostenlos Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung zu erhalten.

Insgesamt liegen die Kosten für den neuen Platz und weitere in der Folge notwendige Maßnahmen bei knapp 48.000 Euro. 96plus fördert den Bolzplatz mit 4000 Euro, jeweils 3000 Euro kommen vom Stadtbezirksrat Südstadt-Bult und der Darlehenskasse Münster (DKM). Die restliche Summe wird vom Bistum Hildesheim als Träger des Tabor beigesteuert.

  • Kontakt: TABOR – Kath. Jugendpastorales Zentrum: Hildesheimer Str. 32, 30169 Hannover, Telefon: (0511) 909860, E-Mail: tabor@jupa-hannover.de, Internet: www.jupa-hannover.de. Leiterin: Sr. Birgit Stollhoff.
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news-28406 Mon, 27 Sep 2021 16:54:06 +0200 Satellit und Segen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/satellit-und-segen-28406/ Neue Schaltzentrale für Notfälle: Malteser Hannover nehmen mit Segensfeier Führungskraftwagen mit neuester Technik in Betrieb. „Johannes“ heißt er – der neue Führungskraftwagen des Malteser Hilfsdienstes Hannover. Genau genommen hat er sogar einen Nachnamen: „Hannover 59-12-1“. Für Eingeweihte ist der Vorname aber keine Überraschung: „Ich habe mir sagen lassen, dass alle Einsatzfahrzeuge der Malteser so heißen“, sagt Propst Christian Wirz. So hat der Hannoversche Regionaldechant den „FüKW“ nicht getauft, aber gesegnet – und zwei ebenfalls neue Anhänger gleich mit.

„Bis zu drei Verbände mit jeweils rund 100 Einsatzkräften können wir mit diesem Wagen führen“, erläutert Christian Cossmann, stellvertretender Leiter Einsatzdienste der Malteser Hannover und selbst Einsatzführer. Dazu wurde im um- und ausgebauten VW Crafter neueste Technik installiert: Digitaler Funk, Computer, Touchscreens, große Bildschirme, von denen sich einer auch an die Außen Seite des Wagens montieren lässt. Für neue Mobilfunkstandards ist das Fahrzeug ebenso vorbereitet wie für die eigene Stromversorgung über Lithium-Batterien.

Doch die Schaltzentrale im Katastrophenfall hat auch altbewährte Technik an Bord: analogen Funk und ein Satellitentelefon, das markant in Rot gehalten ist. Wie wichtig der Rückgriff auf Altbewährtes ist, habe zuletzt der Einsatz der Malteser bei der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler gezeigt. Dort war die ganze Infrastruktur zusammengebrochen: „Da blieb uns nur das Satellitentelefon zur Kommunikation und Koordination.“ Und ohne Koordination bleibe Hilfe zumeist Flickwerk.

Neben der technischen Ausstattung haben die Malteser Wert auf möglichst einfache, sich selbsterklärende Bedienung gelegt: „Das gesamte Fahrzeug ist so ausgelegt, dass wechselnde Besatzungen unter Stress intuitiv damit klarkommen“, betont Cossmann.

Für das neue Fahrzeug haben die Malteser und das Land Niedersachsen einiges an Geld in die Hand genommen: 250.000 Euro haben das Fahrzeug sowie die beiden Versorgungsanhänger gekostet, 120.000 Euro steuerte das Land bei. 30.000 Euro haben die Malteser an Spenden gewinnen können. „Zudem haben wir jede Menge eigene Arbeitsstunden hineingesteckt“, meint Cossmann.

Dafür gibt es zum einen Lob – vom Christoph Bahlmann, dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Hannover: „Dieser Führungskraftwagen wird zukünftig eine besondere Rolle bei Schadenslagen in Hannover und im ganzen Land innehaben – aber immer in Kombination mit gut ausgebildeten und engagierte Einsatzkräften.“ Auch dafür stehen die Malteser als eine „aktive und lebendige Hilfsorganisation und zuverlässiger Partner“ für die Sicherheit in Hannover.

