Soziales, Kultur und Beteiligung

Besuche beim Oberbürgermeister und Regionspräsidenten

Besuche erhalten die Freundschaft – und es gibt Gelegenheit über wichtige gesellschaftliche Frage zu reden. Das haben nun Bischof Heiner Wilmer und Propst Christian Wirz bei Geprächen mit Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Regionspräsident Hauke Jagau getan.

Es gehört zu den guten Traditionen, dass ein Bischof auf Pastoralvisitiation auch auf einen Besuch beim Stadtoberhaupt vorbeischaut – und im Falle Hannovers auch bei der Spitze der Region. So hat Bischof Heiner Wilmer nun Oberbürgermeister Belit Onay sowie den Regionspräsidenten Hauke Jagau und seine allgemeine Vertreterin, Regionsrätin Cora Hermenau, getroffen. Begleitet wurde er von Propst Christian Wirz, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Mehrere, die Stadt, Region und Kirche verbindende Themen wurden bei den Freundschaftsbesuchen erörtert: zum Beispiel die soziale Lage in der Stadt, vor allem die Situation von obdachlosen Menschen. Hier hatte die Katholische Kirche in der Region Anfang des Jahres spontan einen Tagestreffpunkt in den Kellerräumen der Propstei St. Clemens nahe der Innenstadt eingerichtet, um auf die Notlage von Wohnungslosen zu reagieren. Als die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sanken, wurde die Wärmestube sogar rund um die Uhr geöffnet. Stadt und Region haben das Angebot sowohl rechtlich wie finanziell unterstützt. Dennoch ist klar, dass es weiterer solcher Anstrengungen benötigt – vor allem, um obdachlosen Menschen eine sichere Einzelunterkunft zu bieten, damit sie überhaupt die Chance haben, wieder Fuß zu fassen.

Weitere Gesprächspunkte: die Rolle und Bedeutung von Kulturschaffenden für die Stadt und die Region, unterstützende Angebote für ältere und einsame Menschen, auch in Zeiten nach der Pandemie sowie der von Oberbürgermeister Onay angestoßene Dialogprozess über die Zukunft der Innenstadt und der öffentlichen Räume in Hannover. Für die Katholische Kirche in der Region Hannover sagte Propst Wirz zu, sich aktiv einzubringen – für mehr Beteiligung an diesen Prozessen, für das Bauen von Brücken zwischen den unterschiedlichen Interessen gesellschaftlicher Gruppen, aber auch im Sinne einer starken sozialen Stimme.

Zeichen von freundschaftlichen Kontakten sind kleine Geschenke: Bischof Wilmer hatte für Stadt- und Regionsoberhäupter zwei Nachgüsse von Reliefs der zum Weltkulturerbe zählenden Bernwardstür aus dem Hildesheimer Dom dabei: Jesu Darstellung im Tempel und die Zusammenführung von Adam und Eva. Nach 21 Jahren sind zumindest Teile der Türen wieder von Hildesheim nach Hannover gekommen. Die Bernwardstüren waren Bestandteil der Weltausstellung Expo 2000 auf dem Messegelände der Landeshauptstadt. Aber natürlich nur als Modell.

pkh