Zum anderen wird dafür der Segen gespendet: „Für das Fahrzeug, aber in erster Linie für die Menschen, die damit in den Einsatz ausrücken“, wie Propst Christian Wirz herausstellt. Guter Wille allein reiche nicht. Wirklich helfen in Notlagen könne nur, wer professionell ausgestattet und gut organisiert sei: „Durch diese professionelle Technik können die Malteser wirklich zu Rettern werden.“

Kaum gesegnet geht der Wagen gleich in den Einsatz: gut 6000 Menschen im Hannoverschen Stadtteil Misburg haben am Montag dieser Woche ihre Wohnungen zur Sicherheit verlassen. In einem Baugebiet ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, die entschärft werden musste. Für die Betroffenen ist es einen Anlaufpunkt eingerichtet worden – betreut von den Maltesern. Ein erster, einfacher Test für den neuen „Johannes Hannover 59-12-1“.

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news-28348 Mon, 20 Sep 2021 22:42:59 +0200 Spatenstich für Meilenstein https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/spatenstich-fuer-meilenstein-28348/ Baubeginn für die Erweiterung und Sanierung des Vinzenzkrankenhaus in Hannover-Kirchrode. Die Bauzeit beträgt sechs Jahre, die Kosten 55 Millionen Euro. Technisch heißt sie „Baumaßnahme 1750“: Dahinter verbirgt sich zum einen ein fünfstöckiger Erweiterungsbau des Bettenhauses, in das im Laufe der Maßnahme auch die Intensivstation des Vinzenzkrankenhauses sowie ein modernes Labor und die Physiotherapie einziehen werden. Zum anderen werden sowohl das bestehende Bettenhaus Ost und Funktionsbereiche als auch die Gynäkologie und die Urologie umfassend saniert.

„Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten auch zukünftig eine hochwertige Diagnostik und Therapie anbieten“, betont der Geschäftsführer des Vinzenzkrankenhauses, Karsten Bepler. Sechs Jahre werden die Baumaßnahmen dauern, 55 Millionen Euro sind als Kosten veranschlagt: „Möglich wird das durch die Förderung des Landes Niedersachsen“, unterstreicht Bepler. 41 Millionen stellt das Land über die Bauzeit zur Verfügung, 14 Millionen steuert das Vinzenzkrankenhaus aus eigenen Mittel bei.

Für Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens ist die Krankenhausversorgung mit über 160 Krankenhäuser in Niedersachsen eine stetige Herausforderung: „Wie können wir die beste Medizin für unsere Bürgerinnen und Bürger organisieren und mit den ambulanten Systemen vernetzen“, beschreibt die Sozialdemokratin die Leitfrage. Die Region Hannover sei in dieser Hinsicht gut aufgestellt – und mit diesem ersten Spatenstich werde die Situation weiter verbessert: „Das ist schon ein Meilenstein für die Patientinnen und Patienten sowie die Beschäftigten des Vinzenzkrankenhauses“, hebt Daniela Behrens hervor.

Bewusst beginnen die Baumaßnahmen mit dem Erweiterungsbau für die Pflege und die Intensivstation. „Es geht uns um eine Medizin auf modernstem Standard“, erläutert der Ärztliche Direktor Jens Albrecht. Für die Pflege bedeutet das beispielsweise Zwei- statt wie bisher Dreibettzimmer, für die Mitarbeitenden ein Stationskonzept, das sich um einen zentralen Stützpunkt organisiert – eine Klinik der kurzen Wege.

„Unsere Mitarbeitenden waren zu verschiedenen Zeitpunkten in die Planung mit einbezogen“, ergänzt Pflegedirektor Jörg Waldmann. So wurden spezielle pflegerische Aspekte berücksichtigt, die den Arbeitsalltag erleichtern.

Noch im September werden die Bauarbeiten beginnen – auch mit notwendigen Abbrucharbeiten am Altgebäude, um den Anschluss an den neuen Erweiterungsbau herzustellen. Im November 2022 soll dann der Rohbau stehen.

Der erste Spatenstich erfolgt übrigens rechtzeitig zu einem für das Vinzenzkrankenhaus wichtigem Datum. Im Dezember 1971 – also vor 50 Jahren – wurde der jetzige Standort in Hannover-Kirchrode bezogen. Zuvor hatten die Kongregation seit 1862 erst in zwei Ambulanzen Kranke gepflegt und schließlich von 1883 an im Zooviertel in einer Villa ein Krankenhaus eröffnet. Das Krankenhaus St. Vinzenz wurde immer wieder erweitert und ausgebaut, bis es Ende der 1960er Jahre an seine Grenzen stieß und der Entschluss zu einem Neubau getroffen wurde.

Heute werden in Vinzenzkrankenhaus jährlich über 40 000 Patient*innen stationär und ambulant betreut. 345 Betten und sieben Fachabteilungen zählt das katholische Krankenhaus, das sich in der Trägerschaft des bundesweiten Elisabeth Vinzenz Verbundes befindet.

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news-28347 Fri, 17 Sep 2021 14:19:00 +0200 „Den Glauben habe ich von meiner Mutter“ https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/den-glauben-habe-ich-von-meiner-mutter-28347/ Die spanischsprachigen Katholik*innen im Bistum Hildesheim haben wieder einen neuen Seelsorger: Padre Enrique Quiroga kommt aus dem bolivianischen Erzbistum Sucre. Der 58-Jährige arbeitet von der Mission in Hannover aus. „Den Glauben habe ich von meiner Mutter“, sagt Enrique Quiroga. Es muss ein starker Glauben gewesen sein: „Nur wenige Monate alt, wurde ich sehr krank.“ Die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Doch seine Mutter nicht. Sie pilgerte mit ihrem Baby zum kleinen Wallfahrtsort San Mauro – und der kleine Enrique wurde gesund. Ein Wunder? Quiroga weiß es nicht. Aber große Liebe und fester Glaube.

Geboren und aufgewachsen ist Enrique Quiroga in Padilla, einem traditionsreichen Ort im Bundesstaat Chuquisaca, knapp 175 Kilometer östlich von Sucre gelegen – der verfassungsmäßigen Hauptstadt Bolivien und Sitz des Erzbistums. Die Familie ist groß: Quiroga hat fünf Brüder und zwei Schwestern. Er selbst ist Kind Nummer sechs von acht. Die Kirche spielt eine große Rolle: „Ich war von klein auf Messdiener“, erinnert er sich. Als er 14 ist, sagt ihm ein Priester, dass Quiroga auch mal wie er am Altar stehen wird: „Alle haben gelacht, weil ich ein sehr unruhiges Kind war.“

Ins Priesterseminar abgehauen

Doch so etwas wie die Saat ist gelegt. Mit 17, gerade den Schulabschluss in der Tasche, haut Quiroga von zu Hause ab – und will nach Sucre ins Priesterseminar. Seine Mutter fängt ihn noch ab, er bittet zumindest es einen Monat versuchen zu dürfen. Eine Tante meint, Quiroga würde ohnehin noch früher zurückkommen.

Doch aus dem Monat werden drei Jahre. Dann aber kommt eine Krise – und die Vorzeichen ändern sich. Jetzt ist es seine Mutter, die sagt: „Damit musst du klarkommen, so habe ich euch erzogen.“ Quiroga kommt damit klar und wird 1988 zum Priester geweiht. Übrigens nicht in der Kathedrale von Sucre, sondern in seiner Heimatpfarrei.

Erst Klein-, dann Hauptstadt: Drei Jahre arbeitet Quiroga zunächst als Kaplan bei einem deutschen Missionar ganz im Süden des Erzbistums, dann wird er in die Bischofsstadt gerufen. Neben der Tätigkeit in einer Pfarrei ist Quiroga in der Berufungspastoral tätig: „Ich war Ansprechpartner für junge Männer, die gerne Priester werden möchten.“ Er organisiert Veranstaltungen, bei denen Interessierte eine Woche im Priesterseminar verbringen können.

Studium in Rom

Später wird er Dozent am Priesterseminar und 1993 von seinem Bischof zum Philosophiestudium nach Rom an die Gregoriana geschickt. Wieder zurück wartet nach zwei weiteren Jahren als Dozent 1997 eine neue Aufgabe auf ihn, mit der das Erzbistum auf die wachsende innerbolivianische Wanderungsbewegung reagiert: „Viele unserer Leute sind ins Tiefland in die Metropole Santa Cruz gezogen, weil sie sich dort Arbeit erhofft haben.“

Für ein Land, das wie Bolivien von unterschiedlichen indigenen Kulturen geprägt ist, ein großer Schritt – und durchaus mit Widerständen verbunden. Das Erzbistum schickt Quiroga als Missionar im eigenen Land hinterher: „Wie im Buch Exodus“, sagt er und lächelt. Sechs Jahre kümmert sich in einem Randbezirk der rasant wachsenden Zwei-Millionen-Stadt Santa Cruz vor allem um die soziale Integration der Zugewanderten.

Sekretär im Lateinamerikanischen Bischofsrat

2003 geht es wieder zurück nach Sucre, wobei seine Arbeit in der Pfarrei St. Josef und erneut am Priesterseminar eine Zwischenepisode bleibt. 2007 heißt das neue Ziel Bogota in Kolumbien, der Sitz der CELAM, dem lateinamerikanischen Bischofsrat – derZusammenschluss der süd- und mittelamerikanischen Bischofskonferenzen.

Quiroga wird Sekretär in der Abteilung Gerechtigkeit und Solidarität. Armut und Klimaschutz, Migration und Menschenrechte werden seine Themen, gerade in einer Zeit, in der die CELAM wieder stärker an der „Option für die Armen“ ausrichtet. Für Quiroga ist klar, dass Kirche sich gesellschaftlich einmischen muss, um die frohe Botschaft zu verkündigen.

Mit dieser Erfahrung wird Quiroga 2011 Leiter des Seelsorgeamtes im Erzbistum Sucre. Gleichzeitig wirkt er als Priester in der Pfarrei Santo Domingo im Zentrum der Bischofsstadt. Ideen und neue Perspektiven für die Seelsorge werden im Alltag geprüft und umgesetzt. Erwachsenenbildung und das Übernehmen sozialer Aufgaben sind der eine Schwerpunkt, Angebote für Familien und Jugendliche der andere: Erstkommunionen und Firmung bekamen eine neue Dynamik, berichtet Quiroga. Nicht zuletzt, weil eine große Gruppe von Katechet*innen, Erwachsene wie Jugendliche, sie begleitet. Wichtig ist ihm als Priester, dass die unterschiedlichen Anliegen in der Pfarrei in der heiligen Messe vor Gott gebracht werden: „Wir haben jeden Sonntag fünf Messen für die unterschiedlichen Gruppen gefeiert.“

Jetzt der Schritt nach Deutschland, nach Hannover: „Mein Bischof hat mich gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte.“ Quiroga sagte zu, lernt jetzt deutsch und die vielfältige Mission der spanischsprachigen Katholik*innen im Bistum Hildesheim kennen. Wobei: In Hannover war er bereits einmal. 2015 im Rahmen eines Deutschland-Besuches. Nur: „Ich bin die drei Tage allerdings nur hinterhergelaufen.“ Wieder lächelt Quiroga. Er sei aber mit Händen, Füßen und Herz bereits sich seiner neuen Aufgabe anzunehmen, die zudem ein Ausdruck der besonderen Partnerschaft zwischen der Kirche von Bolivien und dem Bistum Hildesheim ist.

Eines ist für Quiroga sicher: „Gott hat mir immer den Weg gezeigt.“ Ein starker Glaube, ins Herz gelegt von seiner Mutter.

  • Kontakt: Spanischsprachige Katholische Mission, Katholisches Internationales Zentrum, Marschnerstraße 34, 30167 Hannover, Telefon: 0511 65597251, E-Mail: misionespanola(ät)yahoo.es
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